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Google Maps als Kundenauswahl?

Ein Kommentar im Heise Forum macht nachdenklich – selbst wenn er ein Fake sein sollte:

Zur Aktualität von Google Sateliten-bildern etc. – unser vor 5 Jahren
gebautes Haus ist nicht in google-Maps zu finden – es ist immer noch
ein freies Feld. – Ich habe kürzlich bei einem Versender einen
Katalog bestellt und den nicht bekommen, weil unser Haus angeblich
vom Kurierdienst nicht gefunden wurde – das wurde mir per Mail
mitgeteilt. Daraufhin habe ich geschrieben, dass das nicht sein kann,
weil Post etc. regelmäßig kommt und sie es bitte noch einmal
versucehn sollen. – Antwort: laut Google gibt es unser Haus nicht.

Einerseits wäre das natürlich dämlich vom Anbieter – andererseits führt es schön vor Augen, wie man als Anbieter kinderleicht Kunden selektieren kann. Besser als bei Schufa-Auskünften kann man hier nur Kunden bedienen, die ein bestimmtes Wohnumfeld haben, mit dem man z.B. einen besonderen sozialen Status verknüpfen könnte. Und das beste: Eine Einwilligung des Betroffenen war nie nötig.

6 Gedanken zu „Google Maps als Kundenauswahl?“

  1. Wobei dafür Google Maps/Earth/Streetview völlig ungeeignet ist.

    In der Realität wird solch eine Wohnumfeldanalyse (Scoring) schon jetzt über entsprechende Agenturen getätigt.

    Wer dabei zu stark selektiert, und somit kein Geschäft machen will, muss sich über schlechte Umsätze nicht beklagen.
    Schlimm ist es wenn jedoch Aufträge abgelehnt werden ohne den Grund, bspw. eben ein schlechtes Wohnumfeld, zu nennen.

    Grüße
    Thomas

  2. Das mit dem Scoring ist keine Frage, aber gerade sehr kleine Anbieter haben kein Geld für solche Agenturen. Ich mache mir in letzter Zeit zunehmend Gedanken, ob wir demnächst eine breite Masser kleinerer Anbieter haben, die nur auf solche Mittel (es soll nicht nur um Google Maps gehen) zurückgreifen.

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