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	<title>Das Datenschutz-Blog &#187; Suchergebnisse  &#187;  netzsperren</title>
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	<description>Datenschutzbeauftragter Online - Blog zu Datenschutz und Datensicherheit</description>
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		<title>Die Datenwoche im Datenschutz (KW52 2010)</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Jan 2011 13:02:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Kraska</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sie können nicht alles lesen. Hier finden Sie einen subjektiv zusammengestellten Querschnitt zu Datenschutz-Themen dieser Woche (Mini-Drohnen, Chaos Computer Club, DNA-Probe, Profiling, Versand von E-Mails). Sonntag, 26. Dezember 2010 Datenschutz: Aigner nimmt Mini-Drohnen ins Visier. Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) sieht Datenschutzlücken beim privaten Einsatz von Drohnen mit eingebauten Kameras. Sie warnt vor einem illegalen Gebrauch unbemannter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie können nicht alles lesen. Hier finden Sie einen subjektiv zusammengestellten Querschnitt zu Datenschutz-Themen dieser Woche (Mini-Drohnen, Chaos Computer Club, DNA-Probe, Profiling, Versand von E-Mails).</p>
<p><span id="more-4114"></span></p>
<p>Sonntag, 26. Dezember 2010</p>
<p>Datenschutz: Aigner nimmt <strong>Mini-Drohnen</strong> ins Visier. Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) sieht Datenschutzlücken beim privaten Einsatz von Drohnen mit eingebauten Kameras. Sie warnt vor einem illegalen Gebrauch unbemannter Flugkörper, die es inzwischen in Elektronikmärkten zu kaufen gibt. &#8220;Früher wurden sie nur militärisch genutzt, künftig gewinnt auch der Einsatz ziviler Drohnen an Bedeutung, etwa für Luftbilder&#8221;, sagte Aigner der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. &#8220;Schon mit den kleinen helikopterähnlichen Hobby-Modellen kann man rechtlich schnell an Grenzen stoßen.&#8221; <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Datenschutz-Aigner-nimmt-Mini-Drohnen-ins-Visier-1159084.html" target="_blank">Mehr&#8230;</a></p>
<p>***</p>
<p>Montag, 27. Dezember 2010</p>
<p><strong>Chaos Computer Club</strong>: die Netzaktivisten wollen Einfluss auf die Politik nehmen &#8211; für Datenschutz, gegen Netzsperren oder Vorratsdatenspeicherung. <a href="http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1088548" target="_blank">Mehr&#8230;</a></p>
<p>***</p>
<p>Dienstag, 28. Dezember 2010</p>
<p>Wegen eines Böllerwurfs will die Göttinger Staatsanwaltschaft einem Antifa-Aktivisten DNA entnehmen lassen. Möglicherweise soll das die Ermittlungen um eine Explosion im Ausländeramt voranbringen. Die Staatsanwaltschaft Göttingen will eine <strong>DNA-Probe</strong> eines 20-jährigen Antifa-Aktivisten erzwingen. Weil er einen Böller auf Polizeibeamte geworfen haben soll, sagt sie. Weil er wegen seiner dunklen Hautfarbe ins Blickfeld der Ermittler geraten war, sagt sein Rechtsanwalt Sven Adam. Er klagt vor dem Bundesverfassungsgericht. <a href="http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/spucke-fuer-den-staatsanwalt/" target="_blank">Mehr&#8230;.</a></p>
<p>***</p>
<p><span>Mittwoch, 29. Dezember 2010</span></p>
<p>Während in Deutschland eine Diskussion ums sogenannte<strong> Profiling</strong> entflammt, findet in der Schweiz die Einteilung von Passagieren in Risikogruppen bereits statt &#8211; allerdings nur inoffiziell. <a href="http://www.20min.ch/news/ausland/story/Auslaender-nach-Terror-Risiko-eingeteilt-30056005" target="_blank">Mehr&#8230;</a></p>
<p>***</p>
<p>Donnerstag, 30. Dezember 2010</p>
<p>Beim <strong>Versand von E-Mails</strong> an eine größere Personengruppe sollte der Datenschutz bedacht werden. Auch wenn es besonders einfach erscheint, sämtliche Adressen offen in die Empfängerzeile zu schreiben, ist lieber auf eine Versandliste zu setzen. Denn werden sämtliche Adressen in die Empfängerzeile gesetzt, sind sie für jedermann lesbar, der die entsprechende E-Mail erhält. <a href="http://www.ratschlag24.com/index.php/ratgeber-datenschutz-bei-emailabsendern-_104872/" target="_blank">Mehr&#8230;</a></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<blockquote><p><strong>Autor:</strong><br />
<a href="http://www.iitr.de" target="_blank">Eckehard Kraska</a></p>
<p>Telefon: 089-5130 3920<br />
<a href="http://www.iitr.de/kontakt.html" target="_blank">E-Mail-Kontaktformular</a><br />
E-Mail: <a href="mailto:email@iitr.de">email@iitr.de</a></p></blockquote>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p><strong>Information bei neuen Entwicklungen im Datenschutz</strong></p>
<p>Tragen Sie sich einfach in unseren <a href="http://www.iitr.de/newsletter.html" target="_self">Newsletter</a> ein und wir informieren Sie über aktuelle Entwicklungen im Datenschutzrecht.</p>
<p><strong><br />
</strong></p>
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		<title>NoGo: Kinderpornographie als politisches Wahlkampf-Thema</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 13:38:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jens.ferner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freitags-Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[bundesinnenminister]]></category>
		<category><![CDATA[datenschutz]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich erinnere mich gut an die Zeit vor wenigen Monaten: Eine engagierte Bundesfamilienministerin sah man da. In Talk-Shows, in der Presse, in Interviews. So gerne hat sie das gemacht, dass sie sogar die Beste darin war, mit 22 Auftritten sah man von Ende 2005 bis Mai 2009 laut Bundesregierung keinen anderen Minister so oft im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich erinnere mich gut an die Zeit vor wenigen Monaten: Eine engagierte Bundesfamilienministerin sah man da. In Talk-Shows, in der Presse, in Interviews. So gerne hat sie das gemacht, <a href="http://www.rp-online.de/politik/deutschland/Von-der-Leyen-am-haeufigsten-in-TV-Talkshows_aid_706389.html" target="_blank">dass sie sogar die Beste darin war</a>, mit 22 Auftritten sah man von Ende 2005 bis Mai 2009 laut Bundesregierung keinen anderen Minister so oft im Fernsehen. Und überall erklärte sie der Welt, wie das funktioniert mit der Kinderpornographie. Dabei erwies sie sich als echtes Multitalent, indem sie immer wieder mit Fakten zum Thema glänzte aus verschiedensten Gebieten, von der Kriminologie, über die Juristerei bis zur Soziologie und Technik. Dabei war sie so gut, dass sie mitunter auch mal Dinge erklären konnte, <a href="http://www.internet-law.de/2009/07/netzsperren-von-der-leyen-stellt.html" target="_blank">die selbst für Fachleute neu waren</a>.</p>
<p>Zu dem Thema habe ich vor langer Zeit <a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/kinderpornographie-gesellschaftspolitische-anmerkungen/" target="_blank">einen Artikel geschrieben</a>, aus dem ich einen Absatz heute nochmals zitieren möchte:</p>
<blockquote style="MARGIN-RIGHT: 0px" dir="ltr"><p><em>Mit obigen, sehr kurzen und unvollständigen Stichpunkten, komme ich zu dem Schluss, dass es nur einen Grund gibt, warum das Thema ausgerechnet dieses Jahr auftritt und so fehlerhaft beleuchtet wird: Es ist das “Superwahljahr”.</em></p></blockquote>
<p>Damit hatte ich mir viele Freunde gemacht; doch dass ich diesen Artikel ausgerechnet heute – <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,654424,00.html" target="_blank">nachdem der frühere Bundesinnenminister schon vor längerem eingestanden hat</a>, das Zugangserschwerungsgesetz wäre auch Wahlkampf gewesen – nochmals rauskrame, hat einen anderen Grund.</p>
<p>Heute nämlich hat Fr. von der Leyen <a href="http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/BMFSFJ/Presse/reden,did=132570.html" target="_blank">ihre Antrittsrede zur nächsten Legislaturperiode gehalten</a>. Dabei hat sie klar gemacht, wo die Arbeitspunkte der nächsten Jahre bei ihr liegen werden. Die Dame, die in meiner Erinnerung noch vor kurzem besonders gerne die Worte “Missbrauch”, “Vergewaltigung” und “Kinder” zusammen genutzt hat um sich durch die Talk-Shows zu drängeln und ein Profil zu erarbeiten, erwähnt in ihrer ganzen Rede weder das Wort “Missbrauch” noch “Pornographie”, “Kinderpornographie” oder “Sex-Tourismus”.<br />
Die Aufregung, der “Milliarden-Marktplatz”, all das ist vergessen. Fr. von der Leyen spricht dagegen im Schwerpunkt ihrer Rede nur noch von der Kinderarmut. Die hatte sie wohl vergessen, im letzten Jahr, dem Jahr vor dem Wahlkampf. Ich will hoffen, dass sie hier dann auch wirklich was tut und nicht wieder nur eine notleidende Gesellschaftsschicht als Wahlkampf-Gag missbraucht, die sie jetzt in ihrer Rede hinten über fallen lässt.</p>
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		<title>Ärgerlich: Grüne verklären &#8220;Netzsperren&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 09:04:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jens.ferner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich ärgere mich gerade über einen Beitrag auf der Grünen Webseite zum Thema Bürgerrechte (die mir übrigens insgesamt ganz gut gefällt), dort liest man nämlich: In puncto Internetsperren sind die bisherigen Ergebnisse ebenso ernüchternd. Dass die Liberalen es jetzt als Erfolg verbuchen, dass Internetseiten mir kinderpornographischen Inhalt gelöscht, statt gesperrt werden sollen, ist absurd. Denn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich ärgere mich gerade über einen <a href="https://www.datenschutz-ist-buergerrecht.de/blog/archiv/679-die-koalitionsverhandlungen-und-die-buergerrechte" target="_blank">Beitrag auf der Grünen Webseite</a> zum Thema Bürgerrechte (die mir übrigens insgesamt ganz gut gefällt), dort liest man nämlich:</p>
<blockquote style="MARGIN-RIGHT: 0px" dir="ltr">
<p>In puncto Internetsperren sind die bisherigen Ergebnisse ebenso ernüchternd. Dass die Liberalen es jetzt als Erfolg verbuchen, dass Internetseiten mir kinderpornographischen Inhalt gelöscht, statt gesperrt werden sollen, ist absurd. Denn dieses Prinzip ist schon jetzt im Gesetz über die Sperrlisten für Kinderpornographie im Internet verankert.</p>
</blockquote>
<p>Das ist natürlich so vollkommener Unsinn, <a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/der-fake-lauft-loschen-statt-sperren-wohl-eher-nicht/" target="_blank">erklärt habe ich das hier schon einmal ausführlich</a>. Die bisherige &ldquo;Löschpflicht&rdquo; ist keine Pflicht, sondern eine Prognoseentscheidung, die im Ermessen des BKA steht. Sollte man also die Vorgaben aus dem Koalitionsvertrag so umsetzen, wäre das in der Tat eine Steigerung. Es ist gefährlich, wenn man nur aus Parteikalkül heraus, um einen Koalitionsvertrag zu zerreissen, Gesetze verklärt.</p>
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		<title>Steinmeier zu Internet und Netzsperren</title>
		<link>http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/steinemeier-zu-internet-und-netzsperren/2295/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Sep 2009 15:16:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jens.ferner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute gab Frank Walter Steinmeier ein Interview auf 1Live zu verschiedenen Fragen, so auch zum Internet und zu Netzsperren. Dabei gab er u.a. folgendes zum Besten, was mich persönlich gerade beim Thema Netzsperren inhaltlich sehr überrascht hat. Um es nett zu formulieren. “Internet gut und schön, aber ich will, das Kinder auch im Internet geschützt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute gab Frank Walter Steinmeier ein Interview auf 1Live zu verschiedenen Fragen, so auch zum Internet und zu Netzsperren. Dabei gab er u.a. folgendes zum Besten, was mich persönlich gerade beim Thema Netzsperren inhaltlich sehr überrascht hat. Um es nett zu formulieren.</p>
<blockquote style="MARGIN-RIGHT: 0px" dir="ltr"><p><em>“Internet gut und schön, aber ich will, das Kinder auch im Internet geschützt sind […] Auch das Internet braucht Verkehrsregeln und zwar solche die Freiheit des Internets beibehalten ohne dass die Nutzung des Internets da zu weitgehend eingeschränkt werden […] Ich hab mich dafür eingesetzt, als Fr. von der Leyen da einen sehr weitgehenden Gesetzesentwurf vorgelegt hat für Löschungen im Internet; ich hab gesagt sperren reicht aus und wir müssen das Sperren selbst auch überwachen so dass es nicht ein einzelner Mensch sondern ein Gremium überwacht, damit die sperren nicht auch missbraucht werden”</em></p></blockquote>
<p><a href="http://www.radiobremen.de/bremenvier/media/player.php?datei_id=018034" target="_blank">Zu hören hier</a>, ab ca. 11:11. Die Ausführungen danach, in denen klar wird dass Steinmeier die Google-Problematik bei Streetview gar nicht kennt, sind auch nicht von schlechtern Eltern.</p>
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		<title>Aachener Jusos protegieren Zypries? (Update)</title>
		<link>http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/aachener-jusos-protegieren-zypries/2216/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Jun 2009 17:10:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jens.ferner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich war wie vom Donner gerührt, als mich eben eine kleine unscheinbare Mail erreichte: Warum ich bzgl. der Diskussion mit Fr. Zypries am Sonntag zum Thema “Netzsperren” in Aachen nichts geschrieben und kein Statement abgegeben habe. Zugegeben: Die Zeitung hatte ich heute auch noch nicht gelesen (wollte ich eigentlich jetzt immer auf Abends verschieben), und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war wie vom Donner gerührt, als mich eben eine kleine unscheinbare Mail erreichte: Warum ich bzgl. der Diskussion mit Fr. Zypries am Sonntag zum Thema “Netzsperren” in Aachen nichts geschrieben und kein Statement abgegeben habe. Zugegeben: Die Zeitung hatte ich heute auch noch nicht gelesen (wollte ich eigentlich jetzt immer auf Abends verschieben), und muss mit Schrecken feststellen:</p>
