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Ironie Live

Da sitze ich auf dem 17. EDV-Gerichtstag in der Veranstaltung

„Techniken der Ausspähung – bedrohte Privatheit: „Der gläserne Mensch“ – was wir von uns preisgeben.“

und stelle begeistert fest, dass in der erste Reihe jemand mit einer Kamera steht, an der ein ARD-Schriftzug befestigt ist, – und munter die Teilnehmer der Veranstaltung im Hörsaal filmt.

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Datenpanne bei Norwegern in der Finanzverwaltung

Wir kennen es: Die Daten sind beim Staat angeblich sicher (wie unsinnig das ist, wurde hier schon anschaulich gezeigt) und jeder, der was anderes sagt, schiebt nur Panik. Im Ausland dagegen, das teilweise schon weiter ist in Sachen „Erfassung der Bürger“ häufen sich zunehmend die Probleme. Diesmal laut Heise in Norwegen:

Die norwegische Steuerverwaltung hat versehentlich die ID-Nummern der fast 4 Millionen Steuerpflichtigen des Landes auf CDs an Zeitungsredaktionen geschickt. Die aus elf Ziffern bestehende Nummer, die unter anderem das Geburtsdatum enthält, wird in Norwegen von öffentlichen Institutionen und Unternehmen zur Identifizierung von Personen genutzt.

Bei dem Gedanken an unsere eigene STeuer-ID, die ja gerade eingeführt wird, sollte da etwas Mulmig werden. Speziell da schon die Vergabe bekanntlich Probleme macht. Weiterhin empfiehlt es sich, hin und wieder zu sehen, was so in anderen Ländern geschieht, und auch nicht nur in GB.

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Entschlossenes Handeln ist das Gebot der Stunde

Im Folgenden eine Pressemitteilung des Bundesdatenschutzbeauftragten. Inhaltlich wieder richtig, leider aber nützen die vielen Worte der Datenschutzbeauftragten wenig. Und die zunehmende Zahl von folgenlosen Pressemitteilungen stärkt das Gefühl der Ohnmacht, das man ohnehin schon hat.

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Artikel 29 Gruppe kritisiert erneut Google

Die Arbeitsgruppe der europäischen Datenschutzbeauftragten (G29 oder Artikel 29-Gruppe) kritisiert in einer Stellungnahme erneut Google.

Die wichtigsten Streitpunkte sind erneut:

  1. Dass sich Google nicht dem europäischen datenschutzrecht unterworfen sieht – obwohl Server von Google auch in Europ stehen,
  2. dass personenbezogene Daten nach spätestens 6 Monaten gelöscht/anonymisiert werden sollen,
  3. dass es keinerlei erkennbare weiterentwickelnde Arbeit an Anonymisierungstechniken gibt,
  4. dass IPs sehr wohl personenbezogene Daten sind,

Wichtig sind die Punkte 3 und 4: Zum einen ist schon seit längerem erkennbar, dass die Artikel-29-Gruppe IPs als personenbezogene Daten einstuft. Es ist absehbar, dass spätestens über den europäischen Weg die deutsche „Lösung“ (IP = relativ personenbezogenes Datum) abgeschafft wird, sofern sich nicht doch noch vorher das BVerfG damit auseinandersetzt. Es ist für mich weiterhin fraglich, wie der Begriff eines „relativ personenbezogenen Datums“ mit der Tatsache, dass es keine unbedeutenden Daten gibt, vereinbar sein soll.

Weiterhin bleibt ein Beigeschmack, wenn man erkennt, dass in der Tat Google ständig neue Tools und Techniken entwickelt und vorstellt – aber bis heute keines zum Thema Anonymisierung/Privacy.

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Hausdurchsuchung bei Piratenpartei-Pressesprecher

Die Piratenpartei macht auf interessantes Aufmerksam:

Vor einigen Tagen haben bayerische Polizeibeamte beim Pressesprecher der Piratenpartei Deutschland eine Hausdurchsuchung durchgeführt. […] Im Januar hatte die Piratenpartei im Zusammenhang mit der Debatte um den Bundestrojaner ein ihr zugespieltes Dokument des bayerischen Justizministeriums veröffentlicht, demzufolge bereits solche Software ohne gesetzliche Grundlage eingesetzt worden sein könnte. Nach dieser Durchsuchung kann an der Echtheit dieses Schreibens nun kein Zweifel mehr bestehen.

