Die Datenwoche im Datenschutz (KW32 2011)

Sie können nicht alles lesen. Hier finden Sie einen subjektiv zusammengestellten Querschnitt zu Datenschutz-Themen dieser Woche (GEZ, Vorratsdatenspeicherung, Anonymität, Arztpraxen, E-Discovery, E-Mail-Archivierung, Facebook-Spam-Welle, Überwachungssystem UK).

Samstag, 6. August 2011

TV-Gebühren: Vermieter wollen nicht für die GEZ spionieren. Neue Verordnung zwingt Eigentümer, persönliche Daten ihrer Mieter preiszugeben. Kieler Verband „Haus und Grund“ nennt neuen Rundfunkstaatsvertrag „Skandal“. Mehr bei ln-online.de…

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Sonntag, 7. August 2011

Vorratsdatenspeicherung schafft neue “Schutzlücken”. “Die von Kriminellen und Terroristen leicht zu umgehende Vorratsdatenspeicherung schließt keine Schutzlücken sondern erzeugt neue. Das trifft vor allem auf den Schutz der Bürgerrechte sowie der persönlichen Daten von zig Millionen unschuldigen Menschen zu”, wie Dennis Grabowski, 1. Vorsitzender der Organisation “no abuse in internet” (naiin), in Reaktion auf die Forderung des Parlamentarischen Geschäftsführers der SPD-Fraktion, Thomas Oppermann, nach einer schnellen Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung mitteilt. Mehr bei extremnews…

Anm.: Norwegen hat eine Vorratsdatenspeicherung von 6 Monaten.

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Montag, 8. August 2011

Der Innenminister und die Anonymität im Internet. Weil sich der norwegische Amokläufer Anders Behring Breivik im Internet radikalisierte, möchte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) am liebsten die Anonymität im Netz abschaffen. Mehr bei Gizmodo…

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Dienstag, 9. August 2011

Zweimal “Arztpraxen und soziale Netze”

1.) Tipps für die Arzthelferin. Vorsicht bei Facebook und Co: Schnell sind die Patientendaten in Gefahr! Soziale Netzwerke bieten für Praxen ungeahnte Möglichkeiten. Aus datenschutzrechtlichen Gründen sollten die Accounts aber nicht vom Praxis-PC aus erstellt werden. Weiter in der Ärztezeitung…

und etwas schärfer

2.) Berliner Datenschutzbeauftragter warnt Ärzte vor fahrlässigem Umgang mit Maillisten. Bußgelder bis 150.000 Euro könnten die Folge sein.  Der Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit droht Ärzten mit Konsequenzen, wenn sie beim Erstellen eines Profils bei einem “sozialen Netz” ihr elektronisches Adressbuch an den Netzbetreiber übermitteln und damit die Namen von Patienten preisgeben. Geschieht dies auch nur unabsichtlich, stellt das nach Meinung der Berliner Behörde eine “unbefugte Datenübermittlung” nach §43 Abs. 2 Nr. 1 BDSG dar. Angeblich ist jeder zweite Arzt mit einem Profil bei Facebook vertreten (Gefährdete Gesundheitsdaten). Mehr bei heise…

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Mittwoch, 10. August 2011

E-Discovery: Der schmale Grat zwischen Betriebsgeheimnis und Beweisvereitelung. Discovery-Verfahren sind im US-Recht ähnlich einem Beweisermittlungsverfahren der Verhandlung vorgeschaltet. Eine Besonderheit bildet die E-Discovery. Sie umfasst sämtliche elektronische Daten – und neben der unüberschaubaren Menge sind es vor allem die beträchtlichen Risiken, die deutschen Unternehmen mit US-Bezug heftige Kopfschmerzen bereiten. Drei Experten verraten, was zu beachten ist. Mehr bei Legal Tribune…

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Donnerstag, 11. August 2011

Zwei besondere Security-Themen werden auf der IT-Security-Messe it-sa vorgestellt (…). Das Thema E-Mail-Archivierung ist ein heikeles. Welche E-Mails müssen archiviert werden? Welche unterliegen dem Datenschutz? ByteAction verspricht Antworten auf diese schwierigen Fragen und stellt mit BytStorMail eine Software vor, mit der Administratoren den aktuellen Anforderungen an das gesetzeskonforme Ablegen der elektronischen Nachrichten gerecht werden können. Die Lösung verspricht die rechtssichere Speicherung aller sensiblen Daten auf virtuellen oder dedizierten Servern inklusive regelmäßigem Backup. Zusätzlich ist ein Spam- und Virenfilter kostenfrei inbegriffen. Mehr bei pc-magazin…

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Freitag, 12. August 2011

21,5 Prozent aller Facebook-Apps sind falsch. Es gibt beispielsweise keine Programme, die die Besucher der eigenen Profilseite aufschlüsseln. Botschaften mit solchen Versprechungen führen nur zu Malware-Installationen. BitDefender warnt [1] vor einer neuen Spam-Welle auf Facebook. Eine Nachricht, die auch in deutscher Sprache kursiert, verspricht Daten zu den Besuchern der eigenen Profilseite. Sie fragt auf der Pinnwand des Nutzers: “Willst Du sehen, wer dein Facebook angesehen hat?”. Die vermeintliche Analyse-Anwendung gibt es jedoch nicht. Mehr dazu bei zdnet.de…

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Samstag, 13. August 2011

Großbritanniens Überwachungssystem ist gescheitert. Seit Jahren setzen London und andere britische Städte auf eine großflächige Kameraüberwachung. Die Krawalle zeigen, wie unzulänglich diese Technik ist. Mehr bei zeit.de…


Autor:
Eckehard Kraska

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Beitrag veröffentlicht am 13. August 2011.

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