<p>Am Sonntag gab es im Ludwig-Forum eine “Diskussion” mit Fr. Zypries und Fr. Schmidt zum Thema “Netzsperren”. Ich wusste das nicht, war weder informiert geschweige denn eingeladen – so wie sich der Artikel liest, dürften auch sonst Bürgerrechtler unserer Region nicht gerade zahlreich vertreten gewesen sein (war da überhaupt einer?).</p>
<p>Vielmehr konnte Fr. Zypries wohl die Veranstaltung, auf jeden Fall aber den Zeitungsartikel, nutzen um zu erklären, wie gut ihr inzwischen beschlossener Gesetzesentwurf sein soll. Die kritischen Problempunkte, etwa die “Sperrung” mittelbarer Links und die reine Prognoseentscheidung des BKA bei “Löschversuchen”, wurden wohl nicht einmal besprochen.</p>
<p>Ich weiss nicht, ob es nun Vorsatz oder Fahrlässigkeit war, wenn die Jusos in Aachen es nicht schaffen, Einladungen für Ihre Veranstaltungen zu verschicken &#8211; das Ergebnis jedenfalls sollte sie hoffentlich beschämen: Es ist seit jeher Aufgabe der Jugendorganisationen, Kritik zu üben. Stattdessen haben die Aachener Jusos nun die Bühne für ein Schaulaufen der Ministerin bereitet (?).</p>
<p><em><strong>Update: Zwischenzeitlich habe ich ein Statement der Aachener Jusos zum Thema gefunden, das eindeutig &#8220;contra&#8221; <a href="http://www.jusos-aachen.de/?p=3484" target="_blank">und hier zu finden ist</a>.</strong></em></p>
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		<title>Abstimmungsverhalten: So läuft das in der SPD</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Jun 2009 22:05:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jens.ferner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Man wird in den nächsten Stunden viel zum Thema &#8220;Netzsperren&#8221; lesen. Ich möchte das Thema für mich mit einem Zitat beenden, einem Zitat, das deutlich macht, wie tief die SPD gesunken ist und dass es hier nicht alleine um Zensur, sondern um Grundfragen der Demokratie geht. Der SPD-Abgeordnete Kelber erklärt auf Abgeordnetenwatch sein Abstimmungsverhalten: Da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man wird in den nächsten Stunden viel zum Thema &ldquo;Netzsperren&rdquo; lesen. Ich möchte das Thema für mich mit einem Zitat beenden, einem Zitat, das deutlich macht, wie tief die SPD gesunken ist und dass es hier nicht alleine um Zensur, sondern um Grundfragen der Demokratie geht.</p>
<p>Der SPD-Abgeordnete Kelber <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/print.php?frage=194519" target="_blank">erklärt auf Abgeordnetenwatch</a> sein Abstimmungsverhalten:</p>
<blockquote style="MARGIN-RIGHT: 0px" dir="ltr">
<p>Da sich meine Fraktion mit großer Mehrheit dennoch für diesen so veränderten Gesetzentwurf ausgesprochen hat und das Gesetz auf drei Jahre befristet ist, stimme ich zu, da ich diese Entscheidung zwar für falsch, nicht aber für eine Gewissensfrage halte.&#8221; </p>
<p>Es entspricht dem Selbstverständnis meiner Fraktion, dass wir nach einer Abstimmung in der Fraktion geschlossen die Mehrheitsmeinung vertreten, wenn es nicht um Gewissensfragen geht. Dies erwarte ich von meinen Kolleginnen und Kollegen in anderen/meinen Themenbereichen und deshalb können sie es auch von mir erwarten.</P></BLOCKQUOTE><br />
<P dir=ltr>Es bleibt also festzuhalten: (1) Selber denken ist nicht mehr, (2) selbst bei einer Zensur-Infrastruktur meldet sich bei der SPD nicht das Gewissen.</P><br />
<P dir=ltr>Ich wünsche eine gute Nacht. Und das nicht nur, weil jetzt Schlafenszeit ist. </P></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Offener Brief an Prof. Münkler (Update)</title>
		<link>http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/offener-brief-an-prof-munkler/2159/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Jun 2009 11:35:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jens.ferner</dc:creator>
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		<category><![CDATA[eu]]></category>
		<category><![CDATA[gez]]></category>

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		<description><![CDATA[Wegen seines für mich befremdlichen Artikels (zu finden hier) habe ich Prof. Münkler einen Brief geschrieben. Text wie folgt, ich berichte von der Reaktion. Update: Es gibt nun eine Ergänzung von Prof. Münkler in der FR, dabei rudert er zurück &#8211; und entlarvt sich selbst: Einige haben sich beklagt, ich hätte sie als kriminelle Geschäftemacher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wegen seines für mich befremdlichen Artikels (<a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/meinung/kommentare/1800776_Kolumne-Netz-Anarchos-und-trojanische-Pferde.html" target="_blank">zu finden hier</a>) habe ich Prof. Münkler einen Brief geschrieben. Text wie folgt, ich berichte von der Reaktion.</p>
<p><em><strong>Update</strong></em>: Es gibt nun eine <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/doku_und_debatte/1803746_Internetsperren-Hier-ist-Ideologie-im-Spiel.html" target="_blank">Ergänzung von Prof. Münkler</a> in der FR, dabei rudert er zurück &#8211; und entlarvt sich selbst:</p>
<blockquote><p>Einige haben sich beklagt, ich hätte sie als kriminelle Geschäftemacher oder als Anarchisten bzw. Kommunisten bezeichnet. Keineswegs. Man muss richtig lesen: Was ich aufgeführt habe, sind die Extreme derer, die sich unter der Fahne der Netzfreiheit versammelt haben; mitnichten sind damit alle gemeint.</p></blockquote>
<p>Falsch Herr Münkler: Wie ich Ihnen ja schon geschrieben habe (siehe unten), war ihr erster Satz absolut formuliert &#8211; er war keinesfalls die Darstellung von Extremen und nun, da sich viele beschweren suchen Sie einen Ausweg. Ich kann Ihnen einen bieten: Entschuldigen Sie sich. Alles andere wird nicht funktionieren da Sie nun selber festgestellt haben, dass eine absolute Aussage falsch wäre &#8211; die aber haben Sie nunmal getroffen.</p>
<p><span id="more-2159"></span></p>
<p>Sehr geehrter Herr Prof. Münkler,</p>
<p>mit Interesse habe ich Ihre Kolumne in der FR zu den so genannten &#8220;Netzsperren&#8221; gelesen. Dass ich inhaltlich nicht mit Ihnen übereinstimme wird Sie sicherlich nicht überraschen, ist aber nicht Grund meines Schreibens.</p>
<p>Vielmehr nehme ich an diesem Absatz Anstoß:</p>
<blockquote><p>Es ist eine eigentümliche Schar, die sich unter dem Banner der Netzfreiheit versammelt hat. Einerseits kriminelle Geschäftemacher, die das Internet benutzen, um verbotene Produkte an den Mann zu bringen, und andererseits ein Ensemble von Freiheitskämpfern, die ihre anarchistischen (kein Staat!) oder kommunistischen Ideen (kein Eigentum) in der virtuellen Welt des Internets realisieren wollen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Sehen Sie das wirklich so? Ich bin Demokrat und glaube an die Werte unseres Grundgesetzes, wozu der Art.14 GG ebenso gehört wie die rechtliche Bindung von Gesetzgebung und Exekutive. In meinem Denken setze ich also ebenso den existierenden Staat notwendig zur Verwirklichung meiner Ideale voraus, wie ich froh bin, mich in mein Haus &#8211; mein gesichertes Eigentum &#8211; zurück ziehen zu können.</p>
<p>Insofern bin ich geradezu schockiert, dass Sie mir in meinem Bestreben nach Demokratie und Transparenz unterstellen, ich wäre dominiert von anarchistischen oder kommunistischen Ideen. Da Sie ihren Satz abschliessend und absolut formuliert haben, subsumieren Sie mich ja nun einmal unter eine dieser drei Begrifflichkeiten (&#8220;Geschäftemacher&#8221;, &#8220;Anarchist&#8221;, &#8220;Kommunist&#8221;) &#8211; dies ohne mich oder auch nur die Gesamtheit der Demonstraten kennen zu können.</p>
<p>Es ist eines der wichtigen Rechte unserer Demokratie, sich Meinungen zu bilden und zu äussern. Ich sehe mich in Ihrer Äußerung aber diffamiert, denn ich sehe mich in meiner Arbeit als &#8220;Anarchist&#8221; oder &#8220;Kommunist&#8221;, also als Anti-Demokraten, in den Schmutz gezogen.</p>
<p>Inhaltlich würde ich mich gerne mit Ihnen auseinandersetzen, etwa zur Frage, ob für mich wirklich eine ontische Differenz zwischen virtueller und realer Welt besteht &#8211; oder ob dies nur ein Eindruck ist, der sich ihnen von außen aufdrängt &#8211; denn wie sie gesehen haben, urteilen sie ja auch sonst pauschal über mich, ohne zu wissen, was ich wirklich denke.</p>
<p>Ich habe mir aber angewöhnt, nur mit jemandem zu diskutieren, der mich ernst nimmt und respektvoll behandelt. Ihre pauschale Verurteilung ist nicht nur fehlerhaft, sie ist für Demokraten wie mich geradezu beleidigend. Daher bitte ich sie, ihre Äusserung zu überdenken und sich evt. zu entschuldigen &#8211; danach würde einer Diskussion, die für beide Seiten bereichernd sein könnte, nichts mehr im Wege stehen.</p>
<p>mit freundlichen Grüßen<br />
Jens Ferner</p>
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		<title>Überblick zum Thema Netzsperren</title>
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		<pubDate>Mon, 11 May 2009 04:20:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jens.ferner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich glaube, was ich zum Thema Netzsperren zu sagen habe, habe ich bereits gesagt. Ich habe daher keine Lust, jetzt hier altes neu aufzuwärmen. Ich möchte aber versuchen, eine Sammlung verschiedener News &#38; Meinungen, für alle Seiten, zusammen zu stellen. Ich hoffe, es nützt, nicht nur den Kritikern um sich aufzuregen, sondern auch den Befürwortern, sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich glaube, was ich zum Thema Netzsperren zu sagen habe, habe ich bereits gesagt. Ich habe daher keine Lust, jetzt hier altes neu aufzuwärmen.</p>
<p>Ich möchte aber versuchen, eine Sammlung verschiedener News &amp; Meinungen, für alle Seiten, zusammen zu stellen. Ich hoffe, es nützt, nicht nur den Kritikern um sich aufzuregen, sondern auch den Befürwortern, sich einen Gesamteindruck zu verschaffen. Die folgenden Links dienen einer wertungsfreien Übersicht, ich möchte damit helfen, sich eine Meinung zum Thema zu bilden oder seine vorhandene Meinung noch einmal ab zu klopfen.</p>
<p><strong><em>News &amp; Fakten</em></strong></p>
<p>Als Einstieg in das Thema, ohne echte Wertungen, fand ich <a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/727/465319/text/" target="_blank">diesen Artikel bei der Süddeutschen</a> noch relativ brauchbar, der beide Seiten aufgreift und neutral darstellt. Wer nicht nur lesen, sondern auch was sehen möchte, mag sich <a href="http://www.youtube.com/watch?v=yD8aclsmpec" target="_blank">diesen WDR-Bericht</a> ansehen. Neutral und kurz ist zudem der <a href="http://www.focus.de/digital/internet/kinderpornografie-wie-die-provider-das-netz-sperren_aid_390689.html" target="_blank">Artikel im Focus</a> sowie bei <a href="http://www.tagesschau.de/inland/kinderpornografie136.html" target="_blank">Tagesschau.de</a>. Dazu Zahlen und Fakten <a href="http://www.szon.de/news/politik/aktuell/200904171815.html?_from=rss" target="_blank">bei SZON</a>.</p>
<p>Aktuell scheint sich abzuzeichnen, dass es zahlreiche Ausnahmen geben soll, vor allem bei kleinen und behördlichen Providern, nachzulesen <a href="http://www.golem.de/0904/66551.html" target="_blank">bei Golem</a>, die mit Millionen Betroffenen rechnen, bei denen der Schutz nicht greift. (<a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,619749,00.html" target="_blank">Ebenso SPON</a>).</p>
<p>Ein wesentlicher Streitpunkt ist das Missbrauchs-Argument, in dem Zusammenhang muss man <a href="http://www.heise.de/newsticker/Australische-Internet-Sperrliste-in-der-Debatte--/meldung/134943" target="_blank">diesen Artikel bei Heise</a> gelesen haben, in dem auf eine Sperrliste aus Australien verwiesen wird und analysiert wird, was dort genau gesperrt wurde/wird.</p>
<p>Der Gesetzentwurf selbst wurde vom Bundeskabinett inzwischen abgesegnet, <a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/kabinett-beschliest-netzsperren-gegen-kinderpornos/" target="_blank">Infos dazu hier</a>. Es sollen nun auch Zugriffe auf die Stopp-Seiten mitgeloggt werden und die Daten zur Strafverfolgung eingesetzt werden. Dabei sollen die Zugriffe auf Stopp-Seiten durchaus <a href="http://www.heise.de/newsticker/Kinderporno-Sperren-Regierung-erwaegt-Echtzeitueberwachung-der-Stoppschild-Zugriffe--/meldung/136769" target="_blank">auch in Echtzeit überwacht und als Anfangsverdacht genutzt</a> werden. In dem Zusammenhang muss nochmals daran erinnert werden, dass die Bundesministerin selbst ihre Maßnahme damit begründet hat, dass es zufällige Zugriffe geben soll, die gar kein Interesse haben und mit den Stopp-Seiten geblockt werden sollten &#8211; warum man dem nun mit einem Anfangsverdacht begegnen will, wird nicht erläutert.</p>
<p>Ebenso sollen <a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/aktueller-entwurf-zum-sperrgesetz/" target="_blank">mittelbare Links</a> gleichsam gesperrt werden. Dabei <a href="http://www.golem.de/0904/66711.html" target="_blank">äußert die Bundesjustizministerin inzwischen erhebliche Sorgen</a>, dass die Sperrliste auch auf andere Inhalte ausgeweitet wird und Begehrlichkeiten geweckt werden, <a href="http://www.heise.de/newsticker/Sachsen-Anhalts-Justizministerin-warnt-vor-mehr-Netzsperren--/meldung/137236" target="_blank">was auch anderen Ministern Sorgenfalten bereitet</a>. <a href="http://www.gulli.com/news/deutsche-netzsperren-2009-04-27/" target="_blank">Bestätigt hat sich dies inzwischen</a>, so wird laut nach der Sperre von Seiten gefragt, die Urheberrechtsverletzungen begehen (könnten) sowie unerlaubtes Glücksspiel offerieren. Ebenfalls <a href="http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/internetsperren-auch-fuer-jugendpornos/" target="_blank">wurde dies für Jugendpornographie gefordert</a>. Weiterhin <a href="http://www.gulli.com/news/kipo-sperren-internetzensur-2009-04-29/" target="_blank">ist zu erwarten</a>, dass dieses System EU-weit kommen wird.</p>
