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Datenschutzkonforme Werbung: Es geht.

Seit heute ist hier im Datenschutz-Blog eine Werbeanzeige enthalten. Mit dieser Werbeanzeige vom und für den Haufe-Verlag mache ich eines deutlich (und somit auch der Haufe-Verlag): Die Mär von der Unmöglichkeit, Werbung Datenschutzkonform zu schalten, ist vorbei. Die Anzeige nutzt ein GIF-Bild, kein Flash – somit gibt es keine versteckten Flash-Cookies. Das Bild liegt lokal und ist via a-Link verlinkt – keine Möglichkeit der externen Benutzeranalyse, keine Möglichkeit, die Besucher der Webseite auszuspionieren, kein Javascript etc.

All dies muss man heute angeblich unternehmen, um Werbung auf seiner Webseite schalten zu können. Ich beweise hier nun, dass dies Unsinn ist. Es geht problemlos auch ohne, solange man sich Werbepartner aussucht, die auch die notwendige Sensibilität mitbringen.

Sicherlich macht es das schwieriger und langwieriger, einen Partner zu finden – doch darf dies nicht zu Lasten der eigenen Besucher gehen. Ich hoffe, hiermit ein kleines Zeichen gegen die spionierenden Werbeanzeigen gesetzt zu haben.

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16 Gedanken zu „Datenschutzkonforme Werbung: Es geht.“

  1. Übrigens werde ich es später optisch sauberer in die Leiste eingliedern – nachdem das Projekt schon lange in der Schublade liegt, wollte ich es jetzt endlich (gerade nach den aktuellen Diskussionen zu Adwords/GA) so schnell wie möglich umsetzen um darauf hinzuweisen, dass es auch so geht.

    Ich freue mich zudem (ehrlich) über konstruktive Kritik, falls selbst mit dieser Form noch jemand Probleme hat: Habe ich etwas übersehen, gibt es immer noch Bedenken? Bitte nichts ind er Art „Werbung mag ich nicht“, das geht am Thema vorbei.

  2. Prima!

    ich bin ein großer Freund von sinnvoll platzierter, zielgruppenorientierter Werbung. Wenn die Werbung mich nicht nervt, bin ich auch gern bereit, mich auch von ihr mal irgendwo hin lenken zu lassen.

    Daher kann ich auch das Gejammer über die Popup-Blocker und so nicht verstehen.

    Die Werbung, wie du sie hier eingebaut hast, wird so auch von keinem Werbeblocker blockiert werden – warum auch? Sie stört ja nicht – und wirft damit weder ein schlechtes Licht auf die Seite noch auf den, für den geworben wird.

  3. „Daher kann ich auch das Gejammer über die Popup-Blocker und so nicht verstehen.“

    Hmm, also Popups mag ich persönlich gar nicht, weil die selbstständig erscheinen. Sinnvolle Werbung mag ich auch – sofern sie eben nur einen kleinen Teil ausmacht, zum genutzten Medium passt und nicht zu aufdringlich ist, das ist wahr.

    Ich muss dringend die Zeit finden, das Banner optisch ansprechender einzubinden, so ist es doch ein starker Bruch im Seitendesign und das soll nicht so bleiben. Ich verspreche, schnellstmöglich danach zu sehen.

  4. Jetzt sollte man aber fairerweise auch nicht vergessen, dass diese Art der Werbung sicher nicht geeignet ist, ein mittelgroßes Startup zu finanzieren. Du hast hier ein Blog, dass sich mit einem Nischenthema befasst. Da ist es vergleichsweise einfach, direkt mit Werbepartnern zu verhandeln. Wenn ich aber darauf angewiesen bin, einem sehr breiten Publikum Werbung zu präsentieren und damit einige hundert oder gar tausend Euro im Monat einzunehmen, werde ich mit dieser Art der Werbung nicht weit kommen. Irgendwann bin ich einfach auf einen Vermarkter angewiesen, der völlig berechtigt auch die Reichweite der Werbekampagnen messen muss.

