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Die Datenwoche im Datenschutz (KW46 2011)

Sie können nicht alles lesen. Hier finden Sie einen subjektiv zusammengestellten Querschnitt zu Datenschutz-Themen dieser Woche (Detailblick, Steuern, Tracking, Menschenwürde, ULD-Facebook-Abmahnungen, EU-Passagiere, Datenverluste, Soziales, Medizinmesse).

Sonntag, 13. November 2011

Was war. Was wird. Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details schärfen: Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar, Ausblick und Analyse. Bei heise.de…

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Montag, 14. November 2011

Die neue griechische Regierung hat alle Steuerschuldner aufgefordert, ihre Verbindlichkeiten zu begleichen. Anderenfalls würden die Namen der Bürger, die ihre Steuern nicht zahlten, veröffentlicht, heißt es in einer Erklärung des Finanzministeriums, aus der die Nachrichtenagentur DPA zitiert. Die Behörde für Datenschutz und die Staatsanwaltschaft hätten die Maßnahme genehmigt. Mehr bei Deutschlandradio.de…

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Dienstag, 15. November 2011

Das World Wide Web Consortium (W3C) hat zwei Entwürfe für „Do Not Track“-Standards vorgelegt. Sie sollen es Nutzern erlauben, sich vor Online-Tracking zu schützen. Tracking Preference Expression (DNT) definiert technische Mechanismen für Nutzer, um ihre Präferenzen beim Cross-Site-Tracking festzulegen – sowie für Sites, um deutlich zu machen, ob sie diese erfüllen. Die weiteren Details bei zdnet.de…

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Mittwoch, 16. November 2011

Die frühere Innenminister Baum beklagt in einem lesenswerten Artikel die Umgehung der Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts durch die Politik und warnt: „Der Eingriff in die Menschenwürde wird zur Regel“. Er wirft der Politik vor nicht das Engagement aufgebracht zu haben die Technologien und deren Wirkungen zu kennen oder gar überlegt zu haben, welche Folgerungen aus neuem IT-Recht für andere Rechtsbereiche zu ziehen sind. Er stellt u.a. fest: „Der umfassende Schutz der Privatheit vor staatlicher und privater Macht ist eines der großen Freiheitsthemen dieser Zeit.“ Und weiter: „Es gilt, gleichermaßen die Marktwirtschaft zu verteidigen, die ohne Wettbewerb nicht vorstellbar ist, wie die Freiheitsrechte der Bürger.“  Zum Artikel bei FAZ.net…

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Donnerstag, 17. November 2011

Bisher nur mäßiger Erfolg der ULD-Facebook-Abmahnungen. Anfang Oktober 2011 hatte das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) private und öffentliche Stellen in Schleswig-Holstein aufgefordert, die von diesen betriebenen Facebook-Fanpages abzuschalten bzw. zu deaktivieren. Das Ergebnis ist aus Sicht des ULD enttäuschend: Von den 15 angeschriebenen (7 öffentliche und 8 private) Stellen hat bisher nur eine öffentliche Stelle ihre Fanpage deaktiviert, heißt es in einer Pressemittelung des ULD…

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EU knickt beim Datenschutz für Passagiere ein. Geht es nach Kommissarin Malmström, können amerikanische Sicherheitsdienste europäische Fluggäste künftig ausgiebig durchleuchten. Die Schwedin versucht allerdings, ihr Einknicken gegenüber Washington als Erfolg zu verkaufen. Die Details bei ftd.de…

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Freitag, 18. November 2011

Die Kosten, die Unternehmen durch Datenverluste entstehen, waren nach Angaben des Unternehmensberaters Ernst & Young noch nie so hoch wie heute. Demnach richtete ein Datenleck im vergangenen Jahr einen Schaden von durchschnittlich 7,2 Millionen Dollar (5,3 Millionen Euro) an. Das entspricht einer Summe von 214 Dollar (157 Euro), die Unternehmen für jeden verlorengegangenen Datensatz zahlen mussten. Der Verlust eines sehr vertraulichen Datensatzes verursachte demnach durchschnittlich sogar Kosten in Höhe von 305 Dollar (224 Euro). Mehr bei silicon.de…

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Samstag, 19. November 2011

Soziale Zukunft im Netz. Wohin sich soziale Netzwerke wie Facebook entwickeln, wie sie unsere Zukunft auch offline immer mehr prägen und wie wir Geräte von unseren Freunden steuern lassen werden. Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Google+ werden eine immer größere Rolle in unserem Leben spielen. Gemeint ist damit nicht nur die Zeit vor dem Monitor, sondern auch abseits vom Computer. Wer sich trotz der Datenschutz- Debatte rund um die Benutzung (kostenloser) Netzwerke nicht fürchtet, profitiert enorm, meint die kleinezeitung.at…

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Heute ist der letzte Tag der weltgrößten Medizinmesse Medica 2011 in Düsseldorf, auf der viele Anwendungen für Smartphones und Tablets gezeigt werden. Nach eHealth machte das neue Schlagwort der stealth Health“ oder sHealth die Runde durch die Messehallen. Gemeint ist ein begleitendes Monitoring,……. Dass dabei die verschiedenen Geräte untereinander kommunizieren können, ist Sache der Continua Health Alliance, einer Brüsseler Industrielobby, die sich in Düsseldorf für das „Ökosystem der personalisierten Medizin“ stark machte…… Nach der „Europa 2020“-Strategie der EU sind alle Mitgliedsstaaten verpflichtet, bis 2015 ihren Bürgern sichere Online-Zugänge zu ihren Gesundheitsdaten anzubieten…..Am epSOS-System arbeiten derzeit 700 Programmierer, die sich mit 40 Standards in 23 Staaten beschäftigen müssen. Wesentlich schwieriger als die semantische Interoperabilität gestalten sich dabei die unterschiedlichen (datenschutz-)rechtlichen Vorgaben der EU-Länder. Geht alles nach Plan, soll epSOS etwa im Jahre 2017 in Betrieb genommen werden. Der vollständige Bericht bei heise.de…


Autor:
Eckehard Kraska

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