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Parteiliches Selbstverständnis: Internetpartei SPD!?

Was geht in den Köpfen der SPDler nur vor? Ich habe einen Trackback von einem SPD-Blog nach hier erhalten (klar, kaum schreibe ich einmal was halbwegs positives zur SPD schon gibt es einen Trackback) und den mal gelesen. Da lese ich doch allen ernstes:

Gerade hatte die CDU eine Pressemitteilung herausgegeben, in der sie behauptete die modernste Internetpartei Deutschlands zu sein […] da zeigt ihr die SPD das sie in Sachen Web 2.0 die Nase immer noch vorn hat: Der SPD-Generalsekretär Hubertus Heil twittert aus Denver.

Ihr spürt wirklich nichts mehr: Ein einzelner SPDler nutzt Twitter und schon ist man die „Internetpartei“ und hat „die Nase vorn in Sachen Web 2.0“? Da braucht es schon ein bisschen mehr, vor allem beim eigenen Zensur-Verständnis. Die Hinterwäldler der Piratenpartei, die ja auch gerade das Internet entdecken und erste Schritte wagen, finden da hoffentlich bald den Anschluss – bisher setzen die ja nur auf offene Wikis in denen sich jeder Beteiligen kann und zentrale Propaganda bei Diensten wie Heise & Co in den Kommentaren. Im Vergleich zu den PPlern oder den zaghaften Versuchen der Grünen darf sich eine Partei, bei der ein Einzelner twittert natürlich als Vorreiter in Sachen Internetpartei schimpfen, keine Frage. Deswegen finden wir auch so viele SPD-Abgeordnete bei XING…

Was kommt als nächtes? Dass die Partei, die bei irgendwas um die 20% rumkrebst und ca. 450.000 Mitglieder hat (bei über 60 Millionen Wahlberechtigten und 80 Millionen Einwohnern) sich als Volkspartei bezeichnet?

2 Gedanken zu „Parteiliches Selbstverständnis: Internetpartei SPD!?“

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