<p>Die Familienministerin <a href="http://www.golem.de/0904/66730.html" target="_blank">geht dabei in einem Interview so weit</a>, all diejenigen, die einen alternativen DNS eintragen, automatisch als schwer kriminelle zu bezeichnen, die sogar automatisch pädophile sein sollen. Solche Statements <a href="http://netzpolitik.org/2009/online-petition-in-der-tagesschau/" target="_blank">hält sie inhaltlich weiterhin bei</a>. Inzwischen gibt es aber auch <a href="http://www.golem.de/0905/66953.html" target="_blank">Stimmen aus der regierenden Koalition</a>, die mahnen, die Argumente der Kritiker zu beachten. Dazu passt <a href="http://www.tagesschau.de/inland/talkshows100.html" target="_blank">die Meldung</a>, dass die Ministerin die &#8220;Talkshow-Queen&#8221; ist, da sie am häufigsten (bisher 22 Mal) in Talkshow-Runden zu sehen war &#8211; hier lässt sich ein besonders auf Öffentlichkeitswirksamkeit optimiertes Handeln erkennen, was gerade der Ansatz der Kritiker beim Thema &#8220;Netzsperren&#8221; ist.</p>
<p>So oder so soll es noch dauern bis es umgesetzt ist: Die Telekom <a href="http://www.heise.de/newsticker/Surf-Sperre-fuer-Kinderporno-Seiten-verzoegert-sich--/meldung/136792" target="_blank">macht technische Hürden verantwortlich und stellt in Aussicht</a>, dass ein entsprechendes System erst in Monaten verfügbar sein wird. Jedenfalls <a href="http://www.golem.de/0904/66744.html" target="_blank">FDP und Grüne haben sich gegen Netzsperren</a> <a href="http://www.heise.de/newsticker/Kinderporno-Sperren-An-Populismus-kaum-zu-ueberbieten--/meldung/137193" target="_blank">ausgesprochen</a>, sollte die Verzögerung also bis nach der Bundeswahl andauern ist fraglich, was aus dem Projekt wird.</p>
<p><em><strong>Diskussion im Bundestag</strong></em></p>
<p>Interessant kann es auch sein, sich die Diskussion im Bundestag zum Thema durchzulesen, <a href="http://www.bundestag.de/bic/plenarprotokolle/pp_pdf/16214.pdf" target="_blank">das Protokoll ist hier zu finden</a> – man braucht aber Zeit um es zu lesen.</p>
<p>Inzwischen fand im Bundestag die erste Lesung samt Diskussion statt, die Redebeiträge sind <a href="http://www.youtube.com/view_play_list?p=C8362DEC2E766374" target="_blank">einzeln auf Youtube</a> zu finden. Die Diskussion wird auch schon thematisiert, dazu die folgenden Beiträge:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.nachgehakt.org/archives/166-Debatte-zu-Internetsperren-im-Bundestag.html" target="_blank">Umfassende Darstellung mit einzelnen Kommentaren</a></li>
<li><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,623125,00.html" target="_blank">Kritische Analyse der Diskussion beim Spiegel</a></li>
<li><a href="http://www.heise.de/newsticker/Bundestag-streitet-ueber-Kinderporno-Sperren--/meldung/137408" target="_blank">Bericht bei Heise</a></li>
<li><a href="http://www.bundestag.de/aktuell/archiv/2009/24306320_kw19_kinderpornografie/" target="_blank">Bericht bei Golem</a></li>
<li><a href="http://www.bundestag.de/aktuell/archiv/2009/24306320_kw19_kinderpornografie/" target="_blank">Gegenüberstellung: Zusammenfassung der Oppositionsmeinung beim Bundestag</a> vs. <a href="http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2009/2009_129/03.html" target="_blank">Zusammenfassung der Meinung der Regierungskoalition</a></li>
</ul>
<p><strong><em>Meinungen: Presse</em></strong></p>
<p>Es gibt inzwischen eine Flut von Kommentaren zum Thema. Wenn man sich die Kommentare aus Aachener Nachrichten und Aachener Zeitung kurz durchliest – <a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/netzsperren-nur-ein-erster-schritt/">hier von mir eingestellt</a> – hat man erstmal einen schnellen guten Überblick beider Positionen. Vertiefend nun weitere Meinungen, zuerst “pro Netzsperren”:</p>
<ul>
<li>Der <a href="http://www.tagesschau.de/inland/kommentar274.html" target="_blank">Kommentar der Tagesschau</a> hat recht hohe Wellen geschlagen</li>
<li>Die <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_hans_peter_uhl-650-5550--f173841.html#frage173841" target="_blank">Stellungnahme eines Politikers</a> auf Abgeordnetenwatch zum Thema</li>
<li><a href="http://agbs.fazjob.net/s/Rub7FC5BF30C45B402F96E964EF8CE790E1/Doc~E9C5D099EA72244338369D525B46C9DC4~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Kommentar in der FAZ</a></li>
</ul>
<p>Hier nun “contra” oder zumindest kritisch:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.sueddeutsche.de/panorama/813/465404/text/" target="_blank">Casati analysiert in der Süddeutschen die Gesamtsituation</a></li>
<li>Sehr <a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/536/465128/text/" target="_blank">kritisch ebenfalls die SZ</a> zur Frage, ob solche “Sperren” überhaupt etwas bringen</li>
<li>Die Titanic <a href="http://www.titanic-magazin.de/stopp.html" target="_blank">bezieht wieder einmal auf ihre eigene Art</a> Stellung</li>
<li>Heise <a href="http://www.heise.de/ct/Die-Argumente-fuer-Kinderporno-Sperren-laufen-ins-Leere--/artikel/135867%20" target="_blank">analysiert umfassend die Argumente</a> der Bundesfamilienministerin und widerlegt diese</li>
<li>Der Spiegel ist ebenfalls sehr kritisch beim Thema Netzsperren, <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,619505,00.html" target="_blank">nachzulesen hier</a></li>
<li>Kritische <a href="http://www.ftd.de/politik/europa/:Kampf-gegen-Kinderporno-Netzsperre-f%FCr-die-ganz-Dummen/492320.html" target="_blank">Stellungnahme der FTD</a> zum Thema</li>
<li>Die Zeit hat ebenfalls einen <a href="http://www.zeit.de/online/2009/17/netzsperren-leyen-stoppschild" target="_blank">kritischen Kommentar</a> gebracht, und den angesichts der aktuellen Entwicklungen erheblich verstärkt <a href="http://www.zeit.de/online/2009/17/netzsperren-bka-gesetz" target="_blank">in einer neuen Auflage<br />
</a></li>
<li>Thilo Weichert (LDSB) <a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/uld-kein-mitloggen-von-nutzerzugriffen/" target="_blank">kritisiert in einer Pressemitteilung</a> die Erfassung der Daten der Stopp-Seiten</li>
<li>Interview mit <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/waz/meinung/2009/4/23/news-117766911/detail.html" target="_blank">Bettermann bei DerWesten zum Thema</a></li>
<li><a href="http://www.handelsblatt.com/politik/_b=2234239,_p=6,_t=ftprint,doc_page=0;printpage" target="_blank">Kritisch auch das Handelsblatt in einer Stellungnahme</a></li>
<li><a href="http://www.handelsblatt.com/technologie/it-internet/erster-erfolg-fuer-online-petition-gegen-internetsperre;2269393" target="_blank">Das Handelsblatt erneut kritisch nach der 50k Schwelle bei der Petition</a></li>
<li><a href="http://www.handelsblatt.com/technologie/it-internet/es-mischen-sich-jetzt-online-und-reale-welt;2269875" target="_blank">Interview im Handelsblatt zur Petition</a></li>
<li><a href="http://www.morgenpost.de/berlin/article1088198/Anzeige_gegen_Ursula_von_der_Leyen_eingestellt.html" target="_blank">Die Berliner Morgenpost</a></li>
<li>Die Zeit geht <a href="http://www.zeit.de/online/2009/20/netzsperren-kritik-verdrossenheit?page=all" target="_blank">in einem dritten Kommentar</a> nun deutlich auf Konfrontationskurs zu den Politikern</li>
<li><a href="http://fr-online.de/top_news/1749605_Leitartikel-Zensur-hilft-keinem-Kind.html" target="_blank">Ebenfalls die Frankfurter Rundschau</a></li>
<li><a href="http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/blogosphaere-gegen-guttenzwerg/" target="_blank">TAZ: Blogosphäre gegen &#8220;Guttenzwerg&#8221;</a></li>
<li><a href="http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Erfolg-von-Online-Petitionen-In-vier-Tagen-in-den-Bundestag/512178.html" target="_blank">Bericht bei der FAZ zur Petition</a></li>
<li><a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/16/0,3672,7558608,00.html " target="_blank">Zusammenfassung der Kritik beim ZDF</a></li>
<li><a href="http://www.zeit.de/online/2009/20/kinderpornografie-fakten?page=1 " target="_blank">Überprüfen der Fakten bei der ZEIT</a></li>
<li><a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~EAD036B1E03B84213841CFC2B08E5A989~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_feuilleton" target="_blank">Die Spur der Kinderschänder &#8211; offene Kritik bei der FAZ</a></li>
<li><a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/pr-schlacht-um-kinderporno-sperren;2277768" target="_blank">Das Handelsblatt tituliert die Pro-Stellungnahmen inzwischen deutlich als &#8220;PR-Schlacht&#8221;</a></li>
</ul>
<p><em><strong>Meinungen: Juristische Blogs (Blawgs)</strong></em></p>
<p>Eine gesonderte Übersicht über Meinungen und Diskussionen der Blawgosphäre:</p>
<ul>
<li><a href="https://www.blogger.com/comment.g?blogID=4384107518399812798&amp;postID=3183673329136417069" target="_blank">Rechtsanwalt Stadler mit einem umfassenden Statement</a></li>
<li><a href="http://blog.beck.de/2009/04/22/gesetzentwurf-zu-internetsperren-im-kabinett-beschlossen" target="_blank">Beck-Blog Artikel mit Diskussion</a></li>
<li><a href="https://www.blogger.com/comment.g?blogID=4384107518399812798&amp;postID=2531664268647712646" target="_blank">RA Stadler bezweifelt die Verfassungsmäßigkeit</a></li>
<li><a href="http://www.telemedicus.info/index.php?url=article/1271-Netzsperren-Der-neue-Entwurf-und-seine-Rechtsmaessigkeit.html&amp;serendipity[csuccess]=true#feedback" target="_blank">Analyse von Telemedicus</a></li>
<li><a href="http://www.mpicc.de/ww/de/pub/forschung/forschungsarbeit/strafrecht/sperrverfuegungen.htm" target="_blank">Gutachten beim Max-Plack-Institut</a></li>
<li><a href="http://www.internet-law.de/2009/03/sperrung-von-kinderpornografie-im-netz.html" target="_blank">Die Lügen der Bundesregierung</a></li>
<li><a href="http://www.jurawelt.com/sunrise/media/mediafiles/13735/sperrungsverfuegung.pdf" target="_blank">Aufsatz in der MMR zum Thema Netzsperren aus früherer Zeit</a></li>
<li><a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/ccc-publiziert-bka-vertrag-zur-sperrung-von-kipo/" target="_blank">Rechtliche Probleme beim Sperr-Vertrag</a></li>
<li>Überlegungen bei Telemedicus wie man Netzsperren <a href="http://www.telemedicus.info/article/1236-Wie-regelt-man-Netzsperren-gesetzlich.html" target="_blank">rechtlich regeln könnte</a> und wie man es <a href="http://www.telemedicus.info/article/1232-Netzsperren-Was-geht-technisch.html" target="_blank">technisch umsetzen könnte</a></li>
<li><a href="http://upload-magazin.de/blog/2864-internetzensur-warum-die-meinungs-und-informationsfreiheit-alleine-keine-hilfe-sind/" target="_blank">Analyse der Begrifflichkeiten: Zensur, Meinungsfreiheit, Informationsfreiheit</a></li>
<li><a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/kinderpornographie-gesellschaftspolitische-anmerkungen/" target="_blank">Kinderpornographie: Gesellschaftspolitische Anmerkungen</a></li>
<li><a href="http://www.internet-law.de/2009/05/die-uneinsichtigkeit-der-ursula-von-der.html" target="_blank">Die Uneinsichtigkeit der Ursula von der Leyen</a></li>
<li><a href="http://www.heise.de/newsticker/Sachliche-Debatte-ueber-Internetsperren-gefordert--/meldung/137579" target="_blank">Sachliche Debatte über das Thema gefordert</a> (Bericht über Stellungnahme des Direktors des Hasso-Plattner-Instituts)</li>
</ul>
<p><strong><em>Meinungen: Blogs</em></strong></p>
<p>Bisher ist mir ein Blog-Eintrag pro-Netzsperren bekannt:</p>
<ul>
<li><a href="http://nicole-rensmann.bookola.de/blog/?p=3293" target="_blank">Stellungnahme pro Netzsperren</a></li>
</ul>
<p>Eine Auflistung ausgewählter kritischer Artikel zum Thema :</p>
<ul>
<li><a href="http://www.internet-law.de/2009/02/netzsperren-fordert-die-bundesregierung.html" target="_blank">Handelt es sich um eine Straftat bei dem Sperren?</a></li>
<li><a href="http://freiheitblog.wordpress.com/2009/04/18/aus-gegebenem-anlass-2/" target="_blank">Umfassender Kommentar im Freiheitblog</a></li>
<li>Bei Netzpolitik.org gibt es einen Artikel “<a href="http://netzpolitik.org/2009/die-dreizehn-luegen-der-zensursula/" target="_blank">Die 13 Lügen der U.v.d.L.</a>”</li>
<li>Artikel <a href="http://www.mein-parteibuch.com/blog/2009/04/19/psst-geheim-gefiltert-werden-nur-die-anderen/" target="_blank">im Parteibuch</a></li>
<li>Kritik <a href="http://4topas.wordpress.com/2009/04/18/auf-dem-kinderporno-ticket-zur-internetzensur/" target="_blank">bei der Dreckschleuder</a> und noch einmal <a href="http://4topas.wordpress.com/2009/04/17/sie-konnen-naturlich-vor-das-bild-ein-laken-hangen-das-bild-aber-hangt-dann-noch-immer-dort/" target="_blank">die Dreckschleuder</a></li>
<li><a href="http://praegnanz.de/weblog/fuenf-argumente-gegen-die-webzensur" target="_blank">5 Argumente bei Praegnanz.de</a></li>
<li><a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/kinderpornographie-gesellschaftspolitische-anmerkungen/" target="_blank">Kinderpornographie: Gesellschaftspolitische Anmerkungen</a></li>
<li><a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/netzsperren-ausblenden-der-taten/" target="_blank">Netzsperren: Ausblenden der Taten</a></li>
<li><a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/kurz-netzsperren-werden-wohl-realitat/" target="_blank">Netzsperren bald Realität</a></li>
<li><a href="http://www.internet-law.de/2009/01/was-gegen-netzsperren-zur-bekmpfung-der.html" target="_blank">Was gegen Netzsperren spricht</a></li>
<li><a href="http://banger.twoday.net/stories/der-bloedsinn-mit-den-kinderporno-sperren/" target="_blank">Was ich nicht sehe, existiert nicht</a></li>
<li><a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/zu-spat-grenze-uberschritten-bei-netzsperren-diskussion/" target="_blank">Diskussion zur Wahl der Argumente</a> mit <a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/nachtrag-zur-diskussion-um-netzsperren-argumente/" target="_blank">Nachtrag</a></li>
<li><a href="http://blog.kairaven.de/archives/1800-Streifzug-durch-die-Welt-der-Zensur-und-UEberwachung.html" target="_blank">Zusammenfassung zum Thema Zensur bei KaiRaven</a></li>
<li><a href="http://www.elementarteile.de/?p=2375" target="_blank">Die Mohawk-Valley-Formel</a></li>
<li><a href="http://ralfschwartz.typepad.com/mc/2009/04/ene-mene-muh-schwer-paedokriminell-bist-du.html" target="_blank">Jeder 2.Mann ist pädophil?</a></li>
<li><a href="http://www.jensscholz.com/2009/04/warum-es-um-zensur-geht.htm" target="_blank">Warum es um Zensur geht</a></li>
<li><a href="http://christian-weber.org/2009/05/07/vodafone-schutzt-mich/" target="_blank">Antwort eines Providers zum Thema</a></li>
