RFID, Sicherheit und Politiker

Wie es aussieht, wenn man als Politiker an der Realität vorbei entscheidet, hat Anfang der Woche die Niederländische Regierung erfahren müssen, wie zu lesen ist:

Die niederländische Regierung schlägt Alarm: Zwei deutsche Forscher und ein Professor aus Nijmegen haben den Verschlüsselungs-Algorithmus der Mifare RFID-Chipkartentechnik von Halbleiterhersteller NXP unabhängig voneinander geknackt. Eine Milliarde Chipkarten, die die Funktechnik einsetzen, sind nun nicht mehr sicher.

Das ist hart. Dabei ist die Technik doch so sicher und auch in Deutschland will man auf Regierungsseite warten, bis was passiert. Was für Folgen das haben kann, kann man auch im kleinen schon jetzt nachlesen:

Ein Programmierer hat unter dem Pseudonym Bla auf Google Code den Algorithmus veröffentlicht, mit dem es möglich ist, die Verschlüsselung von MiFare-Chips zu knacken. [...] Mit Hilfe von Crapto1 und einem handelsüblichen RFID-Leser können sich Nutzer also Freifahrten im Nahverkehr sowie unbefugten Zutritt zu Gebäuden verschaffen.

Ist doch ein Traum: Zuerst führt man über die Politik flächendeckend eine Technik ein die man nicht versteht – und im Nachhinein knackt sie jemand um dann in kürzester Zeit die Technik via Internet zu verbreiten.

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Ein Kommentar

  1. Kurz: Erneut zu RFID | Datenschutz-Blog schrieb:

    [...] sind gar nicht so sicher, wie Politiker uns das erzählen. Obowhl Moment: War da nicht schon mal was? Hauptsache, wir haben eine kontaktlos auslesbare Schnittstelle demnächst in unseren Ausweisen. [...]

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