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Was ist los bei XING?

Das Schnüffelblog macht darauf aufmerksam, dass man bei XING angeblich effektiv Fake-Profile entlarven kann:

Richtig ist: Es wurde am o6.o6.2008 ein Testprofil erstellt, also ein Fake. Die Personalien waren erfunden, die Adresse gibt’s wirklich. Der Account wurde nach Erstellung einmal für ca. 15 Minuten testweise genutzt, danach nicht mehr.
Und (nur) fünf Tage später kommt o.a. e-mail. Was sagt uns das ???

Ich habe die AGB und Datenschutzbestimmungen bei XING überflogen: Einen Hinweis auf einen Datenabgleich mit einer Auskunftei habe ich nicht gefunden. Alleine dieser ominöse Hinweis, der mich etas nervös macht:

XING behält sich jedoch vor, die Log-Dateien nachträglich über die letzte bekannte IP-Adresse von solchen XING-Mitgliedern zu überprüfen, bei denen aufgrund bestimmter Tatsachen der Verdacht besteht, dass diese die XING-Websites und/oder die XING-Dienste gesetzes- oder vertragswidrig nutzen.

Das alleine mag seltsam genug sein, doch ich empfehle einen Blick in die AGB. Dort nennt XING nämlich „wichtige Gründe“ die seitens XING eine Kündigung erlauben, und man lese und staune in Punkt 6, was da so steht:

Wichtige Gründe sind insbesondere die folgenden Ereignisse: […] der Ruf der auf den XING-Websites angebotenen Dienste wird durch die Präsenz des Nutzers erheblich beeinträchtigt (z. B., wenn sich nach Registrierung des Nutzers herausstellt, dass der Nutzer wegen einer vorsätzlichen Straftat rechtskräftig verurteilt ist und anderen Nutzern diese Verurteilung bekannt ist); […] der Nutzer ist Mitglied einer Sekte oder einer in Deutschland umstrittenen Glaubensgemeinschaft.

Ob sich letzteres mit dem immer noch viel zu unbekannten §19 AGG vereinbaren lässt, kann und will ich hier nicht bewerten. Die Ausschlussgründe als solche empfinde ich persönlich schon als kritikwürdig, auch wenn sie rechtlich vielleicht OK sein mögen.

4 Gedanken zu „Was ist los bei XING?“

  1. Man kann schon nach den vielen Jahren Internet und XING Fakes schnell entlarven. 1. Bilder: man sieht auf Anhieb, welches Bild tatsächlich einem echten Profil entsprechen könnte oder nicht. 2. Postings beobachten: gleiche Themen/gleicher Wortschatz hinter mehreren Profilen. 3. Geheimsprache bei Postings zwischen verschiedenen Profilen. Am plastischsten macht es das Wortwerk auf XING vor, wo tausende Mitglieder rein beobachten, was die ca. 10-20 aktiven Profile da im Wechsel veranstalten. Es gibt immer wieder neue aktive Profile, die sich jedoch schnell entlarven aus v.g. Merkmalen; also stehen immer die gleichen Personen dahinter.

  2. Schaut Euch doch nur mal das Profil von Anna Biel an:
    http://www.xing.com/profile/Anna_Biel

    – Sexy Foto
    – die passenden Gruppen
    – kein vollständiger Lebenslauf

    und das beste: Sie arbeitet für ein E-mailmarketing Unternehmen! Bei über 2000 (unwissenden) Kontakten eine optimale Vermarktungsplattform!

    Ich sag nur: Sex sells!

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