<li><a href="http://www.news.de/article/306/wie-maechtig-ist-das-netz-" target="_blank">Wie mächtig ist das Netz?</a></li>
<li><a href="http://sprechblase.wordpress.com/2009/05/09/der-aufbruch-der-generationen/" target="_blank">Aufbruch der Generationen</a></li>
<li><a href="http://www.c0t0d0s0.org/archives/5543-Ein-Vorschlag-zur-Guete,-Frau-von-der-Leyen.html" target="_blank">Ein Vorschlag zur Güte Fr. von der Leyen</a></li>
<li><a href="http://www.spreeblick.com/2009/05/14/post-von-frau-von-der-leyen/" target="_blank">Post von Fr. von der Leyen:</a> Ein Blogger hat schriftlich Antwort von der Ministerin erhalten</li>
</ul>
<p><em><strong>Spezial: Opfer und Verbände</strong></em></p>
<p><a href="http://www.zeit.de/online/2009/17/netzsperren-missbrauch" target="_blank">In der Zeit</a> findet sich ein Interview mit dem Vertreter eines Vereines (<a href="http://mogis.wordpress.com/" target="_blank">MOGIS</a>), der von Missbrauchsopfern gegründet wurde und sich kritisch zum Thema äussert (<a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Missbrauch-Internet-Pornografie-Kinderpornografie;art122,2774952" target="_blank">ebenfalls Tagesspiegel</a>). Ebenfalls kritisch <a href="http://www.carechild.de/news/politik/internetzensur_die_grossen_luegen_der_ursula_von_der_leyen_572_1.html" target="_blank">äussert sich CareChild</a>. Beide verweisen darauf, dass es Server in Deutschland gibt, gegen die nicht vorgegangen wird. Der MOGIS-Sprecher hat das Bundesfamilienministerium sdogar auf einen konkreten Server aufmerksam gemacht, wobei das Ministerium wenig Aktivitäten zeigte, den abzuschalten (Dazu das <a href="http://www.golem.de/0904/66528.html" target="_blank">Interview bei Golem</a> beachten)</p>
<p>Die großen Verbände, darunter Kinderschutzbund, UNICEF und Deutsche Kinderhilfe begrüssen den Schritt <a href="http://newsticker.welt.de/index.php?channel=pol&amp;frame=0&amp;time=1240008237&amp;module=dpa&amp;id=20961308" target="_blank">laut Welt.de</a>. Die deutsche Kinderhilfe hat nun auch <a href="http://www.kinderhilfe.de/aktuell.php?p=anzeigen&amp;id=189" target="_blank">einen Aufruf</a> pro Sperr-Gesetz gestartet. Dabei sollte man unbedingt die Analyse &#8220;<a href="http://www.fixmbr.de/deutsche-kinderhilfe-jetzt-wirds-schmutzig-zensursula/" target="_blank">Deutsche Kinderhilfe &#8211; wer ist das?</a>&#8221; einmal in Ruhe lesen, um deren Stellungnahmen insgesamt zu hinterfragen.</p>
<p>Der Branchenverband Bitkom hat zwischenzeitlich eine umfassende Stellungnahme abgegeben (<a href="http://www.heise.de/newsticker/IT-Branchenverband-fordert-massive-Aenderungen-bei-Kinderporno-Sperren--/meldung/137558" target="_blank">Bericht bei Heise</a>) in dem Änderungen gefordert werden und mit Kritik nicht gespart wird.</p>
<p>Zusätzlich gibt es Forderungen mehrer Verbände (u.a. VBE), die eine Verschärfung fordern, <a href="http://netzpolitik.org/wp-upload/stellungnahme-sperrung-kinderpornographie-verbessern.pdf" target="_blank">zu finden ist das hier</a>.</p>
<p><em><strong>Spezial: Die Umfrage</strong></em></p>
<p>Inzwischen geistert eine Umfrage der deutschen Kinderhilfe durch die Presse (<a href="http://www.welt.de/webwelt/article3751880/92-Prozent-der-Deutschen-fuer-Kinderporno-Sperre.html" target="_blank">etwa hier bei der Welt</a>), die erklärt, 92% der Deutschen haben kein Problem mit der Sperrung von Kinderpornographie. Bei dieser Umfrage aber muss man bedenken, dass schon die Frage falsch ist, da die Vorwürfe (fehlende Transparenz &amp; Kontrolle, Missbrauchsgefahr) mit dieser Frage gar nichts zu tun haben.</p>
<p>Kurz danach hat eine weitere Umfrage (durch das gleiche Institut!) bewiesen, dass über 90% der Deutschen keine (nicht-funktionierenden) Netzsperren wünschen &#8211; die suggestiven Fragen der Kinderhilfe haben diesen Wert künstlich erzeugt. Eine detaillierte Darstellung dazu findet man <a href="http://www.zeit.de/online/2009/22/netzsperren-umfrage" target="_blank">bei der ZEIT</a>.</p>
<p>Zum Thema:</p>
<ul>
<li><a href="http://mogis.wordpress.com/2009/05/17/wir-machen-jetzt-unsere-eigene-propaganda/" target="_blank">Internet-Gemeinde überlegt eine eigene Umfrage zu finanzieren</a></li>
<li><a href="http://wwwut.wordpress.com/2009/05/17/weltbearbeitung-gescheitert/" target="_blank">Beitrag im Wut-Blog</a></li>
<li><a href="http://www.readers-edition.de/2009/05/17/das-volk-ruft-nach-zensur/" target="_blank">Beitrag bei Readers-Edition</a></li>
</ul>
<p><strong><em>Hinweis: Aktionen</em></strong></p>
<ul>
<li>Der <a href="http://www.ccc.de/censorship/dns-howto/" target="_blank">CCC erklärt</a>, wie man seine DNS-Einstellungen bearbeitet und zeigt zugleich, wie unwirksam die IDee der “Sperre” via DNS-Umleitung ist (dazu auch <a href="http://rhein-zeitung.de/on/09/04/17/tt/t/rzo558438.html" target="_blank">dieses Interview</a> beachten)</li>
<li>Auch der FoeBUD <a href="http://www.foebud.org/aboutus/gegen-internetsperren-in-einer-freien-gesellschaft-foebud-richtet-anti-zensur-dns-server-ein/" target="_blank">bietet einen eigenen</a> DNS an</li>
<li>CareChild hat mit einer Aktion demonstriert, dass man Server in kürzester Zeit abschalten lassen kann, wenn man denn will – <a href="http://www.carechild.de/news/politik/internetzensur_carechild_versuch_blamiert_deutsche_politiker_566_1.html" target="_blank">nachzulesen hier</a></li>
<li>Bei Youtube <a href="http://www.youtube.com/swf/l.swf?swf=http%3A//s.ytimg.com/yt/swf/cps-vfl90747.swf&amp;video_id=jVh7Oj5pNeM&amp;rel=1&amp;eurl=http%3A//1stmachine.soup.io/&amp;iurl=http%3A//i3.ytimg.com/vi/jVh7Oj5pNeM/hqdefault.jpg&amp;sk=8HMlXFHaB1ttwrpljEgRLLJdZQ09BOReC&amp;cr=US&amp;avg_rating=5.0&amp;video_id=jVh7Oj5pNeM&amp;length_seconds=17&amp;allow_ratings=1&amp;title=Internetsperren%20umgehen%20in%2015%20Sekunden" target="_blank">findet sich ein Video</a>, wie man solche Sperren umgeht</li>
<li>Die Seite <a href="http://zensurprovider.de/">http://zensurprovider.de/</a> erarbeitet eine Übersicht, wer sperrt und wer nicht</li>
<li>Die <a href="http://stoppseite.de/" target="_blank">http://stoppseite.de/</a> versucht einen anderen Weg, um über das Thema aufzuklären</li>
<li><a href="http://www.heise.de/newsticker/CCC-Kunden-von-Zensurprovidern-sollen-klagen--/meldung/136361" target="_blank">CCC ruft zur Klage auf</a></li>
<li><a href="http://de-zensiert.de/rechtliches.html" target="_blank">Was kann man als betroffener Kunde tun?</a></li>
<li>Gruppe zum Thema <a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/hinweis-facebook-gruppe-gegen-netzsperren/" target="_blank">bei Facebook</a></li>
<li><a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860" target="_blank">Es gibt eine Petition</a>, mit der man sich postieren kann, <a href="http://saschalobo.com/2009/05/05/interview-mit-franziska-heine-hauptpetentin-der-epetition-gegen-netzsperren/" target="_blank">dazu das Interview mit der Haupt-Petentin</a>. Dazu gehört auch <a href="http://fholzhauer.de/archives/2009/05/06/ich-unterschreibe-nicht/" target="_blank">die Diskussion, in wie weit so eine Petition sinnvoll ist</a>, wobei die Argumente, dass man damit wenigstens deutlich macht, dass es eine breite Front von Kritikern gibt die gehört werden wollen, nicht von der Hand zu weisen sind. Die Reaktionen auf die Petition sind sehr umfassend, einen guten Rundum-Überblick <a href="http://rivva.de/about/http://saschalobo.com/2009/05/05/interview-mit-franziska-heine-hauptpetentin-der-epetition-gegen-netzsperren/" target="_blank">gibt diese Rivva-Auflistung</a>.</li>
<li>Auf Youtube wird das Thema mit Lego-Steinen erklärt, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=GUT_o23zqdk&amp;eurl=http%3A%2F%2Fnetzpolitik%2Eorg%2F2009%2Fmit%2Dlego%2Ddie%2Ddns%2Dsperren%2Derklaert%2F&amp;feature=player_embedded" target="_blank">zu finden hier</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Meldungen rund um die Überwachung der Kommunikation</title>
		<link>http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/meldungen-rund-um-die-uberwachung-der-kommunikation/1991/</link>
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		<pubDate>Sun, 10 May 2009 16:03:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jens.ferner</dc:creator>
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		<category><![CDATA[verfassungsbeschwerde]]></category>
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		<description><![CDATA[Das brennende Thema auch in dieser Woche war natürlich die Diskussion um die so genannten Netzfilter, dazu kamen ein paar weitere Meldungen, wobei “GAGA-GOGO-Wiefelspütz” sicherlich Aufmerksamkeit auf sich ziehen wird – ich fasse hier alles kurz zusammen: Man sollte Politiker offenbar nicht nach ihrer Kompetenz fragen, ansonsten muss man mit fragwürdigen Reaktionen wie dieser des Herrn Wiefelspütz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das brennende Thema auch in dieser Woche war natürlich die Diskussion um die so genannten Netzfilter, dazu kamen ein paar weitere Meldungen, wobei “GAGA-GOGO-Wiefelspütz” sicherlich Aufmerksamkeit auf sich ziehen wird – ich fasse hier alles kurz zusammen:</p>
<ol>
<li>Man sollte Politiker offenbar nicht nach ihrer Kompetenz fragen, ansonsten muss man mit <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/print.php?frage=180717" target="_blank">fragwürdigen Reaktionen wie dieser</a> des Herrn Wiefelspütz auf Abgeordnetenwatch rechnen. <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/print.php?frage=180919" target="_blank">Nachfragen sollte man besser auch nicht</a>.</li>
<li>Zum Thema Netzsperren biete ich <a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/uberblick-zum-thema-netzsperren/" target="_blank">weiterhin hier eine laufend aktualisierte Übersicht an</a> &#8211; daher kein weiterer Text dazu</li>
<li>Der BGH hat nun geurteilt, was Pessimisten vorausgesagt haben: Die Beschlagnahme von Mails ist auf den §99 StPO zu stützen – eine denkbar geringe Stufe. <a href="http://www.heise.de/newsticker/BGH-setzt-niedrige-Huerden-zur-E-Mail-Ueberwachung--/meldung/137582" target="_blank">Details dazu bei Heise</a>.</li>
<li>Laut der Times (<a href="http://www.timesonline.co.uk/tol/news/politics/article6211101.ece" target="_blank">Meldung hier</a>), ist in Großbritannien angedacht, das Internet umfassend und flächendeckend zu überwachen. Der Spass ist den Briten fast 1 Milliarde englische Pfund wert.</li>
<li><a href="http://www.heise.de/security/Strafverfolger-fordern-Cybercrime-Task-Force-bei-IP-Adressverwaltern--/news/meldung/137259" target="_blank">Heise berichtet,</a> dass eine “Task-Force” mit staatlicher Besetzung bei den IP-Adressverwaltern zunehmend diskutiert wird</li>
<li>Die Niederlande bereiten sich auf die Vorratsdatenspeicherung vor <a href="http://www.heise.de/newsticker/Niederlaendische-Zentralstelle-bereit-fuer-Aufnahme-von-Verbindungsdaten--/meldung/137302" target="_blank">berichtet Heise</a>. Interessant dabei: Die Bündelung der katalogisierung aller Kommunikationsdaten der gesamten Bevölkerung bei einer einzelnen Behörde.</li>
<li>Das BVerfG hat <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=305&amp;Itemid=55" target="_blank">laut AK VDS</a> einen umfassenden Fragen-Katalog in der Beschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung vorgelegt, der auf einen tief gehenden kritischen Blick schließen lässt</li>
</ol>
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		<title>Hinweis: Facebook-Gruppe gegen Netzsperren</title>
		<link>http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/hinweis-facebook-gruppe-gegen-netzsperren/1906/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 15:10:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jens.ferner</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Nur ein kurzer Hinweis: Bei Facebook gibt es eine Gruppe contra Netzsperren, zu finden hier.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nur ein kurzer Hinweis: Bei Facebook gibt es eine Gruppe contra Netzsperren, <a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=76780790732" target="_blank">zu finden hier</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Streiks gegen Netzsperren: Ich nehme nicht teil.</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 09:51:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jens.ferner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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		<description><![CDATA[Ohne Polemik: Via Spreeblick werde ich darauf aufmerksam, dass es wohl eine &#8220;Streikwelle&#8221; als Zeichen gegen die heute beschlossenen &#8220;Netzsperren&#8221; gibt. Zwar muss es noch in den Bundestag, aber man darf sich wieder auf ein Abnicken einstellen. Ich möchte an dem Streik &#8211; auch wenn ich die Idee nett finde &#8211; nicht teilnehmen, denn ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ohne Polemik: Via Spreeblick werde ich darauf aufmerksam, dass es wohl eine &ldquo;Streikwelle&rdquo; als Zeichen gegen die heute beschlossenen &ldquo;Netzsperren&rdquo; gibt. Zwar muss es noch in den Bundestag, aber man darf sich wieder auf ein Abnicken einstellen.</p>
<p>Ich möchte an dem Streik &ndash; auch wenn ich die Idee nett finde &ndash; nicht teilnehmen, denn ich denke, in der Zeit jetzt brauchen wir vor allem Kommunikation und Diskussion, und gerade nicht das freiwillige Abschalten wichtiger Diskussionsplattformen. </p>
<p><em>Zu viele Menschen da draußen glauben, dass die Sperren sinnvoll und gut sind, zu viele Menschen verstehen unsere Kritik nicht. Wir sollten dafür sorgen, es denen begreiflich zu machen &ndash; und nicht auch noch freiwillig das Feld räumen, nicht einmal im Rahmen einer Aktion. Dies sicherlich auch unter dem Blickwinkel, dass die Presse die Blogs nutzt, um die andere Meinung zu sehen.</em></p>
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		<title>Kabinett beschließt Netzsperren gegen Kinderpornos</title>
		<link>http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/kabinett-beschliest-netzsperren-gegen-kinderpornos/1901/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 09:22:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jens.ferner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[bundeskriminalamt]]></category>
