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So sieht er aus, der Überwachungsalltag

Für meinen Geschmack etwas harmlos, aber trotzdem zutreffend hat Spiegel Online einen „Tag des Herrn L.“ dargestellt aus dem hervorgeht, wie man heute (nicht nur) am Arbeitsplatz erfasst wird, zu finden hier.

Ich finde übrigens zunehmend, dass es ein Fehler ist, so wie der Spiegel vom „Überwachen“ zu sprechen. Wir leben (noch) in keiner Überwachungsgesellschaft, denn das setzt vorraus, dass alle Daten in irgendeiner Form (mehr oder minder zielgerichtet) auch ausgewertet werden. Vielmehr leben wir in einer „Erfassungsgesellschaft“ in der heute schon, noch eher dezentral, alles erfasst und relativ lange gespeichert wird. Erst wenn es einen Anlaß gibt, kann man dann umfassend die erfassten Daten auswerten, womit sich die allgemeine Erfassung in eine konkrete Überwachung ändert.

Es mag nur ein Wortspiel sein und sicherlich strittig, ich rede ja selbst vom Überwachungsstaat, doch ist es wieder einer der vielen kleinen Punkte, der hilft zu verstehen, warum der „normale Bürger“ die Aufregung der vielen Bürgerrechtler und Aktivisten nicht so ganz versteht – selbst nach dem „Telekom-Skandal“.

Ein Gedanke zu „So sieht er aus, der Überwachungsalltag“

  1. Dieses Erfassen ohne Auswerten ist sogar ein noch größeres Problem als es zunächst scheint. So sorgt es dafür, daß die möglichen Auswirkungen gar nicht erst bekannt werden.
    Wenn dann irgendwann tatsächlich ausgewertet werden sollte, ist es garantiert zu spät noch irgendetwas zu ändern. Aber vermutlich ist das Alles bereits eingeplant….

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