Veröffentlicht am Katgeorien Praxis - Für Betroffene

FireFox-Prefetching abschalten

Ich habe bereits in dem Beitrag zum Thema „Konsequenz aus IPs als personenbezogenes Datum“ geäußert, das man vorsichtig sein muss, wenn die eigene IP in „dubiosen Logfiles“ auftaucht. zu denken ist etwa, dass ein übereifriger Staatsanwalt die (nur einmalig) auftauchende IP in einem Logfile für Ermittlungsverfahren zum Anlass nimmt. Das gibt es heute bereits und ist heftigster Kritik ausgesetzt.

Neben dem Laden von externen Bildern auf Webseiten stellt sich dieses Problem aber auch beim so genannten „Prefetching“, wenn also der Browser automatisch Webseiten im Hintergrund lädt, obwohl man diese gar nicht aufgerufen hat. Im FireFox ist das aber eine versteckte und von Beginn an aktivierte Option, dazu aus dem FireFox-Wiki:

Link-Prefetching ist eine Technologie, mit der verlinkte Webseiten schon im Voraus geladen werden. […] Ein zweites Problem ist, dass Daten zu einer Webseite gesendet werden, obwohl diese nicht aufgerufen wird. Dadurch könnten eventuell persönliche Daten über den Benutzer ermittelt werden.

Korrekt, und darum sollte man es vielleicht abschalten. Dazu in die FireFox-Adresszeile einfach „about:config“ eingeben, kurz den Warn-Hinweis bestätigen und dann nach „network.prefetch-next“ suchen. Ein Doppelklick schaltet es dann aus.

Die genauen Details dazu findet man im Mozilla-Development-Center, hier nachzulesen. Bitte beachten, dass von Haus aus nicht jeder <a>-Tag verfolgt wird, sondern nur entsprechende <link>-Tags, scheinbar gab es da Mißverständnisse. Anders ist dies, wenn man AddOns wie FasterFox einsetzt, aber auch hier kann man selber einstellen, was geladen werden soll und was nicht.
Harmloser ist das deswegen aber nicht, da man nicht weiß, wo das Tag eingebaut wird – wer bei Google etwas sucht, wird z.B. feststellen, dass die Google-Ergebnisse mit dem Prefetch-Tag mitunter verziert sind. Im Jahr 2005 hat Google die Unterstützung für Prefetch-Links aufgenommen.

 

57 Gedanken zu „FireFox-Prefetching abschalten“

  1. Warum denken Staatsanwaelte stattdessen nicht lieber mit? Nur weil irgendwo meine IP steht, muss ich nicht was direkt damit zu tun haben. Aber nein, da macht man es sich einfach.

    Ich lasse das Feature an, bzw. aktiviere es, um Kleingeistern mit beschraenktem Weltbild nicht die Unterstuetzung zu liefern, weiterhin mit Inkompetenz ihre Broetchen zu verdienen.

    „Grund: die eigene IP muß nicht auf gut Glück verbreitet werden.“

    Doch, und zwar moeglichst viel und moeglichst breit, denn das dient dem Datenschutz und der Privatssphaere. Wenn sich vor lauter Datenmuell keiner mehr zurechtfindet. Vielleicht geht es dann mit den Buegerrechten wieder Bergauf. Oder soll hier gezielt desinformiert werden? 😉

    Denn schon Helmi hat gesagt: Augen auf, Ohren auf, usw.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>