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		<description><![CDATA[Im Folgenden die Pressemitteilung, dass die &#8220;Netzsperren&#8221; vom Bundeskabinett beschlossen wurden, als nächstes ist der Bundestag dran. Vor allem der Abschnitt &#8220;mit allen rechtsstaatlichen Mitteln&#8221; liest sich doch sehr zynisch, hervorgehoben wird nun sehr agressiv, dass die anfallenden Daten zur Strafverfolgung genutzt werden können. Auffallend ist auch wieder, dass die PKS als Spiegelbild der Wirklichkeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Folgenden die Pressemitteilung, dass die &ldquo;Netzsperren&rdquo; vom Bundeskabinett beschlossen wurden, als nächstes ist der Bundestag dran. Vor allem der Abschnitt &ldquo;mit allen rechtsstaatlichen Mitteln&rdquo; liest sich doch sehr zynisch, hervorgehoben wird nun sehr agressiv, dass die anfallenden Daten zur Strafverfolgung genutzt werden können. Auffallend ist auch wieder, dass die PKS als Spiegelbild der Wirklichkeit verkauft wird, auch ist es inzwischen nachweislich falsch, dass die Bundesregierung alles versucht, um entsprechende Webseiten abzuschalten.</p>
<p><em>Hinweis: Eine Zusammenfassung zum Thema </em><a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/uberblick-zum-thema-netzsperren/" target="_blank"><em>halte ich hier bereit</em></a><em>.</em></p>
<blockquote>
<p>Die Bundesregierung hat am 22.04. 2009 auf Vorlage des Bundesministers für Wirtschaft und Technologie den Entwurf für ein Gesetz zur Bekämpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen beschlossen. Es setzt damit die erst kürzlich beschlossenen Eckpunkte um.</p>
<p>Die neuen Regelungen enthalten Änderungsvorschläge zum Telemediengesetz (TMG) und zum Telekommunikationsgesetz (TKG). Sie beschränken sich &#8211; wie in den Eckpunkten festgelegt &#8211; auf Zugangserschwerungen zu kinderpornographischen Inhalten.</p>
<p>Kinderpornographie ist die Dokumentation von Kindesmissbrauch und der sexuellen Ausbeutung von Kindern. Hinter jedem Bild und jedem Film steht ein missbrauchtes Kind. Trotz internationaler Anstrengungen zur Täterermittlung und Schließung von Websites bleiben Angebote mit kinderpornographischen Inhalten im Internet abrufbar und nehmen beständig zu. Die polizeiliche Kriminalstatistik verzeichnet seit Jahren einen Anstieg bei der Verbreitung der Kinderpornographie im Netz. So ist allein in Deutschland im Zeitraum von 2006 auf 2007 ein Zuwachs von 111 % zu verzeichnen (2936 auf 6206 Fälle).</p>
<p>Gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern im Internet muss mit allen rechtsstaatlichen Mitteln vorgegangen werden. Die Täter müssen weiterhin mit Hochdruck ermittelt und kinderpornographische Seiten geschlossen werden. Das heute im Kabinett beschlossene Gesetz will &#8211; im Rahmen einer Gesamtstrategie gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern und seiner Darstellung im Internet &#8211; die bestehenden Möglichkeiten wirksam ergänzen.</p>
<p>Wesentliche Inhalte des geplanten Gesetzes sind:</p>
<ul>
<li>Auf der Basis von Sperrlisten des Bundeskriminalamts werden alle großen privaten Internetzugangsanbieter verpflichtet, den Zugang zu kinderpornographischen Inhalten im Internet durch geeignete technische Maßnahmen zu erschweren;</li>
<li>Aus präventiven Gründen wird gegenüber den betroffenen Nutzern über eine sog. Stoppmeldung klargestellt, warum der Zugang zu einem kinderpornographischen Angebot erschwert wird</li>
<li>Die Zugangsanbieter haften nur, wenn und soweit sie die Sperrliste des Bundeskriminalamts nicht ordnungsgemäß umsetzen.</li>
<li>Die anfallenden Daten können für die Strafverfolgung genutzt werden.</li>
</ul>
<p>Die Bundesregierung weiß, dass mit diesen Regelungen gesetzgeberisches Neuland betreten wird. Sie schlägt deshalb auch vor, dass innerhalb von zwei Jahren nach Inkrafttreten des Gesetzes eine Evaluierung erfolgt.</p>
</blockquote>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Nachtrag zur Diskussion um Netzsperren-Argumente</title>
		<link>http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/nachtrag-zur-diskussion-um-netzsperren-argumente/1892/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 05:08:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jens.ferner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachtrag zum Fefe-Artikel von mir: Nachdem ich bei Netzpolitik das Update gelesen habe, verstehe ich (glaube ich zumindest) langsam warum so viele Probleme mit meinem Artikel haben: Meine Äusserung, es sei keine Zensur wird so verstanden, dass ich erkläre, Netzsperren wären niemals Zensur und deswegen zu vertreten. In der Tat habe ich mich unklar ausgedrückt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachtrag zum <a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/zu-spat-grenze-uberschritten-bei-netzsperren-diskussion/" target="_blank">Fefe-Artikel von mir</a>: Nachdem ich bei Netzpolitik <a href="http://netzpolitik.org/2009/gesetzentwurf-gedanken-zur-medialen-wahrnehmung/" target="_blank">das Update</a> gelesen habe, verstehe ich (glaube ich zumindest) langsam warum so viele Probleme mit <a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/zu-spat-grenze-uberschritten-bei-netzsperren-diskussion/" target="_blank">meinem Artikel</a> haben: Meine Äusserung, es sei keine Zensur wird so verstanden, dass ich erkläre, Netzsperren wären niemals Zensur und deswegen zu vertreten. In der Tat habe ich mich unklar ausgedrückt.</p>
<p>Mir ging es um die formaljuristische Klarstellung, dass die Abschaltung von publizierten strafbaren Inhalten (ich meine Abschaltung, nicht &#8220;Sperre&#8221;) keine Zensur ist. Wenn dieser grundrechtsintensive Eingriff aber schon vertretbar ist, dann kann der weniger intensive Eingriff (Erschwernis des Zugriffs für kleinen Teil der Bevölkerung nach Publikation) erst recht kein Problem sein. Zu bedenken ist, dass es sich beim Abschalten nach Veröffentlichung wenn überhaupt nach meinem Verständnis um eine &#8220;Nachzensur&#8221; handelt. Wenn das Grundgesetz aber von &#8220;Zensur&#8221; spricht, ist alleine die &#8220;Vorzensur&#8221; gemeint. Und das ist kein Gedanke von mir alleine, sondern kann in jedem GG-Kommentar und beim BVerfG nachgelesen werden.</p>
<p>Das Ergebnis ist bei mir, dass ich das Zensurargument nicht als Argument zählen lasse. Deswegen ist es aber keine Rechtfertigung, das Argument &#8220;Zensur&#8221; ist für mich damit einfach nur hin und unbrauchbar.</p>
<p><em>Wie ich in den Kommentaren schon klar gestellt habe: Mir geht es um eine Diskussion um die Wahl der Argumente, nicht um eine Diskussion um die konkrete Position contra Netzsperren. Die steht bei mir außer Frage.</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Zu spät: Grenze überschritten bei Netzsperren-Diskussion (Update)</title>
		<link>http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/zu-spat-grenze-uberschritten-bei-netzsperren-diskussion/1877/</link>
		<comments>http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/zu-spat-grenze-uberschritten-bei-netzsperren-diskussion/1877/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2009 06:05:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jens.ferner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[eu]]></category>
		<category><![CDATA[grundrecht]]></category>
		<category><![CDATA[kontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[los]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Kritiker der Netzsperren fangen nun an, sich selbst anzugreifen. Nach meinem gestrigen Artikel wird nun spontan genau das gemacht, wovor ich gewarnt habe: Mit fatalen Folgen. Ausgerechnet Netzpolitik springt auch noch auf den Zug auf und zitiert voller Anerkennung einen Punkt, der zumindest hinterfragt gehört. Es geht u.a. um diesen Absatz bei Fefe: Leider [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kritiker der Netzsperren fangen nun an, sich selbst anzugreifen. Nach meinem <a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/diskussion-zu-netzsperren-keine-grenzuberschreitung-bitte/" target="_blank">gestrigen Artikel </a>wird nun spontan genau das gemacht, wovor ich gewarnt habe: Mit fatalen Folgen. Ausgerechnet Netzpolitik springt auch noch auf den Zug auf und <a href="http://netzpolitik.org/2009/gesetzentwurf-gedanken-zur-medialen-wahrnehmung/" target="_blank">zitiert voller Anerkennung</a> einen Punkt, der zumindest hinterfragt gehört. Es geht u.a. um diesen Absatz <a href="http://blog.fefe.de/index.html?ts=b7120857" target="_blank">bei Fefe</a>:</p>
<blockquote><p>Leider harken die Medien immer noch auf dem Punkt herum, dass die Sperren nicht funktionieren werden. DAS IST NICHT DER PUNKT. Im GEGENTEIL. Ihr lasst euch da gerade Instrumentalisieren für die nächste Runde. In der ersten Runde etablieren sie Zensur, die nicht funktioniert, aber gerade noch so von den üblichen Mitläufern als vertretbar angesehen wird, und in der zweiten Runde werden sie dann richtige Zensur etablieren, und dann ist es zu spät, grundsätzlich dagegen zu sein, weil wir ja schon Zensur haben. […]</p>
<p>Also bitte: erwähnt nicht mehr, dass die Filter nicht funktionieren. Das ist nicht nur ein schlechtes Argument, es ist aktiv kontraproduktiv. Wer das auch nur in den Mund nimmt, ist Teil des Problems, nicht der Lösung.</p></blockquote>
<p dir="ltr">Das ist falsch, denn es setzt weiter gedacht voraus, dass das Abschalten strafbarer Inhalte eine Zensur darstellt. Blödsinn, aber wir haben ja ständig das Problem, dass der Begriff der Zensur viel zu weit ausgelegt und falsch angewendet wird. Strafbare Inhalte nicht abzuschalten ist so, als würden wir Verbrechen verbieten, aber nicht einschreiten, wenn sie stattfinden. Um das klar zu sagen: Ich kämpfe nicht für die freie Zugänglichkeit kinderpornographischer Werke. Und nur weil ich die Grundsätze unseres Rechtsstaates verteidige – dazu gehört nun mal die Geeignetheit von Maßnahmen – bin ich noch lange nicht “Teil des Problems”.</p>
<p dir="ltr">Natürlich ist das Problem klar: Mit den jetzigen Argumenten (und darauf habe ich immer aufmerksam gemacht) sind “Netzsperren” eben nicht vollständig tabuisiert. Da sie jedenfalls auf absehbare Zeit aber gar nicht funktionieren können, sehe ich keinen Grund, jetzt zu philosophieren, wie ich politisch dazu stehe, evt. funktionierende Netzsperren in einem transparenten Verfahren bei voller richterliche Kontrolle und Information der Betroffenen mit ausreichendem Rechtsschutz umzusetzen. Das Problem ist zudem, dass ich davon überzeugt bin, dass unsere von der Laiens gar kein Interesse haben, so ein Verfahren überhaupt zu entwickeln geschweige denn dazu in der Lage sind.</p>
<p dir="ltr">Auch sonst ist die Argumentation für mich nicht überzeugend: Denn ich trete ja gerade gegen die “erste Stufe” ein. Denn die erste Stufe ist eben diese nicht funktionierende “Sperre”. Da ich die ablehne, kann es keine “zweite Stufe” mit dem “jetzt erst Recht”-Schluss geben. Wer dem Argument der Ungeeignetheit folgt, kann über nichts anderes diskutieren, solange in der ersten Stufe eine nicht funktionierende Maßnahme angewendet wird. Sollte sie aber funktionieren ist eine zweite Stufe nicht mehr nötig, eben weil es funktioniert. Den Vorwurf zu platzieren, dass derjenige, der das Argument der Ungeeignetheit nutzt, eine zweite Stufe forciert, ist somit auch inhaltlich vollkommen falsch.</p>
<p dir="ltr"><em>Meine Einstellung ist klar: Ich trete hier ein gegen ein System, das eine Fülle rechtsstaatlicher Grundsätze verletzt und dem Missbrauch Tür und Tor öffnet. Ich trete ein gegen den nicht zu unterschätzenden Eingriff in Grundrechte nur für Symbolik. </em><em>Ich trete aber nicht ein für die freie Verfügbarkeit strafbarer Inhalte, bei denen ich nicht mal im Ansatz bereit bin, zu diskutieren, ob die Strafbarkeit gelockert werden sollte. </em></p>
<p dir="ltr"><em>Nebenbei finde ich es beim Abschalten solcher Inhalte genauso abartig, von “Zensur” zu sprechen wie bei Fr.v.d.Laien, wenn sie davon spricht, dass man bei zufälligem Sehen solcher Inhalte daran Gefallen findet.</em></p>
<p dir="ltr"><em><strong>Update:</strong> FeFe hat eine Antwort auf diesen Eintrag verfasst, <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b71337d3" target="_blank">zu finden hier</a>. Liest sich wieder gut und gefällt mir. Ich überlege noch, ob es Sinn macht zu antworten, oder ob es dann schnell dröge wird (Positionen sind ja auf mom. auf beiden Seiten gut dargestellt).</em></p>
<p dir="ltr"><em><strong>Nachtrag: </strong>Habe soeben die ersten Kommentare freigeschaltet und eine handvoll Beleidigungen gelöscht. Lief also wie erwartet, ich denke, eine Antwort auf Fefe kann ich mir sparen, habe keine Lust auf das ständige Bashing hier (was schade ist, denn Fefes Antwort gefällt mir und wäre eine erneute Antwort wert). Es ist erschreckend und beschämend, dass ausgerechnet die angeblichen &#8220;Freiheitskämpfer&#8221; im Netz das plumpe Motto &#8220;Wer nicht deckungsgleich für uns ist, ist gegen uns&#8221; anwenden &#8211; gegen die Leute, die am gleichen Strang ziehen.</em></p>
<p dir="ltr"><em><strong>Nachtrag2:</strong> Es gibt <a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/nachtrag-zur-diskussion-um-netzsperren-argumente/" target="_blank">hier einen inhaltlichen Nachtrag</a> zu diesem Artikel. Ich bitte darum, den erst zu lesen, bevor man hier kommentiert, da man im Zweifelsfall sonst nicht versteht, worum es mir hier geht!<br />
</em></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Diskussion zu Netzsperren: Keine Grenzüberschreitung bitte!</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Apr 2009 10:23:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jens.ferner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[eu]]></category>
		<category><![CDATA[grundrecht]]></category>
		<category><![CDATA[kontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[los]]></category>
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		<category><![CDATA[webseite]]></category>

