FireFox telefoniert nicht wie Chrome (Update)

Auch wenn es Heise schreibt geschrieben hat ist es falsch:

Firefox sendet wie Chrome Daten an Google [...] safebrowsing bedeutet, dass Google bei jeder URL anhand einer Liste prüft, ob es sich um eine sogenannte böse Webseite handelt.

Update: Heise hat den Fehler erkannt und prompt den (schon fast peinlichen) Artikel um 80% gekürzt. Jetzt steht dort stattdessen eine Richtigstellung. Inzwischen gibt es auch eine ausdrückliche Entschuldigung für den Unsinn – mal sehen ob die Chrome-Fan-Blogs dem Vorbild folgen und die “FireFox ist genauso-“Hysterie endlich ein Ende hat.

Richtig ist: Der Firefox hat “Safebrosing” installiert. Dabei wird eine lokale Datenbank bereit gehalten, in der “böse” URL stehen. Wenn die eingebene Domain (als Hash-Wert) in der Datenbank steht, wird der Hash-Wert nochmal bei Google gegengeprüft.

Das ist ein klein wenig anders als Chrome, wo jedes eingegebene Zeichen in der Adresszeile bei Google landet (nochmal der Link wie das genau aussieht). Man mag darüber streiten, ob es jetzt schön ist, dass es dieses Verfahren gibt und dass es von Anfang an aktiviert ist – allerdings ist es schon sehr lange bekannt und es gab bisher nie einen Aufschrei deswegen. Dieses mehrstufige Verfahren dann noch mit “Chrome” gleichzusetzen grenzt an Dummheit.

Links dazu:

  1. Infos zu Google Safebrosing, man beachte den Abschnitt hier daraus: “The list does not include the full URL of each suspicious site. Instead, each URL is hashed (obscured so it can’t be read) and then broken into portions. Only a portion of each hashed URL is included on the list on your browser.
 
Beitrag veröffentlicht am 12. September 2008.

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