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Zugriff auf Rechner

Wenn Heise berichtet, dass nun bestätigt ist, dass der US-Zoll auf „Geräte“ zugreifen und diese durchsehen kann, ist hier ein Trend zu sehen – schon länger wird bei Ermittlern thematisiert, dass man ja ohnehin seit jeher Koffer öffnet und durchsucht – und hier die Analogie zu Laptops & Co. nahe liegt.

Wichtig ist der letzte Absatz im Artikel:

Da nicht klar ist, inwieweit verschlüsselte Daten ein grundsätzliches Interesse bei amerikanischen Bundesbeamten wecken, sind Geschäftsleuten nur dann auf der sicheren Seite, wenn sie sensible Daten auch bei Reisen nur über VPN-Verbindungen vom heimischen Server in die USA transportieren.

Man mag sich in der EU sicher fühlen, doch bedurfte es eines BGH-Beschlusses, um festzustellen, dass nur aus der Verschlüsselung selbst keine Rückschlüsse auf „terroristische Aktivitäten“ gezogen werden. So weit ist es also nicht her mit der konkreten Gewinnung von Verdachtsmomenten.

Heute gibt es Router mit eingebauten VPN-Servern bereits ab 60 Euro, eine feste IP für wenige Euro im Monat. Zusammen mit den aufkommenden Mini-Arbeitsgeräten für 300-500 Euro, bietet sich hier eine interessante Alternative für kleine und grosse Büros, deren Angestellte regelmässig reisen.

6 Gedanken zu „Zugriff auf Rechner“

  1. …wobei sich daraus die Frage ableiten läßt, wie weit man bei US-Herstellern von VPN-routern dann noch vertrauen darf, daß das VPN keine Hintertüren hat…

    Sch**ß-Paranoia… 😉

  2. Ich würde ja sagen, dass ich schlicht und ergreifend nicht in die USA fahren werde. Nur befürchte ich, dass derartige Kontrollen in Europa auch in greifbarer Nähe sind – z.B. bei einer allgemeinen Polizeikontrolle.

  3. Für knapp 10 Euro kann man sich auch einen vServer im Monat leisten, der als VPN-Server dienen kann! 😉 (ACHTUNG: Nur bei wenigen Anbietern möglich!)
    So kann man auch den heimischen oder Büro-PC locker verbinden, kann Seiten hosten und hat eine feste IP. Wäre auf jeden Fall eine Alternative zum Router mit VPN-Server. Im übrigen bin ich der Meinung, sollte man sensible Daten eh nicht auf einem Notebook mitnehmen, wenn man auf Reisen ist! 🙂

  4. Das ist eine gute Idee – aber einige (wie wir) lagern Daten nur im eigenen Büro auf eigenen Servern und da ist der VPN vor Ort sinnvoller.

  5. Ich haben nen WRT54GL von Linksys fuer 54 Euro, den ich mit openwrt geflasht hab. Laeuft wunderbar, laesst sich wunderbar mit basteln, ne Menge power, stabil und fuer die unterschiedlichsten Dinge einsetzbar. Bei mir laeuft z.B. neben normalen Router/W-LAN-Funktionen noch nen SSH-Server, OpenVPN und Kismet.

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