Veröffentlicht am Kategorien NewsTags , , , , , , , Leave a comment

CCC veröffentlicht Schäubles Fingerabdruck

Der Chaos Computer Club (CCC) widmet der Diskussion um die Erfassung biometrischer Daten für Pässe und Ausweise einen besonderen Beitrag: Der Hacker-Club veröffentlichte den Fingerabdruck von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble. Der (CCC) legte seiner Vereinszeitschrift „Die Datenschleuder“ ein „biometrisches Sammelalbum für die Fingerabdrücke schnüffelfreudiger Politiker“ bei und legte zum Start gleich den Fingerabdruck des Bundesinnenministers bei.

Der Fingerabdruck wurde durch Aktivisten des CCC von einem Wasserglas sichergestellt, das Schäuble bei einer öffentlichen Veranstaltung benutzt hatte.

Damit will der CCC der Argumentation entgegentreten, die Erfassung der Fingerabdrücke sorge für mehr Sicherheit: Jeder Mensch hat maximal zehn Fingerabdrücke, die er weder ersetzen noch schmerzfrei verändern kann. Doch der biometrische Identitätsdiebstahl erfordert lediglich den Zugriff auf einen brauchbaren Abdruck (z. B. an einem Glas), eine Digitalkamera und einen Laserdrucker zum Erstellen einer Folienvorlage und etwas Holzleim für die Fingerabdruck-Attrappen. Eine einfache Anleitung für das Kopieren von Fingerabdrücken hatte der CCC bereits im Jahre 2004 veröffentlicht. (Quelle: Golem)

Veröffentlicht am Kategorien NewsTags , , , , , , , Leave a comment

EU hält an zentraler Fingerabdruck-DB fest

Eine Meldung vom ORF lässt ein altes Gespenst wieder aufleben: die Fingerabdruck Datei der EU ind er wirklich jeder Bürger erfasst sein soll:

Die Europäische Kommission verteidigt ihren Plan zur zentralen Speicherung der Fingerabdrücke aller EU-Bürger. Obwohl Europas oberster Datenschützer davor ausdrücklich warnt, bekräftigte die Kommission ihr Vorhaben am Donnerstag. Der EU-Datenschutzbeauftragte Peter Hustinx fürchtet einen Missbrauch der gespeicherten Fingerabdrücke. „In der Architektur der künftigen zentralen Datenbank werden wir genau diese Gefahr berücksichtigen“, sagte der Sprecher von EU-Justizkommissar Franco Frattini, Friso Roscam-Abbing, dazu.

Hustinx hatte kritisiert, eine zentrale Speicherung schaffe „zusätzliche Gefahren für den Schutz personenbezogener Daten“. Der Datenschutzbeauftragte bedauerte in seiner Stellungnahme zudem, dass die Kommission weder die Folgen ihres Vorschlags untersucht noch die Datenschützer wie vorgeschrieben beteiligt habe.

Der Hustinx-Bericht rügte außerdem, dass die Kommission die Altersgrenze zur Abgabe der Fingerabdrücke offenbar willkürlich wählte. Brüssel will die entsprechenden Daten aller Passinhaber zwischen sechs und 79 Jahren speichern lassen.

Neue Datensammlungen wecken auch neue Begehrlichkeiten, warnen Fachleute. Aus einer Sitzung des Innenausschusses im Europa- Parlament, der am Donnerstag hinter verschlossenen Türen tagte, war zu hören, dass US-Fahnder einen Zugriff auf die Datenbank der 24 europäischen Schengenstaaten wünschten: „Die Amis haben schon konkret angefragt“, verriet ein Sitzungsteilnehmer.

Veröffentlicht am Kategorien NewsTags , , , , , , , , , , 2 Comments

USA und Deutschland schließen Abkommen zum Datenaustausch

Deutschland und die USA haben ein Abkommen zum Informataionsaustausch zur Verbrechensbekämpfung geschlossen. Der Vertrag wurde gestern in Berlin von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, Bundesjustizministerin Brigitte Zypries, dem amerikanischen Heimatschutzminister Michael Chertoff und dem amerikanischen Justizminister Michael Bernard Mukasey paraphiert, wie das Bundesinnenministerium mitteilte.

Wenn „Tatsachen die Annahme rechtfertigen“, dass eine Person in terroristische Aktivitäten verwickelt sei oder eine Ausbildung dazu durchlaufen habe, können Daten wie Namen, Fingerabdrücke und die Verdachtsmomente hierfür übermittelt werden. Dies ist von einer Anfrage der anderen Seite unabhängig. (Quelle: Virtuelles Datenschutzbüro)

USA und Deutschland schließen Abkommen zum Datenaustausch weiterlesen

Veröffentlicht am Kategorien NewsTags , , , , , , , Leave a comment

Sichere Internetnutzung und unbeobachtete Kommunikation sind kein Widerspruch

Pressemitteilung des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit vom 12.2.2008:

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien veranstalten heute in Berlin im Rahmen des Safer Internet Day die Konferenz Sicherung der Identität in der digitalen Welt, an der auch der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Peter Schaar, teilnimmt.

Schaar erklärte: „Die digitale Welt dringt immer stärker in unser Leben ein, sei es beim Kontakt mit der öffentlichen Verwaltung (eGovernment), beim elektronischen Handel (eCommerce) oder einfach beim bloßen Surfen. Um die Sicherheit der digitalen Kommunikation zu gewährleisten, brauchen wir ein datenschutzfreundliches Identitätsmanagement. Es muss folgenden Anforderungen entsprechen:

  • Gewährleistung der Anonymität beim Surfen,
  • pseudonyme Nutzung von Internetdiensten, in denen Namen und Anschrift des Nutzers nicht erforderlich sind,
  • kein allgemeines Personenkennzeichen, sondern bereichsbezogene Ordnungsmerkmale.

Der Bundesdatenschutzbeauftragte setzte sich kritisch mit den Plänen des Bundesministeriums des Innern auseinander, in den elektronischen Personalausweis digitale Fingerabdrücke aufzunehmen.

Schaar: Es macht keinen Sinn, nur denjenigen Personen zusätzliche Sicherheitsmechanismen für das Internet zur Verfügung zu stellen, die auch ihren Fingerabdruck speichern lassen. Diese Koppelung ist weder sachlich geboten, noch ist sie geeignet, Vertrauen in den elektronischen Personalausweis zu erzeugen. Deshalb sollte auf die Aufnahme der Fingerabdrücke verzichtet werden.

Schaar warnte auch vor der Aufnahme der Steueridentifikationsnummer in ein bundesweites Melderegister: Das wäre ein weiterer Schritt hin zu einem einheitlichen Personenkennzeichen.