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		<description><![CDATA[Die &#8220;13 Lügen der Zensursula&#8221; verbreiten sich zur Zeit wie ein Lauffeuer. Und sie sind auch gut geschrieben, doch es gibt dort eine Grenzüberschreitung, die mich stört und die ich &#8211; gerade als Gegner von Netzsperren &#8211; hier aufgreife. Unter #2 liest man: Lüge #2 und Hauptproblem bei den tragenden Politikern:&#160;Es gibt keinen Massenmarkt, es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die &ldquo;<a href="http://netzpolitik.org/2009/die-dreizehn-luegen-der-zensursula/" target="_blank">13 Lügen der Zensursula</a>&rdquo; verbreiten sich zur Zeit wie ein Lauffeuer. Und sie sind auch gut geschrieben, doch es gibt dort eine Grenzüberschreitung, die mich stört und die ich &ndash; gerade als Gegner von Netzsperren &ndash; hier aufgreife. Unter #2 liest man:</p>
<blockquote>
<p>Lüge #2 und Hauptproblem bei den tragenden Politikern:&nbsp;Es gibt keinen Massenmarkt, es gibt keinen kommerziellen Vertrieb,&nbsp;es gibt keine Millionenumsätze.<br />Es sind Einzeltäter und die tauschen in geschlossenen Zirkeln,&nbsp;vornehmlich außerhalb des Internets.</p>
</blockquote>
<p dir="ltr">Nun stimmt es, dass es keinen &ldquo;Massenmarkt&rdquo; im Sinne des herkömmlichen Begriffes gibt. Es ist vielmehr ein Nischenmarkt, der aber existiert und auf zahlreichen Absatz ausgerichtet ist. Der Verweis auf &ldquo;Einzeltäter&rdquo; ist verzerrend: Zwar ist es, und auch das habe ich hier mehrfach betont, weder ein Massenphänomen, noch findet man an dieser Abartigkeit Gefallen, nur weil man es &ndash; wie Fr.v.d.Laien gerne behauptet &ndash; mal gesehen hat. Dennoch sind es nicht &ldquo;nur eine Handvoll&rdquo; Täter wie diese Zeile suggeriert. </p>
<p dir="ltr">Auch das &ldquo;tauschen ausserhalb des Internets&rdquo; ist so nicht ganz richtig: Jedenfalls Webseiten, die hier ja avisiert werden mit der &ldquo;Sperrliste&rdquo;, sind nicht das Tauschmedium per se, sondern vielmehr P2P-Netze oder geschlossene Foren. Die aber Teil des Internets sind. Ebenso wie auf ausländischen Märkten gekaufte DVDs gerippt und via Internet, auf nicht öffentlichen Kanälen, &ldquo;getauscht&rdquo; werden.</p>
<p dir="ltr">Die Umsätze sind, insofern greife ich auf Unterlagen aus Uni-Seminaren zurück, durchaus sehr hoch. Fraglich ist, wie man die beziffert: Zählt man alleine den Umsatz im Internet, zählt man die DVD-Produktion dazu? Wie will man schätzen? Wenigstens &ldquo;Millionenumsätze&rdquo; weltweit erscheint mir allerdings nicht abwegig und deckt sich mit den Unterlagen aus meiner Ausbildung. Fakt aber ist, dass die Umsatzzahlen sich nicht ändern durch die Maßnahme, da der Umsatz aufgrund der ungeeignetheit gar nicht geschmälert wird &ndash; also ist der Umsatz schon gar kein Argument und man muss nicht philosophieren wie viel da überhaupt fliesst.</p>
<p dir="ltr"><em>Ich sehe zunehmend die Gefahr, dass im Eifer des Gefechts ein Problem zumindest teilweise verharmlost wird, dass sehr viel Beachtung verdient hat: Kindesmissbrauch ist ein Problem. Eines, dass ein zielgerichtetes Vorgehen verlangt &ndash; allerdings nicht ungeeignete Maßnahmen weil ja ohnehin jedes andere Grundrecht quasi unbedeutend ist daneben. Das Argument gegen Netzsperren ist die fehlende Kontrolle, der mögliche Missbrauch und die Tatsache, dass man damit schlichtweg gar nichts erreicht. Das kann man auch kommunizieren, ohne am Problem selbst auch nur ein Körnchen Bedeutung abzukratzen.</em> </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Netzsperren: Nur ein erster Schritt</title>
		<link>http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/netzsperren-nur-ein-erster-schritt/1848/</link>
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		<pubDate>Sat, 18 Apr 2009 11:57:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jens.ferner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute findet sich in der Aachener Zeitung auf Seite 4 ein Kommentar zum Thema Netzsperren. Ich werde in der nächsten Zeit einen zusammenfassenden Artikel zum Thema schreiben, daher möchte ich hier nur kurz auf diesen Kommentar geben und ihn zur Verfügung stellen, denn er demonstriert, was genau geschehen ist. Diese &#8220;Netzsperren&#8221;, die keine Funktion haben, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute findet sich in der Aachener Zeitung auf Seite 4 ein Kommentar zum Thema Netzsperren. Ich werde in der nächsten Zeit einen zusammenfassenden Artikel zum Thema schreiben, daher möchte ich hier nur kurz auf diesen Kommentar geben und ihn zur Verfügung stellen, denn er demonstriert, was genau geschehen ist.</p>
<p>Diese &#8220;Netzsperren&#8221;, die keine Funktion haben, sind eine ungeeignete Maßnahme &#8211; darauf hatte ich schon <a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/geeignetheit-braucht-es-nicht-mehr/" target="_blank">sehr viel früher hingewiesen</a>. Diejenigen, die sich mit dem Thema ernsthaft beschäftigen und wenigens eine gewisse Grundkompetenz mitbringen &#8211; dazu gehören zahlreiche Juristen, aber eben auch ITler, etwa der CCC &#8211; haben in den letzten Wochen versucht, das Thema etwas sachlicher zu behandeln. Darauf aufmerksam zu machen, dass Netzsperren zwar einerseits eine Gefahr für die Meinungsbildung im Netz mit sich bringen, andererseits aber gar keinen Effekt haben. Neben der Ungeeignetheit, dem KO-Kriterium staatlicher Maßnahmen, können sie daher auch im engeren Sinne schon gar nicht mehr Verhältnismäßig sein.</p>
<p>Der hier verwiesene Kommentar zeigt, was die Praxis aus dieser Tatsache macht: Bestritten wird es schon nicht mehr, sondern zum &#8220;Signal&#8221; verklärt. Mit der logischen Konsequenz, dass es nun natürlich nur der erste Schritt sein kann. Warum wir als ersten Schritt überhaupt einen brauchen, der mit den Tätern nichts zu tun hat, wird nicht mehr thematisiert &#8211; unsere offensichtliche Ohnmacht wird jetzt erstmal temporär damit befriedigt, überhaupt was zu tun. Dass wir genauso gut gegen die Verbreitung von Kinderpornographie mit wöchentlichen Gebeten &#8220;vorgehen&#8221; könnten, stört da nicht.</p>
<p>Die Probleme derweil werden nicht thematisiert: Etwa dass die bekannt gewordenen Sperrlisten aus dem Ausland offensichtlich grossteils legale Pornographie, etwa Gay-Porn &#8220;filtern&#8221;. Klar, ist ja auch Schweinkram mit dem wir normale Bürger nix zu tun haben. Warum sollten wir auch zum Schutz derer, die anders sind, aktiv sein. Oder die Frage, wer die Liste kontrolliert &#8211; selbst für mich ist es nachvollziehbar, dass es gewisse Vorbehalte gibt, die Liste öffentlich verfügbar zu machen, damit die Bevölkerung sie kontrolliert. Transparenz nennt man das, <a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/bverfg-demokratieprinzip-und-transparenz/" target="_blank">die vom BverfG hervorgehoben wird</a>, und sofern die Netzsperren wirklich funktionierern würden, gäbe es ja auch kein Problem, die Liste öffentlich zu machen.</p>
<p>Wie gesagt: Ich verstehe die Vorbehalte (zumal wir alle wissen, dass die Sperren nicht funktionieren), doch warum gibt es kein parlamentarisches Kontrollgremium? Warum wird die Liste bzw. jeder Neu-Eintrag nicht richterlich abgesegnet? Wie würden wir alle schreien, wenndas BKA ohne Kontrolle eine Liste führte, mit der Anrufe zu bestimmten Nummern unterbunden werden oder Briefe an bestimmte Adressen automatisch zurück kommen. Hier aber schreit niemand, niemand stellt die wichtigen rechtsstaatlichen Fragen, etwa nach einer staatlichen Maßnahme ohne rechtliche Grundlage, von der jeder Jurist weiß, dass sie rechtswidrig ist, weil sie zumindest gegen §59 II VwVfG verstößt.</p>
<p>Wobei ja am Rande festzuhalten ist: Netzsperren, die vorgenommen werden und auf alle geäußerte Kritik eingehen, sind durchaus möglich.<br />
Die wären aber weder noch schnell vor dem Wahlkampf möglich, noch könnte man damit große Schlagzeilen machen &#8211; Schlagzeilen werden nämlich bedeutsamer, je plakativer die Maßnahme und je zahlreicher (und fundierter) die Kritiker sind.</p>
<p><em>Und wenn wir schon jetzt beim ersten Schritt Bürgerrechtler diffamieren und unnötige rechtsstaatliche Brüche hinnehmen, will ich nicht erleben, wie weit wir gehen, wenn es um wirklich effektive Maßnahmen geht.</em></p>
<p><em><strong>Download dazu:</strong></em></p>
<ul>
<li><a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/wp-content/uploads/2009/04/nurersterschritt.jpg" target="_blank">Kommentar in der Aachener Zeitung</a></li>
<li><a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/wp-content/uploads/2009/04/3304_1075142396829_1174272108_30197457_4417355_n.jpg" target="_blank">Dem gegenüber die vollkommen konträre Meinung in den Aachener Nachrichten</a> (schlechte Qualität)</li>
</ul>
<p><strong><em>Vorher dazu:</em></strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/kurz-netzsperren-werden-wohl-realitat/" target="_self">Netzsperren wohl bald Realität</a></li>
<li>
<div><a href="../wirkungslose-netzfilter/" target="_blank">Wirkungslose Netzfilter</a></div>
</li>
<li>
<div><a href="../kinderpornographie-gesellschaftspolitische-anmerkungen/" target="_blank">Kinderpornographie: Gesellschaftspolitische Anmerkungen</a></div>
</li>
<li>
<div><a href="../netzsperren-ausblenden-der-taten/" target="_blank">Netzsperren: Ausblenden der Taten?</a></div>
</li>
<li>
<div><a href="../geeignetheit-braucht-es-nicht-mehr/" target="_blank">Geeignetheit braucht es nicht mehr</a></div>
</li>
<li>
<div><a href="../kunst-diskussionen-und-besorgte-menschen/" target="_blank">Kunst, Diskussionen und besorgte Menschen</a></div>
</li>
<li>
<div><a href="../weltbilder/" target="_blank">Weltbilder</a></div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.carechild.de/news/politik/internetzensur_carechild_versuch_blamiert_deutsche_politiker_566_1.html" target="_blank">Care-Child blamiert deutsche Politiker</a></div>
</li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Diskussion zu Netzsperren im Bundestag</title>
		<link>http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/diskussion-zu-netzsperren-im-bundestag/1837/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Apr 2009 06:02:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jens.ferner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[pass]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Protokoll der Diskussion zu Netzsperren ist im Internet verfügbar, hier als PDF zu finden. Einfach über das Inhaltsverzeichnis des entsprechenden Punkt aufrufen. Von mir keine Anmerkungen dazu, ich kann und will Diskussionen im Bundestag, die bei faktisch jedem Thema fachliches Wissen und gutes Benehmen vermissen lassen, nicht mehr ernst nehmen. Insofern bin ich &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Protokoll der Diskussion zu Netzsperren ist im Internet verfügbar, <a href="http://www.bundestag.de/bic/plenarprotokolle/pp_pdf/16214.pdf" target="_blank">hier als PDF zu finden</a>. Einfach über das Inhaltsverzeichnis des entsprechenden Punkt aufrufen.</p>
<p><em>Von mir keine Anmerkungen dazu, ich kann und will Diskussionen im Bundestag, die bei faktisch jedem Thema fachliches Wissen und gutes Benehmen vermissen lassen, nicht mehr ernst nehmen. Insofern bin ich &#8211; anders als andere Aktivisten &#8211; weder &#8220;schockiert&#8221; noch rege mich darüber auf.</em></p>
<p><em>Allerdings fällt auch mir, <a href="http://www.gulli.com/news/von-der-leyen-stellungnahme-zu-2009-04-16/" target="_blank">so wie Annika</a>, die zunehmende Nutzung der Begriffe &#8220;Zauderer&#8221; und &#8220;Bedenkenträger&#8221; auf. Das ist weder eine angemessene, noch eine passende Bezeichnung für Bürgerrechler, deren Kritik inhaltlich immerhin von der breiten Masse der Juristen mitgetragen wird.</em></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Kurz: Netzsperren werden wohl Realität</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Apr 2009 03:39:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jens.ferner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
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		<category><![CDATA[datenschutz]]></category>
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		<description><![CDATA[Netzpolitik hat schon gestern berichtet, dass am 17.4.09 ein Treffen der großen Provider und der Bundesregierung ansteht, bei dem ein Vertrag zu Netzsperren unterzeichnet werden wird. Welche Provider mitmachen möchten, soll unter http://zensurprovider.de/ festgehalten werden. Die nächste Ausgabe der c&#8217;t möchte derweil mit einigen Argumenten der Familienministerin aufräumen, berichtet Heise-Online. Die angeführten &#8220;Analysen&#8221; aber sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Netzpolitik hat <a href="http://netzpolitik.org/2009/der-netzzensur-vertrag-wird-am-174-unterschrieben/" target="_blank">schon gestern berichtet</a>, dass am 17.4.09 ein Treffen der großen Provider und der Bundesregierung ansteht, bei dem ein Vertrag zu Netzsperren unterzeichnet werden wird. Welche Provider mitmachen möchten, soll unter <a href="http://zensurprovider.de/" target="_blank">http://zensurprovider.de/</a> festgehalten werden.</p>
<p>Die nächste Ausgabe der c&#8217;t möchte derweil mit einigen Argumenten der Familienministerin aufräumen, <a href="http://www.heise.de/newsticker/c-t-Argumente-fuer-Internet-Sperren-sind-fragwuerdig--/meldung/136007" target="_blank">berichtet Heise-Online</a>. Die angeführten &#8220;Analysen&#8221; aber sind keine neuen, sondern bekannte Tatsachen die man in jeder Kriminologie-Vorlesung hört und gerne nochmal betont werden dürfen:</p>
<ol>
<li>
<div>Es wird immer wieder die polizeiliche Kriminalitäts-Statistik (PKS) angeführt. Die gibt aber nur Auskunft über Tatverdächtige, niemals über Urteile oder Verfahrenseinstellungen. Als Blick auf tatsächliche Kriminalität ist sie daher nur sehr bedingt hilfreich.</div>
</li>
<li>
<div>Die Statistik unterliegt bei Massenverfahren schnell Verzerrungen, der Hinweis auf die &#8220;Aktion Himmel&#8221; ist sehr treffend.</div>
</li>
<li>
