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Beitrag bei der SZ zu Netzsperren

Bei der Süddeutschen findet sich ein interessanter Interview-Beitrag zum Thema „Netzsperren“, hier nachzulesen.

Ich warne nochmals eindringlich davor, mit technischen Argumenten zu hantieren: Der Interview-Beitrag demonstriert das auch sehr schön. Denn wer nur damit argumentiert, dass es technisch/wirtschaftlich nicht mögich ist, der steht vor einem Problem, wenn es dann doch auf einmal geht. So muss der Interview-Partner bei der SZ denn dann auch bei dem Hinweis auf China (wo es ja funktioniert), dann plötzlich in der Argumentation umschwenken und fragen „In welchem System wollen wir denn leben?“.

Das ist nicht falsch oder dumm sondern die einzige Frage um die es geht. Man sollte sie nicht mit Schein-Argumenten wie technischen Fragen (die sich lösen können!) verdrängen sondern von Anfang an ehrlich sein und klar stellen worum es es geht. Das spart manchen Umweg.

2 Gedanken zu „Beitrag bei der SZ zu Netzsperren“

  1. Vieles von dem, das einst technisch/wirtschaftlich nicht möglich war ist es heute sehr wohl. Doch unabhängig von allem nicht vorhersagbaren Fortschritt ist die Frage nach dem System in dem wir leben wollen eine, wenn nicht sogar die grundlegende Frage. Sich mit dieser Frage zu befassen, kann nicht nur Forschung beeinflussen, und z.B. Herrn Pfitzmann mit Forschungsmitteln versorgen, sondern auch Problembewusstsein oder technisches Verständnis bei Entscheidern verbessern helfen, oder aber die Medienkompetenz der Betroffenen steigern.

    Eine Warnung vor dem Hantieren mit technischen Argumenten ist fehl am Platz. Das Netzsperren nicht den gewünschten Effekt erzielen muss schon gesagt werden, um falsche Vorstellungen zu vermeiden.

  2. „um falsche Vorstellungen zu vermeiden.“

    OK, da stimme ich zu. Mir ging es darum, das nicht als das grosse Argument ins Feld zu führen. Insoweit ist das natürlich richtig, ich vergesse immer wieder, dass viele glauben, dass es wirklich was bringt bzw. bringen kann.

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