Veröffentlicht am Kategorien NewsTags , , , , 1 Comment

Die Waffen der Terror-Fahnder (Update)

Icon - MovieDas Thema „Terror“ ist nicht nur allgegenwärtig, sondern auch noch rhetorische Allzweckwaffe im politischen Alltag wenn es um die Begründung neuer „Sicherheitsmaßnahmen“ geht.

Am Samstag dem 16.2.08 gibt es dazu auf dem WDR eine Ausgabe von Quarks & Co.:

Kaum ein Tag, an dem nicht irgendwo auf der Welt ein Terroranschlag verübt wird. Es kann jeden jederzeit treffen – so das allgemeine Gefühl seit 9/11, dem Anschlag auf das World Trade Center in Manhattan am 11. September 2001.

Doch wie groß ist tatsächlich die Gefahr für uns, Opfer eines Terroranschlags zu werden? Quarks & Co stellt u. a. die neuesten Waffen der Terror-Fahnder vor und zeigt, warum viele Antiterrormaßnahmen uns nicht schützen.

Update: Die Sendung ist zwar gelaufen, doch inzwischen steht sie auch kostenlos beim WDR zum Download im Podcast, zu finden hier.

Download der Sendung für Zuhörer: Die Sendung kann man sich hier bei mir kopieren. Aber Achtung: Die Datei ist mit einem Passwort geschützt, das Passwort nenne ich nur bei meinen Vorträgen, es handelt sich also um einen Service für Zuhörer von mir. Ohne das Passwort können Sie sich den 100 MB Download sparen.

Veröffentlicht am Kategorien NewsTags , , Leave a comment

Sächsische Polizei testet „fliegendes Auge“ für die Beweissicherung

Die sächsische Landespolizei hat am heutigen Freitag mit dem Test eines Quadcopters begonnen, der aus einer Höhe von etwa 50 Metern die Beweissicherung am Boden unterstützen soll. Das von der Kreuztaler Firma Microdrones gelieferte 65.000 Euro teure Gerät wird in Sachsen „SensoCopter“ genannt. Es soll ein Jahr lang in wechselnden Ausstattungsvarianten (Videokamera, hochauflösende Fotokamera und andere Geräte) unter verschiedenen Einsatzbedingungen getestet werden. Bewährt sich das System bei der Erstellung von Lagebildern in Echtzeit und vor allem bei der Identifizierung von Fußball-Hooligans, will der Freistaat weitere Exemplare der nahezu lautlos (unter 63 dBA) fliegenden Geräte ordern. (Quelle: Heise)

Veröffentlicht am Kategorien NewsTags , , Leave a comment

Zu erwartende Urteil des BVerfG

Die ersten Termine stehen fest: Am 27.2.08 wird das BVerfG zur Online-Durchsuchung urteilen, am 11.3.08 zum Kennzeichen-Scanning und „Im März“ ergeht die Entscheidung bzgl. des eingereichten Eilantrags wegen der Vorratsdatenspeicherung.

Veröffentlicht am Kategorien Kommentar, PraxisTags , , , 2 Comments

Drucker-Markierungen

Es gibt Dinge, die sind einfach zu unbekannt – z.B. dass unsere Drucker gerne festhalten, dass sie die Urheber mancher Werke sind. Das Bedürfnis ist alt, so hat die Forensik schon vor Jahrzenten angefangen, aufgrund des typsichen Schriftbildes ein Schreiben einer bestimmten Schreibmaschinenserie und sogar ganz bestimmten Schreibmaschinen zuzuordnen. Das mag sicherlich notwendig sein, kritisch wird es nur, wenn – wie geschehen – die Industrie hilft, indem viele Drucker ihre interne Seriennummer in Ausdrucken verstecken.

Drucker-Markierungen weiterlesen

Veröffentlicht am Kategorien NewsTags , , , , , Leave a comment

c’t magazin.tv: Datenschutz auf der Strasse

Hinweis auf die aktuelle Sendung von c’t magazin.tv:

Außerdem wollte das c’t magazin.tv wissen, wie auskunftsfreudig Passanten sind, und hat einen c’t-Reporter ausgeschickt. Dieser hat unter einem Vorwand auf einer Einkaufsstraße Daten gesammelt. Das Erschreckende: Fast alle Befragten gaben bereitwillig Antwort und zeigten gerne Personalausweis und Kontokarten her. Auch der Bitte um eine Haarprobe für die DNA-Analyse kamen viele Passanten ohne Zögern nach. Die gesammelten Daten hätten ausgereicht, um Konten zu plündern, falsche Verträge zu besiegeln oder ein genaues persönliches Profil anzulegen.

Erstmals am Samstag um 12.30h auf hr, weitere Sendezeiten in der Meldung.

