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Faktische Zwangsregistrierung: Ein neuer Trend?

Eine interessante Idee eines Software-Herstellers, um Kunden zur Registrierung zu bringen, ist mir vor kurzem aufgefallen: Der Product-Key zur Aktivierung des Produkts besteht aus 64(!) Zeichen. Wer das eintippen möchte, der hat einniges zu tun – garantierte Tippfehler inklusive.

Doch der Hersteller bietet einen besonderen „Service“: Wer sich auf der Webseite registriert, muss zur Registrierung nur die ersten beiden 8er-Blöcke eingeben. Danach erhält man den vollständigen Key per Email, um ihn per Copy&Paste einzufügen.

Da die ersten beiden 8er-Blöcke ausreichen, ist es wohl offensichtlich, warum der Hersteller 6 weitere hinten angehängt hat. Kaum jemand wird sich wohl die Mühe machen und den Code abtippen.

3 Gedanken zu „Faktische Zwangsregistrierung: Ein neuer Trend?“

  1. Also ich würde mir auf jeden Fall die Mühe machen. Bestimmt gibts auch viele weitere Leute die sich bei derart offensichtlicher Kunden-Gängelei zur Schlüsseleingabe enscheiden.
    Solange Schlüssel gibt man ja auch erst in nem Text-Editor, um bei Tippfehlern nicht nochmal alles neu schreiben zu müsssen….

  2. Ich vermute mal, dass es sich bei diesem Programm um eines der Firma Acronis handelt?

    Schlimmer als den 64-stelligen Key finde ich eher, dass man sich registrieren muss, um eventuelle Updates herunterladen zu können!
    Aber manchmal hat es auch Vorteile, wenn man alles in einem Account verwaltet hat. So hat man immer und überall seine Seriennummern abgespeichert und kann sich von dort auch gleich das Programm herunterladen.

  3. Es ist zwar schade, aber der beschriebene Aktivierungsmechanismus gehört zur Zeit zu den harmlosesten ihrer Art, lässt er doch die Möglichkeit einer Offline-Aktivierung immerhin zu – wenn auch einer sehr umständlichen.

    Gerade in Sachen Unterhaltungssoftware (sprich: Spiele), ist eine Internetaktivierung mittlerweile Pflicht, teilweise sogar mehrfach bei verschiedenen Diensten. Neuerdings erfolgt die Registrierung sogar ohne Wissen des Nutzers über das Internet.

    Wer mehr zu den Hintergründen wissen will, kann hier weiterlesen: http://gamestar.de/index.cfm?pid=675&pk=1953021

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