<div>Verschiebungen zwischen Hell- und Dunkelfeld, in Abhängigkeit von (kurzzeitig) mehr eingesetztem Personal auf Ermittlungsaufwand, sind ebenfalls bekannte Probleme der Statistik, die letztlich nichts über Kriminalität sondern Fahndungserfolge aussagen.</div>
</li>
</ol>
<p>Diejenigen, die zur Zeit immer noch einer zweifelhaften Ministerin mit fragwürdigen Argumenten hinterher laufen, sollten zur Kenntnis nehmen, dass Fr. v.d. Leyen sich nicht zum ersten Mal irrt &#8211; zuletzt war sie &#8220;überrascht&#8221; wie viele Väter zu Hause geblieben sind, als es um das Elterngeld ging. Ebenso, wie sie vor wenigen Tagen von der Statistik überrannt wurde, dass 2008 doch weniger Kinder als 2007 geboren wurden (sie hatte schon vor Monate ein Plus an Geburten gefeiert).<br />
Man muss langsam ehrlich fragen, ob hier jemand ohne fachliche Kompetenz einfach sein Weltbild versucht unserer Gesellschaft überzustülpen. Mit fatalen Kollateral-Schäden.</p>
<p><em>Aktuelle Links zum Thema:</em> Ein umfassender <a href="http://netzpolitik.org/2009/ct-widerlegt-argumente-fuer-internet-zensur/" target="_blank">Bericht bei Netzpolitik</a> und ein <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/experten-greifen-von-der-leyen-an;2234239" target="_blank">Eintrag im Handelsblatt</a>.</p>
<p><strong><em>Vorher dazu:</em></strong></p>
<ul>
<li>
<div><a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/wirkungslose-netzfilter/" target="_blank">Wirkungslose Netzfilter</a></div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/kinderpornographie-gesellschaftspolitische-anmerkungen/" target="_blank">Kinderpornographie: Gesellschaftspolitische Anmerkungen</a></div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/netzsperren-ausblenden-der-taten/" target="_blank">Netzsperren: Ausblenden der Taten?</a></div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/geeignetheit-braucht-es-nicht-mehr/" target="_blank">Geeignetheit braucht es nicht mehr</a></div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/kunst-diskussionen-und-besorgte-menschen/" target="_blank">Kunst, Diskussionen und besorgte Menschen</a></div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/weltbilder/" target="_blank">Weltbilder</a></div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.carechild.de/news/politik/internetzensur_carechild_versuch_blamiert_deutsche_politiker_566_1.html" target="_blank">Care-Child blamiert deutsche Politiker</a></div>
</li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wirkungslose Netzfilter?</title>
		<link>http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/wirkungslose-netzfilter/1797/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Mar 2009 15:42:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jens.ferner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das muss hart sein: Ausgerechnet Schweden, das Land auf das v.d.Leyen &#38; Co. in Sachen Netzsperren immer wieder verweisen, meldet sich laut Focus zu Wort: In der Diskussion um den Kampf gegen Kinderpornografie im Internet hat die Polizei des Vorzeigelands Schweden Zweifel an der Wirksamkeit von Blockaden geäußert. „Unsere Sperrmaßnahmen tragen leider nicht dazu bei, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das muss hart sein: Ausgerechnet Schweden, das Land auf das v.d.Leyen &amp; Co. in Sachen Netzsperren immer wieder verweisen, meldet sich <a href="http://www.focus.de/magazin/kurzfassungen/focus-schwedens-polizei-aeussert-zweifel-an-wirksamkeit-von-internet-sperren-gegen-kinderpo_aid_384873.html" target="_blank">laut Focus</a> zu Wort:</p>
<blockquote>
<p><em>In der Diskussion um den Kampf gegen Kinderpornografie im Internet hat die Polizei des Vorzeigelands Schweden Zweifel an der Wirksamkeit von Blockaden geäußert. „Unsere Sperrmaßnahmen tragen leider nicht dazu bei, die Produktion von Webpornografie zu vermindern“, bilanzierte der Chef der Polizeiermittlungsgruppe gegen Kinderpornografie und Kindesmisshandlung in Stockholm, Björn Sellström, im Nachrichtenmagazin FOCUS. Die Zahl der gesperrten Seiten habe sich seit der Einführung des Systems im Jahr 2005 auf 5000 erhöht. Zudem könnten Nutzer die Stopp-Seiten problemlos umgehen.</em></p>
</blockquote>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Aktuelles aus der Gesetzgebung</title>
		<link>http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/aktuelles-aus-der-gesetzgebung/1779/</link>
		<comments>http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/aktuelles-aus-der-gesetzgebung/1779/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Mar 2009 09:46:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jens.ferner</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[eu]]></category>
		<category><![CDATA[los]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/aktuelles-aus-der-gesetzgebung/</guid>
		<description><![CDATA[Zur Zeit gibt es mehrere aktuelle Gesetzgebungs-Anläufe, die ich hier kurz mit Links zusammenfasse: Netzsperren: Das Eckpunktepapier ist beschlossen (hier zu finden), der Gesetzentwurf wurde heute angeblich fertig gestellt. Bürgerportal/DE-Mail: Der Innenausschuss des Bundesrates hat das Vorhaben zurückgewiesen, hier die Stellungnahme als PDF. Artikel-10-Gesetz: Der Innenausschuss des Bundestages hat einer Änderung des Artikel-10-Gesetzes zugestimmt, mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Zeit gibt es mehrere aktuelle Gesetzgebungs-Anläufe, die ich hier kurz mit Links zusammenfasse:</p>
<ol>
<li>Netzsperren: Das Eckpunktepapier <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/die-kinderporno-blockade/" target="_blank">ist beschlossen</a> (<a href="http://netzpolitik.org/2009/kabinett-beschliesst-eckpunktepapier-fuer-netz-zensur/" target="_blank">hier zu finden</a>), der Gesetzentwurf wurde heute <a href="http://www.heise.de/newsticker/Wirtschaftsminister-hat-Gesetzentwurf-zu-Kinderporno-Sperren-schon-fertig--/meldung/135210" target="_blank">angeblich fertig gestellt</a>.</li>
<li>Bürgerportal/DE-Mail: Der Innenausschuss des Bundesrates hat das Vorhaben zurückgewiesen, hier die Stellungnahme <a href="http://www.bundesrat.de/cln_099/SharedDocs/Drucksachen/2009/0101-200/174-1-09,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/174-1-09.pdf" target="_blank">als PDF</a>.</li>
<li>Artikel-10-Gesetz: Der Innenausschuss des Bundestages hat einer Änderung des Artikel-10-Gesetzes zugestimmt, mit dem der BND noch mehr Befugnisse erhält (<a href="http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2009/2009_089/01.html" target="_blank">Meldung dazu</a>)</li>
</ol>
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		<title>Kinderpornographie: Gesellschaftspolitische Anmerkungen</title>
		<link>http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/kinderpornographie-gesellschaftspolitische-anmerkungen/1776/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Mar 2009 08:38:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jens.ferner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freitags-Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[eu]]></category>
		<category><![CDATA[los]]></category>
		<category><![CDATA[webseite]]></category>

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		<description><![CDATA[Dank Fr. von der Leyen spricht man endlich in Deutschland großflächig über das Thema Kinderpornographie. Mit Rückgriff auf meine strafrechtliche Ausbildung und die Mitarbeit bei Strafverteidigern zum Thema, möchte ich kurz ein paar Punkte zu der Diskussion loswerden, ohne auf das Thema &#8220;Netzsperren&#8221; einzugehen. Ich finde es bedenklich, dass zur Zeit nur noch über &#8220;die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dank Fr. von der Leyen spricht man endlich in Deutschland großflächig über das Thema Kinderpornographie. Mit Rückgriff auf meine strafrechtliche Ausbildung und die Mitarbeit bei Strafverteidigern zum Thema, möchte ich kurz ein paar Punkte zu der Diskussion loswerden, ohne auf das Thema &#8220;Netzsperren&#8221; einzugehen.</p>
<p><span id="more-1776"></span>
<ol>
<li>
<div>Ich finde es bedenklich, dass zur Zeit nur noch über &#8220;die Kinderpornographie&#8221; gesprochen wird. Die Bilder/Aufnahmen, die zur Zeit alleine Gegenstand der öffentlichen Diskussion sind, sind Folgeprodukte von sexuellem Missbrauch, von der Kinder-Prostitution bis zum Menschenhandel. Mindestens der &#8220;Sex-Tourismus&#8221;, bei dem Täter Kinder missbrauchen und gleichzeitig Aufnahmen herstellen die unentgeltlich verteilt werden, muss thematisiert werden. Wer nur von &#8220;Kinderpornographie&#8221; spricht, nimmt ein Mosaik-Stückchen aus einem Gesamt-Phänomen und verharmlost das Problem. Wer über &#8220;Kinderpornographie&#8221; spricht, muss auch über &#8220;Kindesmissbrauch&#8221; sprechen.</div>
</li>
<li>
<div>Weiterhin ist es bedenklich, dass gerade eine Bundesministerin dafür sorgt, dass die breite Öffentlichkeit glaubt, &#8220;bestimmte Webseiten&#8221; sind der Hauptumschlagsplatz für Kinderpornographische Schriften. Die Realität sieht anders aus; Angefangen vom (mitunter offenen!) DVD-Verkauf auf Marktplätzen in bestimmten Ländern bis hin zur Tatsache, dass die direkte Kommunikation (MMS, Mails, P2P) der Hauptträger ist.</div>
</li>
<li>
<div>Zunehmend wird, vor allem von der Ministerin, erzählt, &#8220;80%&#8221; würden zufällig solche Werke im Internet finden und dies als &#8220;Einstiegsdroge&#8221; nutzen. Es ist abartig, wie dem Bürger erzählt wird, dass eine solche Neigung &#8220;erlernbar&#8221; ist. Ich kann hier eindringlich versichern, dass ein gesunder Mensch, der mit einschlägigen Werken konfrontiert wird, traumatisiert ist und mitunter danach seelische/psychologische Betreuung benötigt. Keinesfalls findet man, wenn man es nur lange genug zufällig konsumiert, Gefallen daran. Jeder der diesen Spruch der Ministerin hört, muss daran denken, dass er automatisch verdächtigt wird, selbst irgendwann zum KiPo-Konsumenten zu werden. Hinzu kommt, dass mit dieser Logik jeder Ermittler der Polizei von der Ministerin verdächtigt wird, selbst diese Neigung zu entwickeln &#8211; er muss es sich ja besonders oft ansehen. Ich warne davor, auf diesen gedanklichen Zug aufzuspringen.</div>
</li>
<li>
<div>Es sind vor allem Eltern, die sich von Fr. von der Leyen &#8220;ködern&#8221; lassen. Das ist verständlich und nachvollziehbar, lebt man heute als Elternteil doch ohnehin in ständiger Angst um seine Kinder. Dies gerade, weil es sich beim Kindesmißbrauch um ein Tabu-Thema handelt, zu dem kaum seröse Informationen zu finden sind. Wichtig ist es z.B., zu wissen, dass über 80% der bekannten Fälle innerhalb der eigenen Familie bzw. dem direkten familiären Umfeld stattfinden. Das soll nicht den Blick auf die Umschlagplätze der hergestellten Werke verwässern, aber helfen, die Aufmerksamkeit der Eltern im Bereich der Prävention und Erkennung richtig zu lenken.</div>
</li>
<li>
<div>Es fällt auf, dass zwar zur Zeit das Thema &#8220;Kinderpornographie&#8221; forciert wird, die Eltern aber &#8211; bei denen Ängste geschürt werden &#8211; werden alleine gelassen. Wo sind die Präventionsprogramme, die Aufklärungsbroschüren und die personell gut besetzten Beratungsstellen?<br />
Ich kann darauf verweisen, dass in kriminologischen Untersuchungen beim Thema &#8220;Kindesmißbrauch&#8221; längst einige wenige Faktoren zur Früherkennung herausgearbeitet wurden, die garantiert dem Großteil aller Eltern unbekannt ist. Insgesamt ist es auffällig, dass zur Zeit keine Aufklärung betrieben wird, sondern nur Angst geschürt wird.</div>
</li>
<li>
<div>In der aktuellen Diskussion werden Markt-Wirklichkeiten verzerrt, dem Bürger wird erzählt, es gäbe &#8220;Anbieter&#8221; und &#8220;Konsumenten&#8221;. Das ist falsch, der einschlägige Markt ist nicht klar strukturiert &#8211; es gibt sowohl den Vertrieb durch eine organisierte Kriminalität, aber eben auch Konsumenten, die mitunter eigenes Material herstellen (siehe oben 1, &#8220;Sex-Tourismus&#8221;) und ohne Entgelt vertreiben. Wer nur von &#8220;Handel und Umsätzen&#8221; spricht, verzerrt das Problem und suggeriert einfache Lösungsmöglichkeiten, die es nicht gibt. Gefordert ist vielmehr ein umfassendes Vorgehen, das vor allem grosse finanzielle und personelle Ressourcen braucht.</div>
</li>
<li>
<div>Die Behauptung, man würde dem Ganzen &#8220;nicht mehr Herr&#8221; werden können ist nachweislich falsch: Kinderpornographie und Kindesmissbrauch sind international geächtete Verbrechen. Das &#8220;Übereinkommen über die Rechte des Kindes&#8221; mit dem &#8220;Fakultativprotokoll zum Übereinkommen über Rechte des Kindes&#8221; ist faktisch weltweit unterzeichnet. Care-Child hat zudem vor kurzem <a href="http://www.internet-law.de/2009/03/kinderpornografie-im-web-kann-effektiv.html" target="_blank">eindrucksvoll demonstriert</a>, wie man ohne Probleme Web-Angebote direkt an der Quelle abschalten lassen kann. Wer, so wie ich, solche Angebote abschalten will, muss sich inzwischen fragen, warum man nicht einfach handelt und stattdessen das Angebot unbehelligt existieren lässt, wohl aber den Zugriff erschwerden will.</div>
</li>
<li>
<div>Mit obigen, sehr kurzen und unvollständigen Stichpunkten, komme ich zu dem Schluss, dass es nur einen Grund gibt, warum das Thema ausgerechnet dieses Jahr auftritt und so fehlerhaft beleuchtet wird: Es ist das &#8220;Superwahljahr&#8221;. Dadurch, dass es berechtigte Kritik an Netzsperren gibt, kann man sehr gut polarisieren und ggfs. auf andere zeigen mit dem Spruch &#8220;Der will Kinderpornographie frei zugänglich lassen&#8221;. Einfacher kann man politische Gegner nicht diskreditieren.</div>
</li>
</ol>
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		<title>Mehr Datenschutz gefordert</title>
