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Steuer-ID entpuppt sich als Fiasko

Viele werden lachen, doch es ist nicht wirklich witzig: Wie sich gerade herausstellt, funktioniert die Verteilung der bundesweiten Steuer-ID nicht mal annähernd: Namen werden vertauscht, der staatsbürgerliche Status stimmt regelmäßig nicht und selbst die ID an sich macht Probleme, wie man z.B. bei Heise liest:

Einen Hinweis darauf, dass nicht die Kommunen für den Murks verantwortlich sind, sieht Kraska auch in der komplett falschen Zuordnung von Steuernummern. Steuerberater in Stade hätten herausgefunden, dass von zehn in die Stadt versandten IDs sieben nicht von einem Prüfprogramm der Datev angenommen würden. Hier stimme also schon bei der Abfolge der elf Ziffern etwas nicht.

Äusserst sympatisch kommt da eine Meldung der Stadt Stade, die die Verzweiflung der Angestellten und das Chaos der Situation deutlich ausdrückt:

Trotz mehrerer Versuche, diese Frage gemeinsam mit dem Empfänger der Daten, dem Bundeszentralamt für Steuern, zu klären, war es bisher leider nicht möglich, die dort zuständigen Stellen zu erreichen; auch ist der ebenfalls mehrfach erbetene Rückruf von dort bisher noch nicht erfolgt.

Wahrscheinlich gibt es beim Bundeszentralamt momentan keine Möglichkeit zu reagieren, weil es dort viele Rückmeldungen gibt die es erstmal zu bewältigen gilt: Nach bisherigen Informationen sind einige Städte betroffen, das Ausmaß wird sich wohl erst in den nächsten Tagen und Wochen zeigen.

Betroffene sollten jetzt keinesfalls einfach abwarten wenn Sie einen fehlerhaften Bescheid erhalten, sondern umgehend Fehler mitteilen – sowohl telefonisch vorab als auch schriftlich. Nicht nur im eigenen Interesse, sondern auch um dieses Debakel bewusst ein wenig heiß laufen zu lassen. Für Städte und Gemeinden kann das Ganze übrigens sehr unangenehm werden: Am Ende stellt sich eine ganz konkrete Kostenfrage.

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