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Polizeigewerkschaft fordert Kreditkarte mit Lichtbild

Die Geschichte mit den 21 Mio kursierenden Daten weckt nun auch die letzten Hinterbänckler auf. Die GdP spricht an, was wenigstens Diskussionswürdig, wenn auch unnütz ist:

Als konkrete Maßnahmen forderte Freiburg unter anderem Kreditkarten künftig mit einem Lichtbild des Eigentümers zu versehen sowie verlässliche Sperren für Kontenverbindungsdaten, vor allem bei Lastschriftverfahren, die ohne Unterschrift oder Geheimnummer funktionieren.

Die CSU bolzt natürlich direkt mit qualitativen Sprüchen:

Stephan Mayer, innenpolitischer Sprecher der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, wehrte sich jedoch dagegen gleich „ganze Wirtschaftszweige“ unter „Generalverdacht“ zu stellen.

Klar, wenn dann bitte nur Generalverdacht gegenüber Bürgern (Vorratsdatenspeicherung) oder den Kunden („Bitte lassen sie Ihre Tasche im Auto“). Noch besser ist nur das hier vom CSUler Mayer:

Der CSU-Politiker verlangte, streng zwischen „kriminellen Machenschaften“ und legalen wirtschaftlichen Aktivitäten zu trennen.

Was für eine Erkenntnis. Das Beeindruckende ist, dass unsere Politiker für solche Erkenntnisse ja auch noch bezahlt werden – das soll dann aber auch schon der Beitrag zum Thema gewesen sein.

Schön ist, dass nun an jeder Ecke erklärt wird, dass an erster Stelle „Schutz“ Betroffener stehen sollte – leider aber fehlen praktische Vorschläge, also wie das aussehen soll. Könnte daran liegen, dass weiterhin die Politik „alleine spielt“. Wo bleibt der Ideenwettbewerb zum Thema – der bitte nicht von Unternehmen wie der Telekom (Stichwort De-Mail) beherrscht wird? Datenschützer, etwa beim CCC, dürften sehr schnell Anregungen parat haben – die werden aber bekanntlich nur vom BVerfG befragt.

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