Veröffentlicht am Kategorien NewsTags , , , , , , , 2 Comments

E-Personalausweis soll Pseudonym-Funktion erhalten

Der geplante elektronische Personalausweis soll nach Angaben des Bundesinnenministeriums (BMI) eine Pseudonym-Funktion erhalten. So sollen sich Bürger im Netz identifizieren können, „ohne ihre personenbezogenen Daten offen legen zu müssen“, schreibt der parteilose BMI-Staatssekretär August Hanning an die innenpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Gisela Piltz (Brief als PDF-Dokument). Auf einem RFID-Chip im neuen Personalausweis soll auch ein Zertifikat gespeichert werden, das der „gegenseitigen Authentifizierung“ von Diensteanbietern und Surfern diene, schreibt der Staatssekretär.

Online-Dienste, die eine Identifizierung mittels E-Ausweis anbieten, könnten Surfern ermöglichen, dies per Pseudonym zu tun, erklärte dazu eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums auf Nachfrage von heise online. Dabei werde aus der Nummer des elektronischen Personalausweises und einer Nummer, die der angefragte Online-Dienst liefert, eine Zeichenfolge generiert. Dieses Pseudonym garantiere einem Online-Dienst wie etwa eBay, dass sich dahinter „ein realer Mensch“ verberge, der seine Identität mit dem Ausweisantrag bereits belegt hat. Der Ausweisinhaber könne bei E-Business und E-Government-Diensten verfizierte Angaben machen – etwa Adresse, Alter oder Wohnort –, ohne seinen Namen preis zu geben.

Dies diene dem Schutz der informationellen Selbstbestimmung, sagte die BMI-Sprecherin: „Das ist der höchste Datenschutz, den man sich denken kann.“ Denn aus dem Pseudonym sei es mathematisch nicht möglich, „auf die reale Person zurückzurechnen“. Da zudem jeder Online-Dienst, der die Identifikation per E-Ausweis unterstütze, ein eigenes Pseudonym generiere, sei es auch nicht möglich „übergreifende Benutzer-Profile“ zu erstellen, erkärte die Sprecherin: „Damit wird das Tracking von Internet-Nutzern verhindert.“ Mit der technischen Umsetzung der Pseudonym-Funktion ist das Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik beauftragt.

Welche personenbezogenen Daten an welche staatlichen oder privaten Online-Dienste übermittelt werden, schreibt Staatssekretär Hanning weiter, liege „in der freien Entscheidung der Bürgerinnen und Bürger“. Denn alle Daten müssten vom Ausweisinhaber mit einer PIN freigegeben werden.

Quelle: Heise

Veröffentlicht am Kategorien UrteileTags , , , , Leave a comment

LG Hamburg setzt hohe Hürden bei der E-Mail-Überwachung

Icon - LawIn einem Urteil des LG Hamburg ging es um die Frage, wie E-Mails zu bewerten sind, die auch nach dem Lesen dauerhaft in der Mailbox des Nutzers beim Provider verbleiben. Ermittler dürfen auf alle E-Mails nach Ansicht des Gerichts nur unter den strengen Voraussetzungen des Paragraphen 100a StPO zugreifen, egal ob die Nachrichten als nicht abgeschlossene Telekommunikation gelten, also noch gar nicht gelesen oder dort beim Provider nach dem Lesen nur noch gespeichert sind (LG Hamburg, Beschluss vom 8.1.2008, Aktenzeichen 619 Qs 1/08). Das Fernmeldegeheimnis solle ungestörte, weil unbeobachtete Telekommunikation gewährleisten. Das Bedürfnis nach solchem Schutz bestehe auch dann, wenn der E-Mail-Empfänger die Nachrichten dauerhaft auf dem Server des Providers belasse, erläutern die Hamburger Richter. Ohnehin sei von außen auch nicht erkennbar, welche Nachrichten bereits gelesen seien und welche nicht. (Quelle: Heise)

Veröffentlicht am Kategorien Kommentar, NewsTags , , , Leave a comment

Eilantrag über VDS im März zur Entscheidung

Heise berichtet, dass der Verfassungsrichter Papier durchblicken liess, man solle eine Entscheidung über den Eilantrag zur VDS erst im März erwarten.

Persönlicher Kommentar: Meines Erachtens ist dies selbst für das BVerfG eine sehr bemerkenswerte Dauer, immerhin liegt der Antrag seit dem 31.12.2007 im Briefkasten und ist somit wenigstens am 2.1.2008 zugegangen. Ich gehöre bekanntermaßen zu den wenigen Stimmen, die prognostiziert haben, dass der Eilantrag so sicher nicht ist und auch das Verfahren in der Hauptsache wahrscheinlich anders enden wird als viele glauben. Die aktuellen Entwicklungen lassen mich von meinen Vorraussagen nicht abrücken, man sollte sich lieber darauf einstellen, dass der Eilantrag abgelehnt wird. Falls ich mich irre, kann man sich hinterher immer noch freuen. Bis dahin würde ich raten, Ruhe einkehren zu lassen und auch darüber zu sinnieren, ob man vielleicht an dem ein oder anderen Punkt Unklug gehandelt hat bei der Behandlung der Verfassungsbeschwerde gegen die VDS.