    Ob das immer mit verfolgenden Cookies sein muss, ist sicher noch eine ganz andere Frage. Aber der Weg, wie du ihn hier gehen kannst, wird man nicht von allen Webseitenbetreibern fordern können.

  5. „Aber der Weg, wie du ihn hier gehen kannst, wird man nicht von allen Webseitenbetreibern fordern können.“

    Behüte, so unverschämt bin nichtmal ich. Aber um zum Lieblingsthema zurück zu kommen: Das Problem ist nicht, dass ein paar grosse Vermarkter sowas wie GA einsetzen (und dann Druck ausüben können oder aus eigenem Interesse Datenschutz beachten). Das Problem ist, dass inzwischen jede kleine Webseite, wie meine hier, der Meinung ist zum Vermarkten solche Statistik-Tools oder ähnliche Auswertungen umzusetzen.

    Das Ergebnis sehen wir heute: Tracking-Cookies selbst auf kleinsten Webseiten. Das zu verhindern ist mein Anliegen – und den kleinen Webmastern ein wenig Mut zu machen.

    Andererseits habe ich schon früher vertreten, dass die Diskussionen müssig sind: Bei Zeitschriftsanzeigen gibt es keine Messung, wie viele Leser diese eine Anzeige sich wirklich angesehen haben. Bestenfalls mit Gutschein-Codes versucht man hier Rückschlüsse. Im Internet ist sowas genauso wenig nötig – sehr wohl ist es aber möglich und somit gleich Voraussetzung. Muss nicht sein.

  6. Aber auch bei Zeitschriften spielen Auflage und Verkauf eine wichtige Rolle für die Anzeigenpreise. Ebenso die Einschaltquote bei Fernsehwerbung. Niemand schaltet teure Werbung ins Blaue hinein.

    Außerdem ist Werbung im Internet ja gerade deshalb so beliebt, weil sie mehr Möglichkeiten bei der Erfolgsmessung bietet als in Zeitschriften oder Fernsehen. Und eben dieser Beliebtheit haben wir viele kostenlose Dienste zu verdanken. Ich würde fast sagen, ein Großteil der Internetwirtschaft basiert auf dieser Beliebtheit.

    Und gerade für die kleinen Seiten sind Affiliate-Systeme oder Vermartker wie Google Ads interessant. Denn mit einer kleinen Seite hat man gar nicht die Kapazitäten, um mit großen und gut bezahlenden Werbepartnern in Verhandlungen zu treten. Als Yahoo oder Microsoft kann man auch schon mal persönlich mit der Lufthansa um einen dicken Werbevertrag verhandeln.

    Nicht jeder hat das Glück und kennt sich in einem Nischenbereich aus und schreibt über so spezielle Themen, dass er auch bei kleiner Reichweite interessant für einzelne Unternehmen ist.

    Klar, ich sehe die Probleme. Aber die Medaille hat eben auch hier zwei Seiten.

  7. „Aber auch bei Zeitschriften spielen Auflage und Verkauf eine wichtige Rolle für die Anzeigenpreise.“

    Eben, bei Webseiten wären das absolute Besucherzahlen – und nichts anderes 🙂

    „Aber die Medaille hat eben auch hier zwei Seiten.“

    Genau das; Deswegen versuche ich den Fokus ja insgesamt auch auf neue Techniken zu legen. Mein momentanes(!) Motto ist, dass kleine Webmaster die umfassende Kontrolle aka Überwachung ihrer Besucher gar nicht brauchen für die gewollten mäßigen Einnahmen.
    Wer es aber wirklich braucht sollte mithelfen, neue Techniken zu entwickeln – und nicht einfach plumpe nicht-datenschutzkonforme Techniken einzusetzen. Die Tatsache, dass dies möglicherweise aufwändiger und kostenintensiver ist, schadet dann nicht mehr, weil ja nur die betroffen sind, die auch entsprechende Einnahmen erzielen wollen.

