Jul 29

Es gibt wenige untrügliche Anzeichen für die Tatsache, dass ein Thema gesellschaftsweit aufgegriffen wird. Eines dieser Anzeichen ist sicherlich die Aufnahme von entsprechenden Begrifflichkeiten in den Duden. Nun wurde bekannt gegeben, welche Begriffe (u.a.) aufgenommen wurden, darunter findet man:

  • Vorratsdatenspeicherung
  • Steueridentifikationsnummer
  • Nacktscanner

Alles in allem dürfte die gesellschaftspolitische Brisanz des Datenschutzes aber so oder so nicht mehr außer Frage stehen.

Anmerkung: Der Aufnahme des “Frauenverstehers” in den Duden versuche ich mal keine politische Bedeutung abzugewinnen.

Jul 10

Der Urlaub sollte die schoenste Zeit des Jahres sein – und damit das auch so bleibt, hat das BSI in seinem aktuellen Brennpunkt “Sicher unterwegs mit Handy, Laptop & Co.” viele nuetzliche Tipps fuer eine sichere Reise zusammengestellt. So sollten Sie etwa nur IT-Geraete mit in die Ferien nehmen, die Sie unbedingt benoetigen. Teure Laptops und Handys locken Diebe an – und bei Diebstahl entsteht nicht nur ein materieller Verlust, sondern es gehen unter Umstaenden auch private Daten verloren. Schuetzen Sie die mitgenommenen Geraete unbedingt vor Fremdzugriff – durch Passwort- oder PIN-Abfragen. Ausserdem sollten Sie alle drahtlosen Schnittstellen wie zum Beispiel Bluetooth und Infrarot nur fuer die Zeit aktivieren, in der Sie sie brauchen.

Mehr Infos zum sicheren Reisen finden Sie hier auf der BSI-FUER-BUERGER-Seite (via BSI-Newsletter)

Jul 9

Ich bin immer noch verwirrt, was ich da nicht verstehe: Wenn man bei Google.de nach “google Feedreader” sucht, taucht da als erstes (natürlich) ein Link zum Google-Reader auf. Den Link hatte ich auch gesucht. Verwunderlich nur die Überschrift zum Link, die da lautet:

“RSS-Reader der Datenkrake Google”

Es ist der richtige Link, es ist keine Werbeanzeige – es scheint ein wenig, wie ein Spässchen, dass man sich da bei Google macht – oder ich verstehe den Trick schlicht nicht. Auf jedenfalls fände ich den Spass gelungen, wenn er von Google selber stammt – dazu ein Screenshot:

Datenkrake Google? Jedenfalls wenn man Google fragt...

Datenkrake Google? Jedenfalls wenn man Google fragt...

Update: Wie mir mitgeteilt wurde (Dank an meine Leser), ist es keine Selbstironie, sondern ein – wahrscheinlich ungewolltes – Ergebnis des Google-Automatismus, erklärt wird das hier.

Jul 4

Kurzhinweis via Heise:

Die Sparkasse Köln/Bonn wird laut einem Bericht des WDR-Studios Köln beschuldigt, nicht sachgerecht mit ihren Daten umgegangen zu sein. Bei einem Reutlinger Unternehmensberater lagerten interne Vertriebsdaten der Sparkasse auf 25 Festplatten, darunter hochsensible Mitarbeiter- und Kundendaten sowie Vorstands- und Verwaltungsratsprotokolle. Der Unternehmensberater sei bis Anfang 2009 von dem Geldinstitut damit beauftragt gewesen, das Vertriebssystem zu optimieren. Nach seiner Aussage seien ihm alle Daten sofort und ohne Anonymisierung bereitgestellt worden. Er habe nicht wie sonst üblich eine Vertraulichkeitserklärung unterzeichnen müssen, es gebe auch keinen schriftlichen Auftrag.

Jul 4

Der Bundesdatenschutzbeauftragte hat ein Forum für Bürger zur allgemeinen Diskussion ins Netz gestellt – zu finden ist es hier. Es geht dabei nicht um konkrete Hilfe, sondern um abstrakte Diskussionen:

Bringen Sie Ihr Wissen, Ihre Meinung und Ihre Erfahrungen zu aktuellen Themen, Problemen und Aufregern im Datenschutz ein. Sagen Sie, was Sie von den Datenverarbeitern, den Datenschützern und der Politik erwarten.

 

Jul 4

Erstmal nur als kurzer Hinweis: Die Änderungen des BDSG wurden gestern vom Bundestag beschlossen. Leider gab es zwischen dem vieldiskutierten Entwurf der Bundesregierung und dem Beschluss nun im Bundestag teilweise erhebliche Änderungen – so dass ich das Ganze nochmals in Ruhe aufbereiten möchte.

Fest steht: Vom ursprünglich ausnahmslos vorgesehenen Opt-In-Prinzip (Datenweitergabe immer nur bei vorheriger Zustimmung des Betroffenen) blieb wenig übrig – speziell das ohnehin nicht mehr zeitgemäße Listenprivileg existiert weiter. Der Versuch, es durch erweiterte Dokumentationspflichten in den Griff zu bekommen, wird nicht nur von mir kritisch gesehen.

Auf Grund der sehr großzügigen Übergangsfristen (ab April 2010 für die neuen Auskunftsrechte) verbleibt viel Zeit zur Analyse und zum Einstellen auf die neuen Regelungen.

Hinweis: Die Änderungen jetzt haben nichts mit den Änderungen zur Auskunfteien und dem Scoring zu tun – das ist längst beschlossen und vomBundesrat auch schon abgesegnet. Wer das noch einmal nachlesen möchte, findet hier die Infos aus dem Bundestag dazu (PDF).

Links zum Thema: