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BigBrotherAwards 2009: „Wir suchen Datenschutzsünder!“

Eine Meldung vom Foebud: Im Oktober findet zum 10. Mal die Verleihung der BigBrotherAwards statt. Dieser Negativ-Preis brachte schon lange vor den Skandalen bei Lidl, Telekom, Bahn und Co. das Thema Datenschutz in die Schlagzeilen. Bis zum 15. Juli 2009 können noch Vorschläge für „Datenkraken“ eingereicht werden.

Ist Ihnen als wache Bürgerin und verantwortungsbewusster Mensch ein Datenschutzübergriff aufgefallen, egal ob am Arbeitsplatz oder im sonstigen Leben? Sind Sie selbst betroffen? Wissen Sie von schwarzen Listen über unbequeme Arbeitnehmer? Werden Sie z.B. als IT-Experte zu Dingen verpflichtet, die sich mit Datenschutz und einem guten Gewissen nicht vereinbaren lassen? Haben Sie Kenntnis von geplanten Überwachungsmaßnahmen einer Behörde? Wie steht es mit der Datenverarbeitung im Ausland bei den Adressenhändlern?

Die BigBrotherAwards wollen es wissen! Helfen Sie, Datenschutzsünder ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen! Ihre Information sollte konkret und belegbar sein. Die BigBrotherAwards sichern Ihnen Vertraulichkeit zu.

Einsendeschluss: 15. Juli 2009 (Die Verleihung der BigBrotherAwards findet am 16. Oktober 2009 in Bielefeld statt.) – Kontaktinformationen hier

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Auch Drogeriekette Müller sammelt Gesundheitsdaten

Die Zeit berichtet online:

Nach Berichten der Süddeutschen Zeitung fragt auch die Drogeriekette Müller bei ihren Mitarbeitern Informationen über Krankheiten ab. Nach Lidl und Daimler wäre das der dritte Vorfall in Sachen Datenschutz.

Die 18.000 Beschäftigten müssen dem Unternehmen regelmäßig Auskunft über ihren Gesundheitszustand geben. Wer wegen Krankheit ausfällt, wird nach seiner Rückkehr zu einem Gespräch mit dem Vorgesetzten zitiert, berichtet ein Mitarbeiter in der Süddeutschen Zeitung. Auch der Gewerkschaft ver.di liegen Hinweise auf illegale Gesundheitsakten vor.

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Lidl führte geheime Krankenakten über Mitarbeiter?

Kurzmeldung via SPON:

Es war ein zufälliger Fund, doch er hat es in sich: In einem Mülleimer einer Autowaschanlage in Bochum wurden Hunderte von internen Unterlagen des Lebensmitteldiscounters Lidl entdeckt. Sie zeigen: Das Unternehmen hat die Krankheiten seiner Mitarbeiter systematisch protokolliert und festgehalten. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE setzte Lidl offenbar bundesweit Formulare ein, in denen der „Grund der Krankheit“ von Mitarbeitern eingetragen werden sollte.

So steht dort über eine Mitarbeiterin, die im Juni vergangenen Jahres krank geschrieben war: „Will schwanger (werden). Befruchtung nicht funktioniert“. Über eine andere Mitarbeiterin, die ebenfalls im Juni krank gemeldet war, findet sich als Grund nur „Psychologe“ und unter anderem die Anmerkung „Kündigung zum 31.7.08“. […] Am spektakulärsten aber sind die Namenslisten aus einzelnen Filialen, in denen die Krankheiten der Mitarbeiter säuberlich notiert sind. Von Grippe, Rückenleiden und Bluthochdruck bis zu Klinikaufenthalten, künstlichen Befruchtungen und privaten Problemen.

Anmerkung: Schlimm ist das sicherlich. Interessant, dass aber nicht thematisiert wird, dass diese Daten auch noch über eine Mülltonne ungeshreddert entsorgt wurden. Für diesen Lapsus muss man zwar sicherlich schon fast dankbar sein – da es sonst nicht aufgefallen wäre – dennoch wieder ein Hinweis, Daten vernünftig zu entsorgen.

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Bußgelder für Lidl

Es hat ein wenig gedauert, aber nach der Lidl-Affäre soll es nun Bußgelder geben. Gesprochen wird in ersten seriösen Meldungen von sehr hohen Summen die da auf Lidl zu kommen:

Allein Niedersachsens Datenschützer fordern wegen der unzulässigen Überwachung der Discounter-Mitarbeiter noch in diesem Monat rund 700.000 Euro Bußgeld. Es handle sich um 60 bis 70 Bußgeldverfahren über je 10.000 Euro […] Insgesamt gehe es um einen einstelligen Millionenbetrag. Lidl kündigte am Sonnabend an, die festgesetzten Bußgelder „mit großer Wahrscheinlichkeit ohne Widerspruch“ zu akzeptieren.

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News zum Datenschutz (12/2008)

Wieder gesammlte News rund um den Datenschutz, diesmal mit: Gerling, der Telekom, der finnischen Polizei und munterem Austausch biometrischer Daten in GB.

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Meldungen zum Datenschutz (1/2008)

In diesem Artikel gibt es eine Auswahl aktueller Meldungen und News rund um das Thema Datenschutz. Es ist eine Art „Pressespiegel“ und „Blogschau“.

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Überwachung im Arbeitsalltag

Ein Artikel bei Spiegel spricht an, was viele Datenschützer schon länger wissen oder wenigstens vermuten:

Die heimliche Überwachung der Mitarbeiter bei Lidl hat einen Skandal ausgelöst – dabei kontrollieren Vorgesetzte bereits bei mehr als jedem dritten Arbeitnehmer unbemerkt den Computer. Auch versteckte Minikameras im Großraumbüro sind keine Seltenheit mehr.

Der Artikel kann hier gelesen werden.

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Lidl will bis auf weiteres auf Videoüberwachung verzichten

Der Lebensmitteldiscounter Lidl will nach den Bespitzelungsvorwürfen bis auf weiteres seine Filialen nicht mehr mit Videokameras überwachen. Das Unternehmen habe bereits begonnen, die Kameraanlagen in den Filialen abzubauen, teilte Lidl am heutigen Freitag mit. Die Beobachtung der Verkaufsräume solle gemeinsam mit dem früheren Bundesdatenschutzbeauftragten Joachim Jacob „grundlegend neu aufgestellt“ werden. Ziel sei es, Diebstähle zu vermeiden und aufzuklären sowie eine Erfassung auch sensibler Informationen und Daten von Kunden und Mitarbeitern „gänzlich auszuschließen“. (Quelle: Heise)

Anmerkung: Es ist schon beeindruckend. Zuerst will man ohne Kameras nicht leben können, da die Gefahr von Diebstählen zu gross, und die des Missbrauchs zu klein sein soll. Nun ist es erwiesen, dass nicht nur Mißbrauch, sondern auch horrender Mißbrauch möglich und aufgetreten ist – und plötzlich kann man ganz ohne auskommen. Der mündige Verbraucher und Bürger ist gefragt, sich eigene Gedanken hinsichtlich der Überwachungsanlagen in den anderen Einzelhandelsketten zu machen.

„Zeigen Sie Ihren Kunden und Mitarbeitern, dass Sie Datenschutz betreiben.
Nutzen Sie den Datenschutz als Ihre positive Botschaft.“

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