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Lidl will bis auf weiteres auf Videoüberwachung verzichten

Der Lebensmitteldiscounter Lidl will nach den Bespitzelungsvorwürfen bis auf weiteres seine Filialen nicht mehr mit Videokameras überwachen. Das Unternehmen habe bereits begonnen, die Kameraanlagen in den Filialen abzubauen, teilte Lidl am heutigen Freitag mit. Die Beobachtung der Verkaufsräume solle gemeinsam mit dem früheren Bundesdatenschutzbeauftragten Joachim Jacob „grundlegend neu aufgestellt“ werden. Ziel sei es, Diebstähle zu vermeiden und aufzuklären sowie eine Erfassung auch sensibler Informationen und Daten von Kunden und Mitarbeitern „gänzlich auszuschließen“. (Quelle: Heise)

Anmerkung: Es ist schon beeindruckend. Zuerst will man ohne Kameras nicht leben können, da die Gefahr von Diebstählen zu gross, und die des Missbrauchs zu klein sein soll. Nun ist es erwiesen, dass nicht nur Mißbrauch, sondern auch horrender Mißbrauch möglich und aufgetreten ist – und plötzlich kann man ganz ohne auskommen. Der mündige Verbraucher und Bürger ist gefragt, sich eigene Gedanken hinsichtlich der Überwachungsanlagen in den anderen Einzelhandelsketten zu machen.

Ein Gedanke zu „Lidl will bis auf weiteres auf Videoüberwachung verzichten“

  1. Ich stelle zudem fest, wie zunehemdn ungeniert von Kassierern versucht wird, in Taschen oder Körbe zu sehen – ein abstoßendes Verhalten, das jeder Kunde mit einem lauten „Ich stehle nicht“ quittieren sollte. So wenig wie der Staat seinen Bürgern gegenüber einen Generalverdacht erheben darf, so wenig darf der Verkauf dies seinen Kunden gegenüber tun. Früher war der Kunde König – heute ist er nur noch Konsument und potentieller Dieb.

    Man merkt es an Kleinigkeiten: Noch vor 10 Jahren waren überall auf Parkplätzen Hinweise „Bitte lassen Sie keine Wertsachen im Auto“. Heute findet man an jedem kleinen Einkaufsladen den Hinweis „Bitte lassen Sie Ihre Tasche im Auto“. Mein Rat: Tun Sie dies. Und mit der Tasche auch gleich das Geld zum bezahlen – kaufen Sie dann lieber woanders ein.

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