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iPhone: Kritik ja, verteufeln nein.

In der letzten Woche gab es gleich mehrere Artikel mit dem Hinweis auf „Schnüffelfunktionen“ im iPhone, dazu nur der Heise-Artikel. Man mag die berichteten Umstände jedenfalls kritisch betrachten, vielleicht osgar von einem Sicherheitsproblem sprechen – sollte es aber (noch) nicht überbewerten. Es geht vielmehr um ein allgemeines Problem, kein iPhone-spezifisches.

Es ist eine allgemeine Erkenntnis, dass einfach gelöschte Dateien wieder hergestellt werden können. Ebenfalls ist es ein Problem, wenn man auf einem kleinen handlichen Gerät unverschlüsselt höchstpersönliche Daten von sich und Dritten aufbewahrt – sei es ein iPhone oder ein USB-Stick.

Ich denke, die berichtete Methode (das wiederherstellen temporärer Screenshots) hat insofern Honoration verdient, als dass sie schlichtweg mal was neues ist und demonstriert, das man bei neuen Techniken auch neue Gefahren vorfindet. Ausgerechnet deswegen aber das iPhone als durchweg unsicher zu bezeichnen erscheint mir dann doch aber etwas überzogen und man sollte das meiden.

Fakt ist, dass wir zunehmend Risiko-Potential vorfinden: Ich brauche keinen Screenshot aus dem SMS-System zu rekonstruieren, wenn gesendete SMS bei jedem Handy im Postausgang verbleiben. Der Screenshot des Map-System ist langweilig, wenn man ohnehin mit geringen Kosten jedes Handy (auch rückwirkend) zumindest einer Funkzelle zuordnen kann.

Das iPhone ist Hype und Mode, es ist also klar, dass jemand, der etwas zum Thema Sicherheit schreibt, sich eben dieses Mode-Objekt herauspickt. Das beschriebene Problem aber sollte man an der Wurzel anpacken: Nachdem Handys sich zunehmend zum persönlichen Organizer entwickeln und umfassende persönliche Daten (auch von Dritten) beinhalten, gilt es komplett verschlüsselte Systeme herzustellen. Und als Nutzer auch einzusetzen.

Gleich ob iPhone, PDA oder USB-Stick: Hinterfragen muss man den persönlichen Umgang mit persönlichen Daten auf handlichen Geräten.

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