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Sexuell motivierte Kriminalität in NRW 2006

Zunehmend werden Überwachungs-Maßnahmen mit Schlagworten wie „Kinderpornographie“ oder „sexueller Mißbrauch“ zusammen genannt. Diese Schlagworte sind – neben dem Terrorismus – die hauptsächlichn Argumente für einen Ausbau von Überwachung. In diesem Zusammenhang möchte ich aus dem Kriminalitätsbericht für das Land NRW (2006) zitieren:

Sexualdelikte oft im sozialen Umfeld

Im vergangenen Jahr wurden 11 474 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung angezeigt. Das sind 623 oder 5,2 % weniger als 2005 (12.097 Fälle). Die Polizei registrierte mit 1.653 Vergewaltigungen 5,8 Prozent (101 Fälle) weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern nahm erneut ab und liegt bei 2.866, das ist ein Minus von 7,7 Prozent (-240 Fälle). Dies ist die geringste Zahl von registrierten Missbrauchstaten seit 20 Jahren.

Von den 1.585 Frauen und 75 Männer, die Opfer einer Vergewaltigung oder einer besonders schweren sexuellen Nötigung wurden, waren 270 (16,3 %) Heranwachsende, 360 (21,7 %) Jugendliche und 32 (1,9 %) Kinder. Insgesamt betrug der Anteil der unter 21-jährigen Opfer 39,9 Prozent. Die meisten Vergewaltigungen und sexuellen Nötigungen ereignete sich im sozialen Umfeld. Von den 1.660 Opfern einer Vergewaltigung oder besonders schweren sexuellen Nötigung waren 1.022 (61,6 %) Verwandte oder Bekannte der Tatverdächtigen. In 75,4 % der Fälle hatten Opfer und Tatverdächtige zumindest eine flüchtige Vorbeziehung. Mehr als 81 Prozent der Taten klärte die Polizei auf.

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