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Datenspeicherung bei Kartenzahlung

Wer mit Maestro/EC-Karte im Handel bezahlt, sollte wissen, was da von ihm gespeichert wird. DIe weit verbreitete Ansicht, dass nur Zahlungsdaten für den aktuellen Vorgang übermittelt (und dann verworfen) werden, ist im Regelfall falsch. So speichert z.B. das verbreitete Verfahren „easycash“ einiges mehr als nur die aktuellen Zahlungsdaten zur aktuellen Transaktion. Wer in aktuelle Verträge hineinsieht (Beispiellink 1, Beispiellink 2), findet dort u.a. diesen Passus:

easycash speichert die im OLV® getätigten Transaktionen und Umsätze und gibt dem Unternehmen einen Hinweis, wenn mit einer Karte Lastschriften im Rahmen des OLV®-Verfahrens zum Einzug gegeben worden sind, die die von dem Unternehmen bzw. bei OLV®smart durch easycash festgelegten wöchentlichen oder monatlichen maximalen Beträge oder täglichen Transaktionszahlen überschreiten.

Das heisst: Es gibt scheinbar ein Maximum an Beträgen die wöchentlich/monatlich möglich sind. Ebenso gibt es ein Maximum an Transaktionen pro Tag. Wo die liegen ist mir nicht bekannt, gefunden habe ich es auf Anhieb auch nicht. Spannender ist erstmal die Tatsache, dass man um das nachvollziehen zu können, einen Monat lang speichern muss, welche Karte wie viel wann bezahlt hat. Eine solche Speicherung läuft im Hintergrund auch ab, so dass es sich nicht nur um einen datenschutzrechtlich interessanten, sondern auch bedeutsamen Vorgang handelt. Immerhin kann man, wenigstens für einen Monat, problemlos nachvollziehen, wer wo wann was mit Karte gezahlt hat. Wieder eine theorertische finanzielle Vorratsdatenspeicherung, die in der Bevölkerung nicht bekannt ist (Zu der Vielzahl von Vorratsdatenspeicherungen in Deutschland dieser Artikel).

Dessen ist man sich auch bewusst, wie das Vertragswerk weiter zeigt.

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PHP Security Guide

Icon - ConsoleIch habe lange als Programmierer gearbeitet, in dieser Zeit habe ich einige Bücher und kostenlose Tutorials geschrieben. Vor allem im Bereich „PHP Security“ habe ich seinerzeit sehr viel verfasst, darunter auch vieles was wohl relativ wegweisend war. Dazu gehörten meine „10 Grundregeln der PHP Sicherheit“ aus dem PHP Security Guide, die vor kurzem auch nochmals im Magazin PHP Solutions abgedruckt wurden.

Da das Thema scheinbar bis heute brisant ist und meine damaligen Ausführungen bis heute nichts an Akutalität verloren zu haben scheinen, stelle ich den Guide hier kostenlos zum Download: PHP Security Guide

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Datenschutz und Videokameras – im Dorf

Icon - KameraDatenschutz ist nicht unbedingt ein Thema das nur auf höchster Ebene von Interesse ist – selbst auf dem Land, im Dorf, kann es interessant werden. So inzwischen hier in Langerwehe, wo man anfängt im Sicherheitswahn Kameras aufzuhängen. Stolze 6 zählen wir bereits im Ortskern, der gerade mal um die 10.000 Einwohner hat. Eine weitere Kamera ist bereits geplant.

Grund genug, ganz kurz das Thema anzuschneiden und Links zu bieten. Und Betroffenen rechtliche Möglichkeiten aufzuzeigen.

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Drucker-Markierungen

Es gibt Dinge, die sind einfach zu unbekannt – z.B. dass unsere Drucker gerne festhalten, dass sie die Urheber mancher Werke sind. Das Bedürfnis ist alt, so hat die Forensik schon vor Jahrzenten angefangen, aufgrund des typsichen Schriftbildes ein Schreiben einer bestimmten Schreibmaschinenserie und sogar ganz bestimmten Schreibmaschinen zuzuordnen. Das mag sicherlich notwendig sein, kritisch wird es nur, wenn – wie geschehen – die Industrie hilft, indem viele Drucker ihre interne Seriennummer in Ausdrucken verstecken.

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Mails „sicher“ abrufen

Jedes E-Mail-Programm birgt ein Risiko: Wenn man ganz normal sein Mail-Konto anlegt, wird nicht automatisch eine verschlüsselte Verbindung installiert. Das gilt sowohl für Microsoft wie auch für die Mozilla Produkte. Das bedeutet, wenn das Mail-Programm den Server „anruft“, überträgt es über das Netz, im Klartext, den Benutzernamen und das Passwort für den jeweiligen Account. Wer das abfängt, hat dann vollen Zugriff auf den jeweiligen Mailaccount.

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Banken melden Auskunfteien bei Kreditberatung teilweise falsche Merkmale

Die Zeitung Finanztest kritisiert das Vorgehen verschiedener Banken bei der Kreditberatung. Testkunden hätten bei verschiedenen Kreditinstituten einen Kredit in Höhe von 5.000€ beantragt. Die Sachbearbeiter mehrerer Banken haben bei der dazu durchgeführten Schufa-Abfrage statt des Merkmals ‚Anfrage Kreditkonditionen‘ das Merkmal ‚Anfrage Kredit‘ als Grund für die Abfrage an die Schufa übermittelt. Während ersteres Merkmal nicht zu einer Verschlechterung des Schufa-Scores führt, verschlechtert sich der Schufa-Score der Betroffenen, wenn es nach einer ‚Kredit-Anfrage‘ nicht zu einem Abschluss des Kredits kommt.

Sachbearbeiter von immerhin zwei Banken, der norisbank und der GE Money Bank, holten ohne Einwilligung der Kunden Schufa-Auskünfte ein und handelten damit rechtswidrig.

Der Test von Finanztest stellt dabei nicht allen Banken ein schlechtes Zeugnis aus. Offenbar waren die Sachbearbeiter von Dresdner Bank, Hypovereinsbank und Berliner Volksbank gut sensibilisiert und geschult. Sie nannten die Korrekten Merkmale bei der Schufa-Abfrage und nahmen diese nicht heimlich vor. (Quelle: Datenschutzbüro)

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Datenschutz mit P3P

Ich habe vor längerer Zeit schon einmal eine kurze Anleitung verfasst, wie man mit P3P (einem Standard) eine Datenschutzerklärung verfassen kann. Damals interessierte das keinen, weil Datenschutz noch nicht so Hip war wie heute. Ich schreibe hier nochmal kurz was dazu, Hintergrund ist, dass ich heute morgen meine Webseiten alle mit einer P3P Erklärung versehen habe.

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