Untersuchung: Datenschutz in sozialen Netzen

Das Fraunhofer Institut für sichere Informations-Technologie hat eine Untersuchung zum “Privatsphärenschutz” in sozialen Netzen herausgegeben, die kostenlos als PDF verfügbar ist.

Es gibt allerdings keine wirklich neuen Erkenntnisse, es ist aber eine gute Zusammenfassung dessen, was man zum Thema wissen sollte. Juristische Fragen bleiben in dieser (technischen) Analyse leider außen vor, so dass zwar erneut kritisiert wird, dass bei XING nach dem Löschen des Accounts Foren-Einträge mit dem eigentlichen Namen bestehen bleiben – man aber weiterhin mit der Frage der Rechtmäßigkeit alleine gelassen wird (die ich im übrigen verneine, das TMG ist hier m.E. im §13 im Wortlaut deutlich genug).
So wie die Frage bleibt, ob es nicht ebenso ein klarer Verstoß gegen das TMG ist, dass z.B. XING nicht unter Pseudonym genutzt werden kann – der Verweis auf LinkedIn, wo das möglich ist (und was ebenfalls zum “professionellen” Bereich gehören will) ist in der Studie mehr als passend.

Dazu auch der Artikel bei Golem, zu lesen hier. Ich selbst habe der für XING zuständigen Aufsichtsbehörde die Fragen reingereicht, allerdings als Anfrage, nicht als Beschwerde – mich interessiert wie die das sehen. Dabei habe ich auf die jetzige Studie, speziell den Punkt 7.1.11, hingewiesen.

Weitere ähnliche Beiträge:

  1. Datenschutz und Videokameras – im Dorf
  2. XING? Im Zweifelsfall nur mit Foto!
  3. Die SPD stürzt ab. Der Datenschutz auch.

Ein Kommentar

  1. metafakten // metalinks am 28. September 2008 schrieb:

    [...] Untersuchung: Datenschutz in sozialen Netzen (Schlagworte: datenschutz studie ) [...]

Einen Kommentar verfassen

Bitte beachten Sie: Kommentare auf dieser Seite werden moderiert, das heisst immer erst von einem Admin gelesen und dann ggfs. freigeschaltet. Dadurch wird es etwas dauern bis der Kommentar erscheint, beachten Sie bitte auch die Hinweise im Bereich "About".