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Safer Internet Day 2008 am 12. Februar (Update)

Heute, am 12. Februar 2008 findet zum fünften Mal der Safer Internet Day statt. Dieser jährlich veranstaltete weltweite Aktionstag wurde von der Europäischen Union initiiert und steht unter der Schirmherrschaft der EU-Kommissarin Viviane Reding. Ziele des Aktionstages sind die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Thema „Sicheres Internet“ zu lenken und das Sicherheitsbewusstsein der Internetnutzer zu verbessern.

Auch in Deutschland werden anlässlich des Safer Internet Day zahlreiche Veranstaltungen stattfinden. Unter anderem veranstalten das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) und der Bundesverband der Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) gemeinsam eine Konferenz zum Thema „Sicherung der Identität in der digitalen Welt“ in Berlin, an der der Landesbeauftragte für den Datenschutz Sachsen-Anhalt, Harald von Bose, teilnehmen wird.

Wichtig ist die Stärkung der Medien- und Internetkompetenzen, zumal von Kindern und Jugendlichen. Jeder Internetnutzer ist für die Absicherung seiner Dateien, seines Rechners und seiner Kommunikation selbst verantwortlich. Leider ist Medienkompetenz keine Zugangsvoraussetzung zur Nutzung des Internets, so dass vielen Nutzern die Risiken gar nicht bewusst sind. Die hinterlassenen Datenspuren sind meist nicht mehr aus dem Netz zu entfernen und können zu immer umfangreicheren Profilen, u. U. zum Nachteil des Einzelnen, zusammengeführt werden. Ungewollte Datenfreigaben lassen sich nur durch eine bewusste, mit Wissen abgesicherte Internetnutzung, verhindern. Darauf haben der Landesbeauftragte und seine Mitarbeiter bereits anlässlich des 2. Europäischen Datenschutztages am 28. Januar 2008 im Unterricht in einzelnen Schulen aufmerksam gemacht.

Der Safer Internet Day stellt erneut das Thema Sicherheit für einen Tag in den Mittelpunkt und gibt allen Interessierten die Möglichkeit, sich darüber zu informieren. Auch für Laien ist es möglich, durch einfache und kostengünstige Maßnahmen wie Softwareaktualisierungen, Einsatz von Antivirensoftware, aktuelle Webbrowser und Firewalls das Interneterlebnis abzusichern und böse Überraschungen weitgehend zu vermeiden. Weitere praktische Tipps finden Sie auf der Homepage des Landesbeauftragten für den Datenschutz unter www.datenschutz.sachsen-anhalt.de.

Dazu ein aktueller Bericht heute auf Heise.de:

27 Jugendliche aus neun europäischen Ländern hat die EU Kommission zum fünften Safer Internet Tag nach Brüssel geladen, damit sie Politikern und den anwesenden Telekommunikationsunternehmen ihre Vorschläge für ein „kindersicheres“ Internet präsentieren. Ganz oben stand bei den 14- bis 17-Jährigen der Wunsch nach besser ausgebildeten Lehrern. Insgesamt 55 Länder haben sich mit verschiedenen Aktionen am Safer Internet Day beteiligt.

„Lehrer müssen erst unterrichtet werden, was sie unterrichten sollen,“ sagte einer der jungen Nutzer aus den Niederlanden. Keiner der Jugendlichen in seiner Arbeitsgruppe, die sich mit dem Bereich Aufmerksamkeit für Probleme im Internet befasst hatte, hatte in seiner Schule schon einmal etwas über den sicheren Umgang mit Web 2.0, Chat oder Handy gehört. „Wir wollen keine Liste mit zehn Sicherheitstipps. Verschwenden Sie kein Geld für TV-Spots, sie erreichen die Jugendlichen nicht. Wir empfehlen, dass man die Schulen mehr in die Pflicht nimmt“, fordern die Jugendlichen. Vertreter von Vodafone und MySpace kündigten eine spezielle Website mit Anregungen und Materialien für Lehrer in den kommenden Wochen an. Gespräche mit den Anbietern von Social-Networking-Plattformen stehen laut Verbraucherschutzkommissarin Meglena Kuneva für 2008 auf der Agenda der Kommission.

Weiterhin ein Hinweis auf eine Veranstaltung des BSI bei Heise:

Am Vortag des heutigen Safer Internet Day hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nach Bonn eingeladen, um über die Internetsicherheit und Aufklärung der Nutzer zu diskutieren. Obwohl sich die verschiedenen Organisationen auf dem richtigen Weg wähnen, sehen sie nur wenige Fortschritte auf dem Weg zu einem sicheren Internet.

Stefan Grosse vom Bundesinnenministerium zog eine ernüchternde Bilanz der Aufklärungsbemühungen: „Die Nutzer sind immer noch weit weg von dem, was wir uns vorstellen.“ Die fortschreitende Verbreitung von Spam und Schadprogrammen führt er auch auf eine neue Qualität der Angriffe zurück. Mittlerweile sei die organisierte Kriminalität durchweg im Online-Bereich tätig. Hinzu kämen weitere Faktoren: „Monokulturen haben noch nie etwas für die Sicherheit gebracht“, sagte Grosse. Die Hersteller sollten deutlich mehr in die Pflicht genommen werden, um für Computersicherheit zu sorgen. Wenn der durchschnittliche Bürger nicht in der Lage sei, eine Firewall zu administrieren, sei das nicht unbedingt die Schuld des Anwenders.

Das BSI selbst sieht sich auf dem richtigen Weg. Beim Workshop in Bonn feierte das Amt gleich den fünften Geburtstag des Angebots BSI für Bürger, mit dem das Amt Privatanwender über die Gefahren im Internet aufklären will. Als Erfolg des BSI wertet Referatsleiterin Anja Hartmann das Ergebnis einer Umfrage, wonach sich 83 Prozent der Anwender über Sicherheitsfragen informiert fühlen. Allerdings fühlen sich nur 41,4 Prozent gut informiert, dieser Wert ist in den letzten Jahren sogar zurückgegangen.

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