Die Aufmerksamkeit der Presse lässt nicht auf sich warten, Infos gibt es bereits bei:

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Aktuelle Gesetzes-Initiativen

Das Bundesland Rheinland-Pfalz hat eine Gesetzesinitiative für ein Arbeitnehmerdatenschutzgesetz angekündigt, hier ist die Mitteilung zu finden. Grnud ist der besondere Schutz vn Arbeitnehmern:

Die bestehenden Regelungen zum Datenschutz von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern reichen bei weitem nicht aus. Das zeigen nicht zuletzt aktuell bekannt gewordene Vorgänge in Betrieben, wie beispielsweise die Videoüberwachung von Beschäftigten, die nicht hinnehmbar sind

Ich bin nicht sicher, ob es dazu gehört: vor ein paar Tagen habe ich mitbekommen, dass es zudem eine Änderung geben soll, derzufolge die Ortung von Handys nur noch nach vorherige schriftlicher Zustimmung des Betroffenen möglich sein soll. Ich emine aber, dass dies eine Anregung der Bundesregierung war.

Anmerkung: Die zunehmende Stückelung der Vorgaben zum Datenschutz sind ein nicht geringes Problem für Betroffene und verarbeitende Stellen. Ein zusätzlicher Schutz von Arbeitnehmern mag sinnvoll sein, aber man sollte das bestehende Datenschutzgesetz dann entsprechend ausbauen.

Die Zivilrechtsreform 2002 hat gezeigt, dass eine Stückelung in Zusatzgesetze unsinnig ist, die aktuellen Bemühungen eines Umweltgesetzes ebenso. Schon jetzt ist zu bemerken, dass wir an verschiedenen Stellen (u.a. TKG, TMG, BDSG, SGB X, behördliche Verordnungen, Polizeigesetze der Länder) mitunter sehr unterschiedliche Regelungen vorfinden. Jedenfalls dort wo es möglich ist, sollte man auf Bundesebene daran arbeiten, ein einheitliches und zentral normiertes Datenschutzrecht zu schaffen.

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iPhone: Kritik ja, verteufeln nein.

In der letzten Woche gab es gleich mehrere Artikel mit dem Hinweis auf „Schnüffelfunktionen“ im iPhone, dazu nur der Heise-Artikel. Man mag die berichteten Umstände jedenfalls kritisch betrachten, vielleicht osgar von einem Sicherheitsproblem sprechen – sollte es aber (noch) nicht überbewerten. Es geht vielmehr um ein allgemeines Problem, kein iPhone-spezifisches.

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FireFox telefoniert nicht wie Chrome (Update)

Auch wenn es Heise schreibt geschrieben hat ist es falsch:

Firefox sendet wie Chrome Daten an Google […] safebrowsing bedeutet, dass Google bei jeder URL anhand einer Liste prüft, ob es sich um eine sogenannte böse Webseite handelt.

Update: Heise hat den Fehler erkannt und prompt den (schon fast peinlichen) Artikel um 80% gekürzt. Jetzt steht dort stattdessen eine Richtigstellung. Inzwischen gibt es auch eine ausdrückliche Entschuldigung für den Unsinn – mal sehen ob die Chrome-Fan-Blogs dem Vorbild folgen und die „FireFox ist genauso-„Hysterie endlich ein Ende hat.

Richtig ist: Der Firefox hat „Safebrosing“ installiert. Dabei wird eine lokale Datenbank bereit gehalten, in der „böse“ URL stehen. Wenn die eingebene Domain (als Hash-Wert) in der Datenbank steht, wird der Hash-Wert nochmal bei Google gegengeprüft.

Das ist ein klein wenig anders als Chrome, wo jedes eingegebene Zeichen in der Adresszeile bei Google landet (nochmal der Link wie das genau aussieht). Man mag darüber streiten, ob es jetzt schön ist, dass es dieses Verfahren gibt und dass es von Anfang an aktiviert ist – allerdings ist es schon sehr lange bekannt und es gab bisher nie einen Aufschrei deswegen. Dieses mehrstufige Verfahren dann noch mit „Chrome“ gleichzusetzen grenzt an Dummheit.

Links dazu:

  1. Infos zu Google Safebrosing, man beachte den Abschnitt hier daraus: „The list does not include the full URL of each suspicious site. Instead, each URL is hashed (obscured so it can’t be read) and then broken into portions. Only a portion of each hashed URL is included on the list on your browser.