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Das GPS-Kindermädchen ist immer dabei

DerWesten macht darauf aufmerksam, dass die „iNanny“ vorgestellt wurde:

Manchmal kann es ganz schön nervenaufreibend sein, wenn man nicht weiß, wo gerade das eigene Kind steckt. Hier könnte ein kleines GPS-Ortungsgerät namens iNanny helfen, das die deutsche Firma Leoworx auf der Mobilfunkmesse in Barcelona vorgestellt hat. Es handelt sich dabei um eine Art kleine Schachtel mit ein paar Bedienungsknöpfen, die gerade einmal 75 Gramm schwer ist. Die iNanny, das elektronische Kindermädchen, soll im März in den Handel kommen.

Wie schon gesagt: Ich verstehe wegen der eigenen Betroffenheit besorgte Eltern sehr gut und will hier weder verteufeln noch das Produkt bewerben.
Ich kann aber nur nochmal darauf hinweisen, dass die versprochene Sicherheit auch den Effekt der Gefährdung in sich trägt, denn zur Zeit wird nirgendwo thematisiert, dass die Technik auch ein Ausspionieren von Opfern zulässt. Wer sagt denn, dass eben nur die Eltern darauf zugriff haben und nicht auch der potentielle Täter. Den einfachsten denkbaren Fall habe ich schon mit Blick auf den Google Dienst angesprochen:

Jeder muss sowas für sich abwägen, ich bin hier gerade als Vater mit entsprechender Ausbildung skeptisch, weil ich Sorge habe, dass ein potentieller Täter sehr viel leichter das Vertrauen meines Kindes erschleichen könnte, die Zugangsdaten zu so einem Dienst als vermeintlicher Freund erhält und letztlich den Dienst zum gezielten Nachstellen nutzen kann. Die vermeintliche Sicherheit wird, in diesem eher einfachen Szenario, sehr schnell zum Sicherheitsrisiko.

Eltern müssen gezwungenermaßen über dieses Szenario nachdenken und in die eigene Abwägung miteinfließen lassen.

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