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EU hält an zentraler Fingerabdruck-DB fest

Eine Meldung vom ORF lässt ein altes Gespenst wieder aufleben: die Fingerabdruck Datei der EU ind er wirklich jeder Bürger erfasst sein soll:

Die Europäische Kommission verteidigt ihren Plan zur zentralen Speicherung der Fingerabdrücke aller EU-Bürger. Obwohl Europas oberster Datenschützer davor ausdrücklich warnt, bekräftigte die Kommission ihr Vorhaben am Donnerstag. Der EU-Datenschutzbeauftragte Peter Hustinx fürchtet einen Missbrauch der gespeicherten Fingerabdrücke. „In der Architektur der künftigen zentralen Datenbank werden wir genau diese Gefahr berücksichtigen“, sagte der Sprecher von EU-Justizkommissar Franco Frattini, Friso Roscam-Abbing, dazu.

Hustinx hatte kritisiert, eine zentrale Speicherung schaffe „zusätzliche Gefahren für den Schutz personenbezogener Daten“. Der Datenschutzbeauftragte bedauerte in seiner Stellungnahme zudem, dass die Kommission weder die Folgen ihres Vorschlags untersucht noch die Datenschützer wie vorgeschrieben beteiligt habe.

Der Hustinx-Bericht rügte außerdem, dass die Kommission die Altersgrenze zur Abgabe der Fingerabdrücke offenbar willkürlich wählte. Brüssel will die entsprechenden Daten aller Passinhaber zwischen sechs und 79 Jahren speichern lassen.

Neue Datensammlungen wecken auch neue Begehrlichkeiten, warnen Fachleute. Aus einer Sitzung des Innenausschusses im Europa- Parlament, der am Donnerstag hinter verschlossenen Türen tagte, war zu hören, dass US-Fahnder einen Zugriff auf die Datenbank der 24 europäischen Schengenstaaten wünschten: „Die Amis haben schon konkret angefragt“, verriet ein Sitzungsteilnehmer.

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