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Keine Kriminalität mehr?

Es ist erschreckend wie schnell man vergisst. Und in einer Zeit, in der alle gerne Orwell zitieren, stolpere ich im aktuellen Buch von Naisbitt über einen Absatz zu Arthur C. Clarke, den ich früher gerne gelesen habe – vor allem die Odysee-Reihe. Wahrscheinlich zu früh, sonst wäre es mir selbst schon früher aufgefallen:

In seiner Vision des 21.Jahrhunderts prognostizierte er den ersten menschlichen Klon für das Jahr 2004, die Schließung der letzten Kohlebergwerke für das Jahr 2006 und die praktisch vollständige Beseitigung der Kriminalität durch elektronische Überwachungssysteme für das Jahr 2010.

Wer die treffenden und richtigen Analysen des Arthur C. Clarke gelesen hat, liest den letzten Teil des Satzes mit einer Gänsehaut.

2 Gedanken zu „Keine Kriminalität mehr?“

  1. Tja, was der gute Herr wohl nicht bedacht hat ist, dass die totale Überwachung und damit das große Datensammeln auch neue Kriminalität schafft…

  2. Die staatliche Kriminalität – also das Eindringen in die Privatssphäre und die verbürgten Rechte des Bürgers – kann man einfach und schnell umdefinieren und damit die „Kriminalität“ beseitigen.
    Und die Konzerne… nunja, da kommen immer wieder Erinnerungen an die alten Shadowrun-Zeiten auf. Megakonzerne, die quasi ein eigenes Recht für sich beanspruchen und das kraft eigener Wirtschaftsmacht weitgehend durchsetzen.

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