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Bürger dürfen selbst über Fingerabdrücke im Ausweis entscheiden

Spiegel-Online berichtet gerade:

Der Streit über Fingerabdrücke in Personalausweisen ist offenbar beigelegt. Wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ unter Berufung auf Innenpolitiker der Großen Koalition berichtet, sollen die Abdrücke nur auf Wunsch gespeichert werden. Auf dieses Optionsmodell hätten sich Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) geeinigt.

Auch ich habe das Options-Modell bevorzugt, da es jedem selbst überlassen sein sollte, ob und welche biometrischen Daten er in seinen Ausweis aufnehmen möchte. Dabei bleiben aber zwei Kritik-Punkte:

  1. Jeder Bürger sollte informiert werden, was mit angegeben Daten auch geschieht – eine vernünftige Belehrung mit Bedenkzeit sollte daher Pflicht sein beim neuen Personalausweis,
  2. ist daran zu arbeiten, dass keine faktische Pflicht eingeführt wird – etwa über die Wirtschaft, wenn die plötzlich Kartenzahlung nur noch zulässt, wenn man einen Personalausweis mit Fingerabdrücken dabei hat.

Gerade Punkt 2 ist eine große Gefahr in der heutigen Zeit.

Hinweis: Zu dem Thema auch den Artikel zur Einführung der neuen Personalausweise beachten.

Update via Golem: Es soll feststehen, dass ein digitales Gesichtsbild enthalten ist, dass evt. sogar via RFID ausgelesen werden kann. Die richtige Einschätzung von Peter Schaar dazu, der zudem treffend festhält dass dieses Verfahren keinen Sicherheitsgewinn darstellt:

Ein digitales Gesichtsbild sei auch automatisiert auswertbar, und könne, wenn die Bilder in Datenbanken zusammengeführt werden, mit Videoüberwachungsanlagen gekoppelt werden, um gezielt Personen zu erkennen, so Schaar vor einiger Zeit über den Überwachungsplan.

2 Gedanken zu „Bürger dürfen selbst über Fingerabdrücke im Ausweis entscheiden“

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