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Google: Wir beachten bei Street View den Datenschutz

Hmm, ich zitiere aus einem Artikel bei Heise:

Der Internetdienst Google hat das Ultimatum des Hamburger Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar erfüllt und die Einhaltung datenschutzrechtlicher Anforderungen bei seinem Straßenansichtsdienst Street View nach eigenen Angaben zugesichert. „Wir haben pünktlich auf das Ultimatum reagiert“, sagte ein Sprecher heute auf Anfrage. Letzte Fragen würden nun in Gesprächen geklärt. Er betonte, die meisten Forderungen – etwa die Unkenntlichmachung von Gesichtern und Autokennzeichen – seien schon vorher vereinbart gewesen. Auch die Widerspruchsmöglichkeiten seien längst gegeben.

Nun, ich habe am 5.5.09 Widerspruch erhoben (hier nachzulesen) und zusätzlich um Auskunft gebeten, wann man bei uns durch die Strasse fährt. Eine Antwort von Google gibt es bisher nicht. Davon bin ich weder überrascht, noch nehme ich die Ankündigungen/Versprechungen von Google ernst. Daher dies nur als Hinweis.

Auch der nächste Absatz ist mehr Floskel:

Auf seiner Website weise das Unternehmen darauf hin, wo und wann die Kamerafahrzeuge durch die Stadt fahren, sagte der Sprecher.

Auf der Webseite – die ich einmal wöchentlich kontrolliere – sieht man zwar Städte, das sind aber nur die grösseren Städte. Kleinere Dörfer sind dort nicht zu finden, dabei sind die Fahrzeuge längst hier auf dem Land unterwegs (zuletzt in Eschweiler gesichtet).

Und ja: Natürlich kann es sein, dass so ein Fahrzeug auch ohne aufzunehmen irgendwo lang fährt. Da man aber als Betroffener nicht erkennt, wann gefilmt wird, muss man die Dinger so behandeln, als wären sie immer an. Deswegen werden im Datenschutz Kamera-Dummys ja auch wie richtige Kameras behandelt – im Fokus steht der für den Betroffenen ersichtliche Sachverhalt, nicht versteckte Tatsachen.

Zum Abschluss ohne weitere Kommentierung noch ein Zitat für Betroffene:

Es habe sich herausgestellt, dass bereits „gedrehtes Material“ zu Google in die USA geschickt worden sei, um dort weiterverarbeitet zu werden.

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