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Datenschutz: Video zur Definition von Daten und Information

IITR Information[IITR – 19.12.16] Die zentralen Begriffe im Datenschutz – „Daten“ und „Information“ – sind bisher nicht einheitlich definiert. Das vorliegende Video erläutert unsere Sicht auf die Situation und unterbreitet einen Definitions-Vorschlag.

Weitere Informationen:

Autor:
Eckehard Kraska

Kontakt:
Rechtsanwalt Dr. Sebastian Kraska, externer Datenschutzbeauftragter

Telefon: 089-1891 7360
E-Mail-Kontaktformular
E-Mail: email@iitr.de

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3 thoughts on “Datenschutz: Video zur Definition von Daten und Information”

  1. Schöner Beitrag, zu einem wichtigen Thema, lieber Herr Kraska. Und schön auf diesem Weg wieder etwas von Ihnen zu hören.

    Allerdings erlaube ich mir hier Kritik: Es hätte unbedingt eine Auseinandersetzung mit den durchwegs dreistufigen Unterscheidungen der juristischen Lehre gebraucht, z.B. Prof. Lawrence Lessig (Content Layer, Code Layer, Physical Layer) oder Prof. Herbert Zech (semantische Information, syntaktische Information oder strukturelle Information). Inhaltlich halte ich den gestalterisch wirklich schön gemachten Videobeitrag deswegen nicht für überzeugend.

    Man muss sich fragen, was denn eine Definition bezwecken soll. Begriffe (Definitionen grenzen Begriffe ab) sind die Bausteine des Rechts. Für eine Juristische Diskussion sind Definitionen wichtig.

    Im vorliegenden Zusammenhang geht es z.B. um Folgendes:

    – Auf welcher „Ebene“ wirken sich z.B. Pseudonymisierung oder Anonymisierung aus? Antwort: Auf der Ebene Content Layer = Semantische Information = „Bedeutungsgehalt“
    – Wo knüpft Verschlüsselung an? Antwort: Code Layer = Syntaktische Information = „Daten“
    – was braucht es, damit Information urheberrechtlich geschützt werden kann? Antwort: irgendein „add-on“ auf dem Physical Layer (erst die schöpferische Gestaltung macht aus dem Steinblock eine Statue)
    – Wie kann jemand Kontrolle über Informationen ausüben? Mit welchen Rechtsfolgen?
    – Und warum ist das alles für eine freie Gesellschaft von grosser Bedeutung?

    Ich würde mich freuen, wenn Sie die Diskussion zu diesen Anschlussfragen weiterführen. Gerne wieder in Form dieser schönen Videobeiträge, vielleicht? Wenn Sie darin bereit wären, auch Ihren Gesprächsvorschlag kritisch zu hinterfragen, würde ich mich sehr freuen!

  2. Mein Feedback:
    Ein interessanter Definitionsansatz zu „Daten und Information“, gute Visualisierung und Erläuterung

    Mein Diskussionsbeitrag:
    Die einschlägige Literatur zum Themenbereich „Informationsmanagement“ befasst sich mit der begrifflichen Abgrenzung von „Zeichen -> Syntax -> Daten -> Semantik -> Informationen -> Pragmatik -> Wissen“, siehe dazu [Krcmar: Informationsmanagement, 6. Auflage, S. 11 ff.].
    Die Abgrenzung der Begriffe lässt sich nicht streng nach „emotionaler Wertung“ (Information) und „rationaler Naturwissenschaft“ (Daten) vornehmen.
    Daten werden aus definierten Zeichen und Regeln „erzeugt“. Die Verarbeitung von Daten (DV) erfolgt nicht nur nach naturwissenschaftlichen Prinzipien. Bei der Auswahl der Zeichen und der Festlegung von Regeln ist „der Mensch“ mit seinen Einschätzungen und Bewertungen beteiligt.
    Entsprechend kann die Verarbeitung von Informationen (IV) auch mithilfe analoger und/oder digitaler Maschinen erfolgen. Die Festlegung der Semantik erfolgt i.d.R. durch Menschen. Mithilfe sog. „semantischer Netze“ können Informationen durch Maschinen verarbeitet (IV) werden. Voraussetzung hierfür ist eine dazu kompatible DV.
    Noch spannender wird es bei der Abgrenzung des Begriffes „Wissen“. Auch hier hat „der Mensch“ einen wesentlichen Anteil in der Festlegung des Kontextes (Pragmatik). Wissen „entsteht“ durch Einbettung von Informationen in einen festgelegten Kontext. Auch dieser Prozess kann analog und/oder digital unterstützt werden. Man spricht dann von Wissensverarbeitung (WV).

    Mein Fazit:
    Bei der Definition, Gestaltung und Nutzung von Zeichen/Daten/Informationen/Wissen
    wirken sowohl
    a) der Mensch
    als auch
    b) die Maschine unterstützend
    bei der Verarbeitung von Daten (DV), Informationen (IV) und Wissen (WV) mit.

    Meine Anregung:
    Interdisziplinäe Diskussion zu den künftigen Anforderungen im
    – Datenschutz
    – Informationsschutz
    – Wissensschutz.

    Hierbei beziehe ich mich auch auf die bereits formulierten Fragen von Herrn Laux.

    Ich freue mich auf eine weitere interdisziplinäre Diskussion zum Themenbereich
    „Zeichen/Daten/Informationen/Wissen“,
    insb. deren Schutzaspekte.

    Prof. Dr. Herbert Fischer

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