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IPod-Kontrollen auf dem Flughafen

Futurezone berichtet:

Hinter verschlossenen Türen verhandeln EU-Kommission und US-Behörden über ein neues Copyright-Abkommen, das Tauschbörsenbenutzer kriminalisiert. Zoll und andere Behörden sollen auch in Europa anlasslos Laptops, iPods und andere Datenträger nach „illegalen“ Inhalten durchsuchen können.

Der gesamte Artikel ist lesenswert und sicherlich ist das Vorhaben empörend. Aber: In der Praxis wird es wertlos sein. Es wäre sicherlich der letzte Anlaß, damit endlich jeder anfängt seine Festplatte komplett zu verschlüsseln (Urteile, dass man sein Passwort nicht herausgeben muss und sogar vergessen darf gibt es inzwischen aus den USA, England und Deutschland). Weiterhin wird es so laufen wie heute bei Anziehsachen, die man bei der Rückkehr aus den USA ja verzollen muss: Etiketten entfernen, einmal tragen und in die Schmutzwäsche stopfen. So wie in diesem Beispiel wird auch bei (vermeintlich) kopierten Musikdateien der Zoll vor ganz praktischen Problemen stehen – zumal Shops wie iTunes inzwischen ohne DRM Musik verkaufen.

Es bleibt die abstossende Vorstellung, dass man seinen Laptop zur „Durchsuchung“ jedem Zöllner anbieten muss. Die Tatsache, dass dies -wie gerade dargestellt- ohnehin zu keinen „Fahndungserfolgen“ führen kann macht den Grundrechtseingriff nur schlimmer, da nicht mehr zu rechtfertigen. Wobei ein offensichtliches Lobby-Übereinkommen ohnehin nicht zur Rechtfertigung taugt.

2 Gedanken zu „IPod-Kontrollen auf dem Flughafen“

  1. toll und meine privaten bilder etc. dürfen die lustmolche und spanner sich gleich mit angucken. datenschutz sag lebwohl, es lebe der gläserne bürger!

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