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Logfiles in der Praxis

Jedes Webhosting Paket bietet heute Logfiles an – aber viele Webmaster und vor allem Nutzer sind sich nicht im Klaren, was diese „Logfiles“ an Daten eigentlich beherbergen und was man damit tun kann. Ich habe hier zwei ältere Artikel von mir herausgesucht und eingestellt, mit denen ich (vor einigen Jahren) Webmastern beschrieben habe, die man Logfiles analysiert. An dieser Stelle sollen diese Inhalte dazu dienen, jedem Klar zu machen, was dies für ein Werkzeug ist, wie man es nutzt und wie man es nutzen kann.

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Mail-Spam und Mail-Header

Mir persönlich fiel es vor etwa 2 Wochen auf: Erheblich mehr Backscatter-Mails (dazu gleich mehr) als sonst üblich. Passenderweise schreibt nun auch Heise was dazu – es ist einfach eine unvorstellbare Menge an Spam mit fremden Mailadressen unterwegs. Ich nehme das zum Anlaß kurz was zu den Mail-Headern zu schreiben.

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Nahrungsaufdrucke analysieren

Auf den ersten Blick wird es vielen seltsam erscheinen, warum ich hier etwas zur Analyse von Nahrungsangaben schreibe. Ich tue das nicht nur, weil ich selber ein erhebliches Gewichtsproblem hatte (was inzwischen ein leichtes Problem ist), sondern weil dieses Blog sich dem Thema „informationelle Selbstbestimmung“ widmet. Und dazu gehört eben auch die Aufnahme von Informationen als Grundlage der Meinungsbildung. Und gemeint sind eben nicht nur politische Informationen, sondern ein Bürger muss Zugriff auf richtige Informationen aller Art haben. Nicht nur, sondern vor allem bei der Grundlage unseres Lebens: Der Nahrungsaufnahme.

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Vorlage nach §35 BDSG auf Auskunft und Löschung (Update)

IITR Information[IITR] Jeder kennt es, viele hassen es: Da trudelt unerwünschte Werbung mit der Post ins Haus, am liebsten gleich im Paket mit mehreren Sendungen. Wer „richtig“ erfasst ist, bekommt das sogar täglich. Ich habe festgestellt, dass ein hartnäckiges und konsequentes Pochen auf die Rechte aus § 34, § 35 BDSG hier eine Wohltat sein kann – nach nicht einmal einem Jahr erhalte ich nun faktisch keine Werbung mehr. Ich möchte hier das Musterschreiben zum Download stellen.

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Bitte nur ohne Kamera

Gestern in einem grossen Elektronikmarkt in Aachen prangte mich ein nettes Schild am Eingang an: Sie sind hier willkommen, aber bitte nur ohne Kamera. (Sinngemäß). Der Kunde darf also keine Fotos machen. Klar, würde ich auch nicht wollen – schliesslich kann man so unter anderem Wettbewerbsverstöße gut festhalten und hinterher abmahnen (lassen). Jede Banalität könnte so schnell teuer werden.

Traurig nur, dass genau gegenüber von diesem Schild bereits die erste Kamera vom Elektronikmarkt selber hing – der seine Decke auch sonst gerne mit Kameras zuhängt. Fazit: Beobachten Sie uns bitte nicht, wir aber kontrollieren jeden Ihrer Schritte – denn jeder Kunde ist scheinbar einem Generalverdacht des Diebstahls ausgesetzt und darf am besten auch nichts, ausser einfach sein Geld da zu lassen.
Gleiches hatte ich schon vor einiger Zeit in einem grossen neuen Möbelhaus in Aachen festgestellt, die es genauso machen.

Mein persönliches Fazit: Und Tschüss. Ich wollte gestern etwas dort kaufen, beim Lesen des Schildes bin ich wieder gegangen und habe bei meinem kleinen Fachverkäufer um die Ecke eingekauft. Ich glaube, sogar günstiger. Und die CDs die ich brauchte, habe ich nun doch im Internet bestellt. Es liegt an jedem einzelnen von uns, wie wir uns behandeln lassen. Gerade heute gibt es aber immer Alternativen wo man einkauft und warum.

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Flash-Sicherheit

Wer in den heutigen News die Meldung zu eBay gelesen hat, fragt sich vielleicht was Flash-Cookies sind und wie man die deaktiviert. Interessant ist auch, dass Flash-Anwendungen (evt. heimlich?) Zugriff auf Mikrofon und Kamera des Betroffenen Rechners nehmen können. Nette Aussicht. Wer all das selber festlegen möchte, findet hier die Einstellungen seines Flash-Players und stellt am besten alles ab bzw. auf „immer nachfragen“: Einstellungen aufrufen.

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Praxis-Tipp: Eigenes Verfahrensverzeichnis führen

Ein Tipp für Betroffene: Führt ein Verzeichnis der Stellen, die eure Daten speichern. Selbstverständlich ist es nicht Aufgabe des Betroffenen, sich um den Datenschutz bei verarbeitenden Stellen zu kümmern, doch kann ein mündiger Vebraucher seine unabdingbaren Rechte auf Auskunft, Löschung und ggfs. Sperrung nur nutzen, wenn er auch weiss, wo er erfasst ist. Ein kleiner Tipp – der viel Arbeit aber auch viel Sicherheit bedeuten kann.

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Keine Telefonwerbung wegen Gewinnspiel

Ich hatte dazu schonmal was geschrieben, lese aber heute in einem Blog-Eintrag weitere schöne Urteile dazu:

Wer Telefonwerbung betreibt und auf eine angebliche Einwilligung des Betroffenen aufgrund einer ausgefüllten Gewinnspielkarte verweist, hat schlechte Karten.

Im Blogeintrag dort wird auf zwei Urteile der Landgerichte Berlin (15 O 527/06) und Hamburg (312 O 645/02) verwiesen, die zum Schluss kommen, eine solche Einwilligungs-Klausel sei eine unangemessene Benachteiligung des Verbrauchers. Dahinter steht eine BGH-Entscheidung, noch nach damaligem AGB-Gesetz. Der BGH hat entschieden:

a) Für die von einem Verwender vorformulierten einseitigen rechtsgeschäftlichen Erklärungen des Kunden, die weder eine Nebenabrede enthalten noch zum notwendigen Inhalt eines gleichzeitig abgeschlossenen Vertrages gehören, aber im Zusammenhang mit der vertraglichen Beziehung stehen, gilt das AGB-Gesetz entsprechend.

b) Eine vorformulierte Klausel, in der der Kunde sein Einverständnis mit telefonischer Werbung erklärt, enthält eine unangemessene Benachteiligung im Sinne von § 9 AGBG.

(BGHZ 141, 124)

Der §9 AGBG entspricht dem heutigen §307 BGB. Da bleibt nicht viel Luft für anderslautende Argumentationen gegenüber Betroffenen.