		<link>http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/mehr-datenschutz-gefordert/1766/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Mar 2009 20:52:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jens.ferner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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		<description><![CDATA[Man sollte skeptisch sein, wenn ausgerechnet diejenigen, die Gesetze machen, etwas &#8220;fordern&#8221; (wenn nicht die etwas umsetzen, wer denn dann?). Jedenfalls hat sich der Bundestag am 20.3.09 einstimmig dazu entschlossen. Und wozu, nun in seinem Entschuss entschliesst sich der Bundestag: Darin fordert er unter anderem die Weiterentwicklung des Datenschutzrechts, ein Arbeitnehmerdatenschutzgesetz, die Förderung datenschutzfreundlicher Technologien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man sollte skeptisch sein, wenn ausgerechnet diejenigen, die Gesetze machen, etwas &#8220;fordern&#8221; (wenn nicht die etwas umsetzen, wer denn dann?).</p>
<p>Jedenfalls hat sich der Bundestag am 20.3.09 einstimmig dazu entschlossen. Und wozu, nun in seinem Entschuss entschliesst sich der Bundestag:</p>
<blockquote><p><em>Darin fordert er unter anderem die Weiterentwicklung des Datenschutzrechts, ein Arbeitnehmerdatenschutzgesetz, die Förderung datenschutzfreundlicher Technologien und hohe Datenschutzstandards bei Biometrieanwendungen.</em></p></blockquote>
<p>Wie gesagt: Wenn derjenige, der die Gesetze macht, nur warme Worte liefert, ist das nichts als heiße Luft.Wenn man dann noch liest, dass die CDU den aktuellen Überarbeitungs-Entwurf zum Datenschutzgesetz als zu eng kritisiert (zu finden u.a. <a href="http://www.golem.de/0903/66026.html" target="_blank">bei Golem</a>) und für die FDP nun auch Netzsperren kein Tabu-Thema mehr sind (<a href="http://www.heise.de/newsticker/FDP-Keine-Sperre-von-Kinderporno-Seiten-ohne-gesetzliche-Grundlage--/meldung/134882" target="_blank">zu lesen bei Heise</a>), unterstreicht das diese Einschätzung nur.</p>
<p>Immerhin kommt die Überarbeitung des BDSG vorwärts, gestern fand eine Anhörung dazu statt, den Bericht dazu gibt <a href="http://www.heise.de/newsticker/Expertenstreit-im-Bundestag-um-Datenschutzreform--/meldung/135022" target="_blank">es hier bei Heise</a>. Alles in allem hat jeder &#8220;Fachmann&#8221; natürlich seine eigene Meinung.</p>
<p>Den Bundesbeauftragten für den Datenschutz scheint das aber dennoch zu ermuntern, <a href="http://www.bfdi.bund.de/cln_027/nn_531002/sid_4EAA7D5F0FEC3BEF1B201709DAB51157/DE/Oeffentlichkeitsarbeit/Pressemitteilungen/2009/PM__11__09__hoeheren__Stellenwert__DS__Terrorismusbekaempfung.html" target="_blank">er lässt verlautbaren</a>:</p>
<blockquote><p><em>Bedrohungen durch Terrorismus und organisierte Kriminalität dürfen nicht zwangsläufig dazu führen, dass alle möglichen Sicherheitsbehörden, die völlig unterschiedliche Aufgaben und Kompetenzen haben, zentralisiert und zusammengefasst werden. Vielmehr muss hinterfragt werden, ob sich eine effektive Bekämpfung der Gefahren des Terrorismus nicht gleichermaßen effektiv unter Beibehaltung der rechtsstaatlich besonders bedeutsamen Trennungen erreichen lässt.</em></p></blockquote>
<p>Wenn man ehrlich ist, sind das auch nur Worte.</p>
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		<title>Kommentar: Jörg Tauss in der Presse &#8211; Primitiver geht es immer (Update)</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Mar 2009 06:40:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jens.ferner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freitags-Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[eu]]></category>
		<category><![CDATA[gutachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Es geht weiter &#8211; nach meinem Beitrag von gestern zum Thema, muss ich heute noch einmal nachlegen. Andreas Herholz schreibt heute in der Aachener Zeitung in einem Kommentar diese Zeilen zum Fall Tauss: Bis zuletzt hatte Tauss die Pläne von Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) bekämpft, Kinderpornographie im Internet einen Riegel vorzuschieben. Wieder wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es geht weiter &#8211; nach meinem <a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/jorg-tauss-subtile-hetze/" target="_blank">Beitrag von gestern zum Thema</a>, muss ich heute noch einmal nachlegen. Andreas Herholz schreibt heute in der Aachener Zeitung in einem Kommentar diese Zeilen zum Fall Tauss:</p>
<blockquote><p><em>Bis zuletzt hatte Tauss die Pläne von Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) bekämpft, Kinderpornographie im Internet einen Riegel vorzuschieben.</em></p></blockquote>
<p>Wieder wird suggeriert, dass Tauss wollte, dass KiPo frei zugänglich ist. Alle Probleme und rechtlichen Fragen, um die es bei dem Thema Netzsperren geht, wegen denen Tauss &#8211; so wie die vielen anderen Kritiker &#8211; Netzsperren abgelehnt haben, sind nicht mehr vorhanden: Es wird im Ergebnis behauptet, der &#8220;Engel&#8221; von der Leyen wollte KiPo im Internet abschaffen und die bösen Kritiker wollten es frei zugänglich lassen.</p>
<p>Solche Kommentare, die mit der Realität nichts zu tun haben und von Unwissenheit nur strotzen, geben einen Vorgeschmack auf das, was weitere Kritiker von Netzsperren in Zukunft erwartet. Man ist versucht, solche Kommentatoren mit den inzwischen zahlreichen Rechtsgutachten und technischen Gutachten zu prügeln, in deren Unkenntnis sie ihre Dummheiten verbreiten.</p>
<p><em><strong>Update:</strong></em> Es geht auch anders &#8211; In der Welt ist ein Artikel zu finden, der es sauber umsetzt und vollkommen richtig darstellt, <a href="http://www.welt.de/wams_print/article3337692/Kinderpornografie-Verdacht-SPD-Abgeordneter-Tauss-soll-Ende-der-Woche-befragt-werden.html" target="_blank">zu finden hier</a>. Der letzte Absatz ist lesenswert und stellt die Realität unverzerrt dar:</p>
<blockquote><p><em>In der Vergangenheit hatte sich Tauss kaum zum Thema Kinderpornografie geäußert. Sein Name tauchte in diesem Zusammenhang erst auf, als Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) sich mit dem Vorstoß, Internetseiten mit kinderpornografischen Inhalten zu sperren, an die Öffentlichkeit wandte. Tauss, ebenso wie zahlreiche Rechtsexperten, lehnte das Blockade-Verfahren als juristisch bedenklich ab. Ferner kritisierte er die technische Effizienz. Gleichlautende Einwände erhob er nicht nur gegen den Vorstoß von der Leyens, sondern bereits 2002, als in Nordrhein-Westfalen die Sperrung von Webseiten mit rechtsradikalem Inhalt im Gespräch war. Tauss stellte sich seither meist auf die Seite der Internetwirtschaft, die Blockaden ablehnt, weil sie einen Einstieg in eine umfassende Zensur-Infrastruktur fürchtet.</em></p></blockquote>
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		</item>
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		<title>Jörg Tauss: Subtile Hetze</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Mar 2009 07:50:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jens.ferner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[gutachten]]></category>
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		<category><![CDATA[spd]]></category>
		<category><![CDATA[warnung]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem gestern bekannt wurde, dass die Büros des Abgeordneten Jörg Tauss wegen des &#8220;Verdachts auf Kinderpornographie&#8221; durchsucht wurden, ist eine zunehmende mediale Hetze zu beobachten, die äusserst subtil arbeitet. Exemplarisch zitiere ich aus der Aachener Zeitung, Seite 2: Zuletzt war Tauss durch Äusserungen zu Kinderpornographie aufgefallen. Scharf hatte er die Pläne von Familienministerin Ursula von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem gestern <a href="http://www.heise.de/newsticker/Bueros-des-SPD-Abgeordneten-Tauss-durchsucht--/meldung/134048" target="_blank">bekannt wurde</a>, dass die Büros des Abgeordneten Jörg Tauss wegen des &#8220;Verdachts auf Kinderpornographie&#8221; durchsucht wurden, ist eine zunehmende mediale Hetze zu beobachten, die äusserst subtil arbeitet.</p>
<p>Exemplarisch zitiere ich aus der Aachener Zeitung, Seite 2:</p>
<blockquote><p><em>Zuletzt war Tauss durch Äusserungen zu Kinderpornographie aufgefallen. Scharf hatte er die Pläne von Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) zur Sperrung des Zugangs von Kinderporno-Seiten im Netz kritisiert und vor &#8220;Zensurverhältnissen ähnlich wie in China&#8221; gewarnt. Äußerungen über die sich so mancher Abgeordnete gewundert hatte.</em></p></blockquote>
<p>Drei Sätze, drei fehlerhafte Informationen. Ich analysiere kurz:</p>
<ol dir="ltr">
<li>
<div>Tauss war nicht durch Äußerungen zu KiPo aufgefallen, sondern er hat sich zum Thema Netzsperren geäußert. Er hat sich nicht gegen &#8220;die Sperrung von KiPo&#8221; eingesetzt, sondern gegen Netzsperren im Allgemeinen, die nicht funktionieren. Er war dabei einer von vielen <a href="http://www.heise.de/newsticker/Websperren-gegen-Kinderporno-Zank-um-Technik-und-Recht--/meldung/132654" target="_blank">Abgeordneten &amp; Kritikern</a> und ist dadurch &#8211; jedenfalls denen die das Thema seit langem begleiten &#8211; auch nicht besonders aufgefallen. Anders als der Artikel suggeriert, der andeutet, Tauss wäre der Meinung, KiPo sollte frei zugänglich sein, was mit der Realität nichts zu tun hat.</div>
</li>
<li>
<div>Er hat die Pläne von von der Leyen kritisiert, so wie viele andere. Der Vergleich mit China ist dabei nicht seine Erfindung, sondern eine <a href="http://www.heise.de/newsticker/Gutachten-Rechtliche-Bedenken-gegen-Internet-Sperren--/meldung/127095" target="_blank">Aussage des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages</a>, also keine Einzelaktion. Insbesondere vor dem Hintergrund <a href="http://www.heise.de/newsticker/Gutachten-Rechtliche-Bedenken-gegen-Internet-Sperren--/meldung/127095" target="_blank">weiterer Gutachten</a> mit ähnlichen Statements.</div>
</li>
<li>
<div>Verwundert hat das nicht &#8220;so manchen Abgeordneten&#8221; sondern vor allem <a href="http://www.heise.de/newsticker/CDU-Politikerin-wettert-gegen-Kritiker-von-Kinderporno-Internetsperren--/meldung/132606" target="_blank">Fr. von der Leyen</a>. Zur Erinnerung: Das ist die Ministerien, deren Arbeitsgruppe zum Thema <a href="http://www.heise.de/newsticker/Arbeitsgruppe-zu-Kinderporno-Sperren-ergebnislos-vertagt-Update--/meldung/133287" target="_blank">kürzlich aufgelöst wurde</a>, weil die zahlreichen Kritiker in der Sache nunmal Recht haben.</div>
</li>
</ol>
<p>Netzpolitik <a href="http://netzpolitik.org/2009/zu-den-kinderpornographie-vorwuerfen-gegen-joerg-tauss/" target="_blank">geht ebenfalls kurz auf das Thema ein</a> (ebenfalls <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b7511d66" target="_blank">FeFe</a> und <a href="http://www.internet-law.de/2009/03/staatsanwaltschaft-ermittelt-gegen-jorg.html" target="_blank">RA Stadler</a>), dazu von mir eine Warnung: Gerade weil Tauss ein Profi ist, wird er bei einem solchen Verdacht der in der breiten Öffentlichkeit steht, jetzt keine vorschnellen Aussagen treffen. Auch die Blogosphäre sollte vorsichtig sein und sich nicht zu schnellen Analysen und Statements hinreißen lassen: Wir wissen nun mal nichts.</p>
<p>Es ist schlimm genug, dass die Presse schon anfängt, primitive Konstruktionen in subtiler Art &amp; Weise in den Raum zu stellen. Man merkt das Muster, das jeden Netzsperren-Gegner treffen später kann: &#8220;Wer dagegen ist, muss ja auch was damit zu tun haben&#8221; &#8211; ein Muster, gegen das ich mich seit Jahren einsetze. Nochmals zur Betonung: Nicht der, der sich für Bürgerrechte einsetzt muss sich erklären, sondern der, der sie einschränken möchte.</p>
<p><em>Auch ich habe hier keine Aussage getroffen, sondern lediglich diesen mehr als simplen Absatz der Aachener Zeitung zerlegt. In der Sache selbst werde ich abwarten, bis von Tauss und den Behörden jeweils offizielle und brauchbare Statements vorliegen.</em></p>
<p><em><strong>Update:</strong> Nur zur Info der Hinweis auf die Meldungen bei <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,611698,00.html" target="_blank">SPON</a> und der <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/103/460735/text/" target="_blank">SZ</a> mit der Meldung, dass Tauss seine ämter (nicht sein Mandat) aufgibt. Weiterhin der Hinweis auf juristische Details beim <a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2009/03/06/die-pflichten-eines-volksvertreters/" target="_blank">lawblog</a>, die man kennen sollte.<br />
</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Vertrag zu Netzsperren: Neuauflage liegt mir vor</title>
		<link>http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/vertrag-zu-netzsperren-neuauflage-liegt-mir-vor/1735/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 12:22:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jens.ferner</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/?p=1735</guid>
		<description><![CDATA[Der CCC hatte vor kurzem den &#8220;Vertrag zu Netzsperren&#8221; publiziert, darauf habe ich hier ja schon hingewiesen. Vor kurzem wurde dieser Entwurf überarbeitet und kursiert in einer zweiten aktualisierten Auflage als Diskussionsgrundlage, die mir nun vorliegt und die ich hier (als PDF) zur Verfügung stelle. Zur Zeit kein Kommentar dazu, es gelten erstmal meine bisherigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der CCC hatte vor kurzem den &#8220;Vertrag zu Netzsperren&#8221; publiziert, <a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/ccc-publiziert-bka-vertrag-zur-sperrung-von-kipo/" target="_blank">darauf habe ich hier ja schon hingewiesen</a>. Vor kurzem wurde dieser Entwurf überarbeitet und kursiert in einer zweiten aktualisierten Auflage als Diskussionsgrundlage, die mir nun vorliegt und <a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/wp-content/uploads/2009/02/vertrag-19-2-09.pdf" target="_blank">die ich hier</a> (als PDF) zur Verfügung stelle. Zur Zeit kein Kommentar dazu, es gelten erstmal <a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/ccc-publiziert-bka-vertrag-zur-sperrung-von-kipo/" target="_blank">meine bisherigen Ausführungen</a>.</p>
<p><em>Hinweis: Ich bleibe ad hoc dabei, dass jeglicher Vertrag dieser Art unrechtmässig ist, da ein Verwaltungsakt mit diesem Inhalt (mangels gesetzlicher Grundlage) schon nicht möglich ist. Somit ist der Vertrag nach §59 II VwVfG-Bund nichtig.</em></p>
]]></content:encoded>
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