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Ganzkörperscanner in der Diskussion (Update)

Bereits im März 2008 habe ich auf so genannte Terrahetz-Scanner hingewiesen. Anfang Oktober 2008 habe ich darauf hingewiesen, dass durchsickert, dass die EU-Kommission aggressiv darauf hinarbeitet, diese Scanner in Europa zu forcieren. Etwa seit gestern hat das Thema nun die Mainstream-Medien erfasst. Ich spare mir nun weitere Ausführungen und gebe noch ein paar Links zum recherchieren:

Ich möchte aber drei Dinge anmerken: Zum einen sollte man nicht überrascht sein, dass die EU-Parlamentarier so strikt dagegen sind – die sind ausgesprochene Vielflieger. Allerdings werden die wenig mitzubestimmen haben, je nachdem welcher Weg eingeschlagen wird auf EU-Ebene.

Weiterhin ist es gut, dass es nun in die Tagespresse kommt, man beachte aber, wie früh hier (und in anderen Blogs!) das Thema schon angesprochen wurde. Jeder sollte dies als Hinweis nehmen, sich auch (aber nicht nur!) über Blogs zu informieren, erfahrungsgemäß werden hier solche Themen zur Zeit sehr viel früher thematisiert. Sicherlich war es aber auch ein Fehler, dass bisher nur von „Terrahertz-Scannern“ die Rede war – sowas wie „Nacktscanner“ erreicht natürlich Öffentlichkeit und Politiker schneller 😉

Als letztes möchte ich dazu raten, den obigen zweiten Link (Thema EU-Kommission) zu lesen, auch wenn der verlinkte Text in Englisch gehalten ist. Es ist sehr Eindrucksvoll.

Update: Jedenfalls in Deutschland lehnt die Regierung den Einsatz der Scanner ab, so u.a. bei SPON zu lesen.

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Terrahertz-Kamera sieht aus der Entfernung durch Kleidung

Vor ein paar Jahren wurden die ersten Geräte mit Backscatter-Röntgentechnik vorgestellt, die es ermöglichen, bei der Personenkontrolle durch die Kleidung hindurchzuschauen, um versteckte Gegenstände wie Waffen zu entdecken. Unmut erregten die Durchleuchtungsgeräte, die mittlerweile an einigen Flughäfen installiert wurden, weil das Bedienungspersonal die Menschen nackt sieht, auch wenn es sich um ein verschwommenes Bild handelt. Eine britische Firma hat nun eine Kamera vorgestellt, die mit Terahertz-Strahlung arbeitet und mit der sich über eine Entfernung bis zu 25 Meter unter die Kleidung der Menschen schauen lässt.

Da die Terahertz-Strahlung von festen Gegenständen je nach Material unterschiedlich ist, werden der menschliche Körper, Metall oder Plastik jeweils anders dargestellt. Im Prinzip könne man auch Kokain von Mehl unterscheiden und nicht nur durch Kleidung, sondern auch durch Wände durchsehen. Der Vorteil der Kamera gegenüber den herkömmlichen Scannern ist nicht nur ihre größere Reichweite, sondern sie liefert Bilder auch von sich bewegenden Menschen. Angeboten wird die Kamera auch zur Kontrolle von Menschenmengen auf Plätzen oder in Flughäfen, Einkaufszentren oder Stadien.

Da die Beobachtung aus der Ferne und möglicherweise auch versteckt geschieht, dürften die Kameras, sollten sie in öffentlichen Räumen eingeführt werden, erneut eine Diskussion über den Schutz der Privatsphäre hervorrufen. Vielen wird es nicht gefallen, wie auch immer verschwommen virtuell ausgezogen und nackt von fremden Menschen betrachtet zu werden. (Quelle: Heise)