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Die Datenwoche im Datenschutz (KW20 2012)

Sie können nicht alles lesen. Hier finden Sie einen subjektiv zusammengestellten Querschnitt zu Datenschutz-Themen dieser Woche (Facebook, Biometrie, Cloud, Microsoft, Like-Button, Brüssel, UEFA).

Sonntag, 13. Mai 2012

Die Deutschen sehen das soziale Netzwerk Facebook einer Umfrage zufolge mehrheitlich positiv. Als Bedrohung erachtet das Netzwerk nur jeder achte Deutsche, während jeder Sechste darin eine Bereicherung sieht, wie eine Untersuchung des Marktforschungsunternehmens GfK im Auftrag der „Welt am Sonntag“ ergab. Große Unterschiede gibt es demnach zwischen den Altersgruppen berichtet handelsblatt.de…

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Montag, 14. Mai 2012

EU-Datenschützer warnen vor neuen Gefahren beim Biometrie-Einsatz. Die „Artikel-29“-Gruppe der EU-Datenschutzbeauftragten stellt angesichts neuer Entwicklungen Anforderungen an den rechtskonformen Einsatz von biometrischer Technik auf. In einer 34-seitigen Stellungnahme (PDF-Datei) heißt es, da sich die Technik zunehmend verbreite, gebe es auch „neue Bedrohungen für die Grundrechte“. Mehr bei heise.de…

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Cloud-Speicherdienste bieten oft eine unzureichende Sicherheit. Zu diesem Ergebnis kommt das Fraunhofer-Institut für sichere Informationstechnologie, das die Dienste Dropbox, Cloudme, Crashplan, Mozy, Teamdrive, Ubuntu One und Wuala getestet hat. Das Fazit der Fraunhofer-Studie: „Keiner der getesteten Anbieter konnte die Sicherheitsanforderungen vollständig erfüllen, teilweise fehlte eine ordentliche Verschlüsselung.“ Die Tester bemängeln technische Probleme ebenso wie Schwächen in der Benutzerführung, die dazu führen können, dass vertrauliche Daten in Suchmaschinen landen. Der Bericht bei golem.de…

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Mittwoch, 16. Mai 2012

Microsoft will eine neue Werbeform einführen, bei der Besitzer einer Xbox oder eines Windows-PCs mittels der Bewegungssensoren und Spracherkennung der Kinect-Steuerung mit den Einblendungen interagieren können. Der Konzern will das Format einer Meldung von Cnet News zufolge in Kürze auf den Markt bringen. So könne der Nutzer beispielsweise durch Bewegungen direkt auf Angebote in einem Spot reagieren oder die Werbeinhalte per Sprachbefehl über soziale Netzwerke mit Freunden teilen. Heise.de weiß mehr…

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Donnerstag, 17. Mai 2012

13. Datenschutzkongress in Berlin: (…) Neben Diskussionen um den Entwurf einer Datenschutzverordnung (…) war insbesondere der Beitrag des Hamburgischen Datenschutzbeauftragten, Herrn Caspar, interessant. Er erwähnte (…) die 2-Klick-Lösung des Heise Verlages als datenschutzkonforme Möglichkeit, Social Plug-Ins (wie den Facebook Like Button) zu verwenden. Social Plug-Ins waren vom Düsseldorfer Kreis als datenschutzwidrig eingestuft worden. (…) Unklar, ob Prof. Caspars Meinung sich mit denen der Datenschutzbeauftragten der übrigen Bundesländer deckt. Entdeckt bei spielrecht.de…

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Freitag, 18. Mai 2012

Brüssels Griff nach dem Datenschutz ist demokratiewidrig. (…) Datenschutz ist (…) kein Rechtsgebiet wie etwa die Agrarmarktregelung oder die Arbeitnehmerfreizügigkeit. Weil Informationen alle Rechtsgebiete, das materielle wie das Verfahrensrecht, prägen, würde eine europäische Datenschutzordnung unser gesamtes Dasein reglementieren und die nationalen Rechtsordnungen weitgehend überformen. (…) Damit werden nahezu alle Grundrechte mal mehr, mal weniger intensiv betroffen, wenn die Freiheit der Informationsverarbeitung eingeschränkt wird: Kunst und Wissenschaft, Meinungs-, Presse- und Medienfreiheit, Berufs- und Gewerbefreiheit, geistiges Eigentum….Es kann keine freie Gesellschaft bestehen, wenn die privatrechtliche Verarbeitung von Informationen grundsätzlich einer Befugnis bedarf (…) fehlt der EU jedoch die Regelungszuständigkeit. (…) EU müsste sich um eine weltweite Ordnung kümmern. (…) Es wäre ein übrigens nicht ganz neuer Taschenspielertrick, wollte man eine umfassende Regelungskompetenz für die gesamte Querschnittsmaterie des Datenschutzes aus dem vertraglichen Auftrag ableiten, für die barrierefreie Grenzüberschreitung beim Transport von Daten zu sorgen. (…) Wir können eine Vorahnung haben: Zwischen dem Bundesverfassungsgericht und der EU müsste es, wenn es zu der Verordnung käme, also ausgerechnet beim Datenschutz zum Knall kommen. (…) [So] sollten die Beteiligten zumindest wissen, was sie tun. Enthusiasmus verstellt den Blick, von Machtversessenheit gar nicht zu reden, (…) meint Autor, Rechtsanwalt und Vorstand des Instituts für Informationsordnung, Thomas Giesen. Er war von 1991 bis 2003 Sächsischer Datenschutzbeauftragter, seinen Beitrag finden Sie bei der Süddeutschen.de…

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Samstag, 19. Mai 2012

Sammelt UEFA umfangreich Daten vor dem Champions League Finale? (…) Wer zu den glücklichen Fußball Fans gehört, die eine der heiß umworbenen Eintrittskarten für das UEFA Champions League Finale ergattert hat, erhielt im Anhang zu den Karten ein Schreiben des FC Bayern München, worin der Verein die Finalzuschauer auffordert, „im Auftrag der UEFA und den örtlichen Polizeibehörden“ Daten zur Person und der Anreise zu übermitteln. Die Münchner Polizeibehörden haben jedoch scheinbar jegliches Auskunftsverfahren unverzüglich dementiert. Bericht bei e-recht24.de…


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Eckehard Kraska

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