  8. m.E. liegt der große Vorteil in dieser Art Werbung, dass sie halt nicht durch Adblock etc. ausgeblendet wird.
    Ist das nicht auch ein Anreiz für die Werbenden?
    Lieber eine hohe Reichweite ohne exakte Statistik, als x-mal ausgeblendet zu werden?

  9. Naja, welche Alternativen habe ich denn als kleiner Webseitenbetreiber zu Google Analytics & Co. wenn ich meine, mit meiner Internetseite ein paar Euros verdienen zu wollen (was an sich ja schon gut überlegt sein will)? Für den Supermarktbetreiber an der Ecke lohnt es sich nicht, bei mir Werbung zu schalten und für große Werbepartner bin ich einfach zu klein. Da bleibt letztendlich nur die Möglichkeit, auf große Vermarkter zurückzugreifen und die wollen natürlich Statistiken haben.

    An sich ist der Einwand ja richtig, dass sich Werbung eher lohnt, wenn sie nicht im Adblocker landet. Andererseits wollen große Unternehmen ja auch immer etwas Handfestes haben, woran sie den Erfolg ihrer Werbekampagne messen können. Der durchschnittliche BWLer versteht eben nichts, wenn er es nicht als bunte Powerpoint-Präsentation vor die Nase gesetzt bekommt. 😉

  10. Wofür muss eine kleine Webseite mit einem Nischenthema überhaupt Geld verdienen. Entweder der Betreiber macht das aus Idealismus, oder er kann aus meiner Sicht sowieso einpacken. Hosting ist heutzutage kostengünstig genug, dass niemand gezwungen ist, mit einem Blog Geld zu verdienen.

  11. Ich vergass zu erwähnen, diese Werbung hier gefällt mir. Sie ist unaufdringlich und könnte mich interessieren. Ich habe nicht nur aus Idealismus darauf geclickt.

  12. „Wofür muss eine kleine Webseite mit einem Nischenthema überhaupt Geld verdienen.“

    Nicht jeder bekommt Geld, manche lassen sich in Büchern oder Leistungen vergüten, die direkt wieder in die Webseite einfließen.

    Ich kenne aber auch kleine Webmaster, die z.B. Werbung geschaltet haben um dann davon ein eigenes Design vom Designer bezahlen zu können – was der Webseite nicht geschadet hat.

    „Hosting ist heutzutage kostengünstig genug“
    Es geht, ich brauche hier inzwischen mehrere Webpakete die alle um die 20-25 Euro pro Paket kosten. Ab einer bestimmten Besuchermenge gehen normale kleine Pakete nicht mehr, auch wenn man aus Idealismus Seiten betreibt.

  13. Die Sache mit den Popup-Blockern war so gemeint:

    Ich kann nicht verstehen, warum sich die Werbenden darüber aufregen, wenn man ihre Popups blockiert. Sie sind ja selbst schuld. Weniger aggressive Werbung würde man ja durchaus ertragen.

  14. Ja, klar kann man so Werbung schalten.

    Im großen Stil geht dies aber nicht mehr so einfach.
    Was ist wenn der Inhalt des Banners zeitgleich geändert werden soll?
    Bspw. Weil die Aktion abgelaufen ist, die Saisonartikel sich ändern, ….

    Das geht nur wenn der Banner extern und zentral zur Verfügung gestellt wird.

    Grüße
    Thomas

  15. „Das geht nur wenn der Banner extern und zentral zur Verfügung gestellt wird.“

    Wieso denn? Ich habe mit Haufe eine Vereinbarung, das ich gerne regelmässig das Banner ändere. Außerdem spricht nichts dagegen, lokal z.B. ein phpadsnew einzusetzen oder ein wpads und dem Werbepartner Zugriff zu geben.

    Und wenn man es zentral verwalten will, gibt es immer noch die Option via SOAP die Daten auszutauschen.

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