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Was soll das?

Die Presselandschaft fängt an zu nerven. Wenn man etwa bei SPON einen Artikel zum Versuch der hessischen SPD liest, via Internet Wahlkampf zu betreiben, der dann endet mit

Wer den Web-Wahlkampf will, muss auch seine derben Nebenprodukte in Kauf nehmen.

Ja, und? Wenn ich den inhaltsleeren Artikel lese frage ich mich eins: Was wollt ihr denn? Ich kann genausogut schreiben, dass es unmöglich ist, politisch aktiv zu sein, ohne dass irgendein Journalist seine mitunter fragwürdige Einschätzung dazu abgibt – das ist aber kein Grund zur Kritik, gleich in welche Richtung.

Es wird in Hessen, sicherlich vor dem Hintergrund der nackten Verzweiflung, ein kleines Stückchen eines neuen Weges gegangen. Unabhängig wie ich zu den Beteiligten stehe: Ich bin dankbar, dass man sich endlich ein bisschen traut. Lange Zeit erschien es ja so, als wären die „Kanzlerinnen-Podcasts“ das höchste, was unsere politische Landschaft mit Bezug auf das Internet hervorbringen konnte. Dass natürlich ausgerechnet die Presse ein Problem damit hat, wenn man ohne sie Wahlkampfs betreibt, steht auf einem anderen Blatt. Das zu hinterfragen ist heute Aufgabe von Bloggern.

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